Wahre Worte

Rettung für Call of Duty-Reihe möglich – YouTuber erklärt den wichtigsten Schritt

  • Adrienne Murawski
    VonAdrienne Murawski
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Der YouTuber Haptic sieht noch Hoffnung für die Rettung der Call of Duty-Reihe. Allerdings müsste dafür ein Mitarbeiter von Activision entlassen werden.

Update vom 22.01.2022, 09:45 Uhr „Ist Call of Duty gerettet?“ So titelt YouTuber und CoD-Experte Cam „Haptic“ Gülken nur einige Tage, nachdem er in einem Video über das mögliche Ende von Activision sprach. Der Grund für den plötzlichen Sinneswandel ist denkbar einfach. Am 18. Januar 2022 gab Microsoft bekannt, den Gaming-Riesen Activision Blizzard für historische 68,7 Milliarden US-Dollar zu kaufen – und damit auch sämtliche Spiele des Publishers, wozu auch die erfolgreiche Call of Duty-Reihe gehört.

YouTuber Haptic rechnet mit Activision ab: nach Microsoft-Deal dreht sich der Wind

Was sagt Haptic zum Microsoft-Deal: Nach seinem von Enttäuschung geprägten letzten Video ließ es sich YouTuber Haptic nicht nehmen, die Situation rund um Activision neu einzuordnen. Dabei rückte er vor allem mögliche Wechsel in der Führungsebene in den Vordergrund. Bobby Kotick, CEO von Activision Blizzard, und aktuell wohl meistgehasster Mann der Videospielbranche, sei für Microsoft nicht zu halten, heißt es im YouTube-Video vom 19. Januar.

YouTuber Haptic rechnet mit Activision ab: nach Microsoft-Deal dreht sich der Wind.

Auch die Möglichkeit, dass Kotick Einfluss auf das von vielen kritisierte Skill-based-Matchmaking (SBMM) in Call of Duty genommen habe, schließt der 26-Jährige nicht aus. Es sei durchaus denkbar, dass Kotick am System festhielt, weil es dem Umsatz von Call of Duty Black Ops Cold War, Vanguard oder Warzone den letzten Kick gegeben haben könnte. Für ihn sei die Trennung von Bobby Kotick, auch wenn noch nicht final bestätigt, ein Grund zur Hoffnung für alle, die Call of Duty lieben.

Haptic ist passionierter Fan der Black Ops-Ableger von Treyarch. Besonders positiv sieht der YouTuber also dem nächsten Titel aus der Spieleschmiede mit Sitz in Santa Monica entgegen. Sollte die Microsoft-Übernahme von Activision bis Mitte 2023 offiziell in trockenen Tüchern sein, wie aktuell angepeilt, dann wäre das nächste Black Ops das erste Call of Duty unter Führung von Microsoft. Für Haptic ein weiterer Grund zur Freude, denn Microsoft habe sich zuletzt dadurch ausgezeichnet, sehr viel Feedback der Community umzusetzen.

YouTuber Haptic zum Microsoft-Deal um Activision: MontanaBlack lässt Kauf unkommentiert

Einziger Negativpunkt für den 26-Jährigen YouTube-Star: Wie viele PS5-Spieler:innen ist sich auch Haptic nicht gänzlich sicher, ob Call of Duty auf der PlayStation bleibt oder in Zukunft exklusiv für PC und Xbox Series X erscheint. Wie viele Expert:innen geht auch er nicht davon aus, dass sich Microsoft die PS5-Einnahmen entgehen lassen wird, doch exklusive Betaphasen, Belohnungen und andere Vorteile auf der Konsole von Sony wird es ihm zufolge künftig nicht mehr geben.

Twitch-Kollege MontanaBlack hat sich indes noch nicht zum Video von Haptic geäußert. Ob auch der lautstarke PS5-Verfechter damit leben kann, künftig keine Boni mehr auf der Sony-Konsole zu kassieren und er der Zukunft von Activision bei Microsoft ebenso positiv gegenübersteht, bleibt abzuwarten. Aktuell ist MontanaBlack in einen handfesten NFT-Skandal verwickelt und eventuell nicht dazu aufgelegt, den Kauf zu kommentieren. Wir behalten die Lage für euch im Auge und informieren, sobald sich weitere große Namen zum historischen Gaming-Deal geäußert haben.

YouTuber rechnet mit Activision ab – rennt bei MontanaBlack offene Türen ein

Erstmeldung vom 20.01.2022: Buxtehude – Früher war Twitch-Star MontanaBlack für seine Call of Duty-Streams bekannt. Doch mittlerweile hat sich der Streamer vom Franchise abgewendet und sich gegen den Kauf von Vanguard entschieden. Das Spiel sei einfach nicht mehr dasselbe. Ein großer YouTuber hat nun jede Menge Kritik an Activision geübt – der kann Marcel Eris, wie MontanaBlack mit bürgerlichem Namen heißt, nur zustimmen.

Vollständiger NameMarcel Thomas Eris
Bekannt alsMontanaBlack
Geburtstag02. März 1988
GeburtsortBuxtehude
Follower auf YouTube2,9 Millionen (Stand 22. Oktober 2021)
Follower auf Twitch4.176.012 (Stand 22. Oktober 2021)

YouTuber meint, Activision sei am Ende – Streamer MontanaBlack kann dem nur zustimmen

Was hat Haptic an Activision auszusetzen? In einem Video vom 11. Januar geht YouTuber Haptic auf einige Aspekte ein, die Activision derzeit falsch mache. Der YouTuber ist selbst seit 15 Jahren großer Call of Duty-Fan und hat sein Hobby zum Beruf gemacht. HapticRush kreiert nämlich seit 2017 Videos zu Call of Duty und hat mittlerweile über 750.000 Abonnent:innen ansammeln können. Er ist daher eine Bekanntheit in der Szene und kennt sich bestens mit den Titeln des Franchises aus.

Ein großer Kritikpunkt von Haptic ist die Hierarchie der Activision-Studios. So gebe es einen Standort in Santa Monica, USA, in Großbritannien und auch in Deutschland. Laut Haptic würde das US-Büro alles vorgeben und das Studio in Deutschland könne dann nur noch ausführen: „Das deutsche Büro hat nie die Macht.

Das sei ein großes Problem, so der YouTuber. Schließlich würde das deutsche Büro die deutsche Community und die deutschen Creator:innen am besten kennen und somit am besten wissen, was bei den deutschen Fans und Spieler:innen gut oder schlecht ankommt. Trotzdem dürfe das deutsche Activision-Studio keinerlei Entscheidungen treffen, die den deutschen Markt beeinflussen würden. Im November 2021 wurde das deutsche Büro laut Haptic geschlossen, obwohl der deutsche Markt der drittgrößte Call of Duty-Markt sei.

Das [die Schließung des dt. Activision-Büros, Anm. d. Red.] heißt für mich im Umkehrschluss, Activision gibt ‘n Scheiß drauf, wie die Kommunikation ist mit Creatorn und mit Spielern in Deutschland.

Haptic

Außerdem soll der YouTuber niemals Feedback auf seine Kritik zurückbekommen haben, obwohl diese angeblich an das US-Büro in Santa Monica weitergeleitet wurde.

Harsche Kritik an Activision – Streamer MontanaBlack stimmt mit ein

Was meint MontanaBlack dazu? Auch MontanaBlack hat sich das Video von Haptic angeschaut und darauf in einem seiner Twitch-Streams reagiert. Direkt nach dem Video lobt er den YouTuber, dass er ein gutes Video erstellt habe. Marcel Eris kritisiert, dass Activision keine Anzeichen zeigt, auch die Online-Community von Call of Duty glücklich zu machen.

YouTuber rechnet mit Activision ab – MontanaBlack stimmt zu

Bereits mehrfach kritisierte der Twitch-Streamer den Entwickler aus Santa Monica und das Vorgehen bei den Call of Duty-Spielen. So spielt MontanaBlack kein Vanguard in seinen Streams, außerdem nerven den Streamer junge Spieler:innen in CoD. Zum Abschluss des Videos hat Marcel Eris noch einen Vorschlag, was Activision machen könnte, um Fans und Content-Creator:innen glücklich zu machen: ein kostenloses Remake von Black Ops 2 für die PS5 inklusive aller DLC-Maps. Das einzige, was dabei etwas kosten soll, wären Waffen-Skins und kosmetische Artikel. „Es wird nie passieren, aber wir dürfen träumen“, so der Streamer.

Was meint ihr, was das für ein Hype hätte – im gesamten YouTube, im gesamten Twitch. Und was meint ihr, was die damit für‘n Reibach machen würden? Vielleicht würden sie damit nicht so‘n Reibach machen wie mit den Noobs, die von zu Hause spielen und gar nicht YouTube kennen. Aber sie würden damit wieder Pluspunkte in der Online-Community sammeln.

MontanaBlack

Nach MontanaBlack sollte sich das Entwicklerstudio aus Santa Monica fragen, was ihm lieber ist: So viel Geld wie möglich zu verdienen und nicht auf die Kritik und Wünsche der Fans zu hören oder auf die Community hören und ein gutes Standing zu haben, dafür aber weniger Profit zu generieren. Laut Marcel Eris ist es klar, welche Entscheidung Activision treffen wird: „Sie werden sich immer für die Lösung Nummer 1 entscheiden.

Quelle: YouTube

Rubriklistenbild: © dpa/Philipp Schulze/Activision (Montage)

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