Aussage hatte Konsequenzen

Profi-Gamerin suspendiert: „Männer unter 1,70 haben keine Menschenrechte“

In der E-Sport-Szene ist es zu einem heiklen Skandal gekommen. Die japanische Profi-Gamerin „Tanukana“ wurde nach einem Spruch gegen kleine Männer suspendiert.

Tokio, Japan – In der E-Sport-Szene gab es diese Woche einen großen Aufschrei, nachdem die japanische Tekken-Spielerin „Tanukana“ Kommentare gegen Männer mit niedriger Körpergröße getätigt hatte. Die Aussagen waren dabei so beleidigend, dass ihre E-Sport-Organisation Cyclops Athlete Gaming sie kurzerhand suspendierte. Auf Twitter entfachte daraufhin eine hitzige Diskussion um die Aussagen der Profi-Gamerin.

Vollständiger NameKana Tani
Bekannt alsTanukana
Geburtstag21. November 1992
GeburtsortJapan
Follower auf Twitch11.937 (Stand: Februar 2022)
Follower auf Twitter42.300 (Stand: Februar 2022)

Profi-Gamerin „Tanukana“ mit unangemessenen Aussagen über Männer – E-Sport-Organisation suspendiert sie

E-Sportlerin wird suspendiert: Der gute Ruf der E-Sport-Organisation Cyclops Athlete Gaming hat in den letzten Tagen erheblichen Schaden erlitten. Die Organisation, welche unter anderem in Spielen wie PUBG, Call of Duty* oder Rainbow Six Siege mit E-Sportler*innen aktiv ist, musste sich nun von einer Profi-Gamerin trennen.

Die Japanerin Kana Tani, besser bekannt unter ihrem Gamertag „Tanukana“, sorgte für Schlagzeilen, als sie in einem Livestream auf Twitch* beleidigende Aussagen über Männer mit kleiner Körpergröße tätigte. So sagte die 29-Jährige: „Männer, die unter 170 cm sind, haben keine Menschenrechte.“

„Tanukana“ mit weiteren diskriminierenden Aussagen: Dabei beließ es „Tanukana“ jedoch nicht. In ihrem Stream fielen weitere diskriminierende Aussagen, auch gegen Frauen. Ihrer Meinung nach sollten auch Frauen mit einer A-Körbchengröße ebenfalls keine Menschenrechte haben. Für „Tanukana“ war es nicht der erste Skandal. Bereits 2020 sorgte sie mit ähnlichen Statements für große Aufregung.

Aussagen von Tekken Profi-Gamerin lösen große Diskussionen in Japan aus

Alles nur ein Missverständnis? Nachdem „Tanukana“ ihre Aussagen tätigte, dauerte es nicht lange, bis in den sozialen Medien eine große Hasswelle auf die 29-Jährige einschlug. In einem mittlerweile gelöschten Tweet entschuldigte sich die E-Sportlerin. In diesem behauptete sie, dass es niemals ihre Absicht gewesen wäre, irgendjemanden zu beleidigen. Sie hat lediglich ihre Liebe zu großen Personen falsch ausgedrückt. „Tanukana“ wurde vor allem durch das professionelle Spielen von Tekken bekannt, einem beliebten Prügel-Videospiel.

Profi-Gamerin suspendiert: „Männer unter 1,70 haben keine Menschenrechte“

Diese Art der Entschuldigung kam bei der Öffentlichkeit nicht besonders gut an. Allerdings könnte es sich bei der ganzen Sache auch nur um ein großes Missverständnis handeln. Im Japanischen bedeutet Menschenrechte jinken (人権). Im Gaming-Jargon kann jinken jedoch auch so viel bedeuten wie Item oder Charakter. Es könnte also sein, dass die Aussage von „Tanukana“ falsch interpretiert wurde.

Die Massenmedien verbreiteten die Meldung im Westen jedoch mit der Menschenrechts-Übersetzung. Auch die E-Sport-Organisation Cyclops Athlete Gaming hat mittlerweile eine Entschuldigung veröffentlicht. „Wir können bestätigen, dass „Tanukana“, ein Mitglied von Cyclops Athlete Gaming, am 15. Februar eine unangemessene Bemerkung in einem Stream gemacht hat. In dieser Angelegenheit möchten wir uns bei den Fans, Sponsoren und allen anderen, die uns unterstützen, zutiefst entschuldigen.“

Toxicity in Videospielen: Die herablassenden Kommentare haben sich mittlerweile in ganz Japan herumgesprochen. Die Durchschnittsgröße der Männer im Land der aufgehenden Sonne beträgt 170,8 cm. Der Fall von „Tanukana“ ist leider kein Einzelfall in der Gaming-Industrie. Auch die FIFA 22-Community wird insgesamt als äußerst toxic angesehen*. Rage Quits, Beleidigungen und mehr stehen bei der Fußballsimulationsreihe von EA an der Tagesordnung. *ingame.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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