Test: Animal Crossing: New Leaf

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Anfangs nur in Japan bekannt trat die Animal Crossing Reihe schon sehr früh ihren Siegeszug auch in den westlichen Gefilden an. Zwar warten wir Europäer meist recht lange auf die Spiele aus dem Hause Nintendo, doch in wenigen Tagen ist es soweit. Mit Animal Crossing: New Leaf bietet sich euch erneut die Möglichkeit, ein geselliges Leben in einer kleinen Stadt zu verbringen. Dabei kehrt die Serie von der Wii nun wieder in den mobilen Sektor in Form des Nintendo 3DS zurück. Ob die Stadt, ihre Einwohner und Aktivitäten uns erneut ans Herz wachsen konnten verrät euch unser Test.

Vom Einwohner zum Bürgermeister

Auffälligste Veränderung an der eigentlich nicht so richtig vorhandenen Story: Statt nur irgendein neu hinzugezogener Bewohner der Stadt zu sein, werdet ihr in Animal Crossing: New Leaf prompt zum Bürgermeister gemacht. Eine Verwechslung wie es scheint, doch keine die euch zum Nachteil gereicht wird. Zwar dauert es einige Spielstunden bis ihr die so hinzugekommenen neuen Möglichkeiten ausschöpfen könnt aber es lohnt sich. Natürlich ist es eure Pflicht euch um das Wohlergehen der Bewohner zu kümmern. Smalltalk und Höflichkeit sind dabei das oberste Gebot, auch wenn es darum geht neue Einwohner in der Stadt zu begrüßen. Praktisch ständig ziehen Leute hinzu und wollen manchmal auch daran gehindert werden die Stadt zu verlassen.

Sobald die Formalitäten erledigt sind könnt ihr nun endlich selbst entscheiden wie eure Stadt sein soll. Ihr habt die freie Wahl ob ihr Frühaufsteher, oder lieber Nachteulen in eurer Stadt haben wollt. Solche Entscheidungen beeinflussen zum Beispiel die Öffnungszeiten der lokalen Geschäfte. Denn nach wie vor richtet sich die Uhrzeit im Spiel nach der Uhrzeit die auf eurem 3DS eingestellt ist. Nächtliche Spielsessions sind also zumindest wenn ihr darauf scharf seid eure Fundsachen zu verkaufen nicht zwingend lohnenswert. Festlegen könnt ihr euch hierbei immer nur auf eine dieser Spezialisierungen, dürft aber jederzeit nach Bedarf zwischen diesen wechseln. Als zweiten großen Punkt auf der Liste der Aufgaben eines Bürgermeisters entscheidet ihr über die Bauprojekte in eurer Stadt. Neue Brücken, Brunnen und andere Bauwerke könnt ihr an einem Ort nach Wahl errichten lassen und entweder selbst oder durch Spenden von Bewohnern und Besuchern finanzieren lassen.

Lebendige Stadt

Zwar ist eure Stadt nicht wirklich groß, aber bietet dennoch alles was ihr zum Leben und Vergnügen braucht. Mit der nötigen Ausrüstung geht ihr auf Käferjagd oder raus ans Meer um nach seltenen Fischen zu angeln, die an besonderen Tagen sogar für Turniere relevant werden könnten. Alternativ könnt ihr sie schnöde verkaufen oder im Museum spenden um eines Tages vielleicht jenes zu vervollständigen. Als Belohnung winkt als Beispiel für die Fische zum Beispiel eine goldene Angel die den Fischfang in Zukunft deutlich erleichtern sollte. Neben Fischen und Insekten die es im Vorgänger noch nicht gab könnt ihr euch später im Spiel sogar mit einem Taucheranzug direkt ins Meer begeben und nach Seesternen oder Korallen tauchen. Da viele Arten nur zu bestimmten Monaten oder bestimmten Tageszeiten auftreten garantieren wir schon aus eigener Erfahrung, dass euch Animal Crossing: New Leaf auch noch im Winter an euren 3DS fesseln wird.

Die Masse an Fossilien, Fischen, Insekten und anderen sammelbaren Gegenständen wie Möbeln und Co. war schon immer groß und ist im neuen Ableger der Reihe wirklich gigantisch. Dazu kommt auch eine tropische Insel auf der ihr einen alten Bekannten besuchen könnt, in sehr netten Minispielen um Medaillen kämpfen dürft oder frei nach nur hier auffindbaren Früchten oder Fischen sucht. Für die Jäger und Sammler unter euch gibt es also genug zu tun und auch wenn ihr lieber Häuser einrichtet enttäuscht euch das Spiel nicht.

So ist auch der gute Nook wieder am Start, der euch regelmäßig neue Schulden aufquatscht und im Gegenzug dafür euer Haus vergrößert und erweitert. Abermals wird eure Einrichtung bewertet, weswegen es zur Lebensaufgabe werden kann Möbelsets zu komplettieren um eine perfekte Einrichtung zu erhalten. Neu sind dabei die Möglichkeiten auch die Fassade und das Drumherum eures Hauses zu gestalten, was noch mehr Individualität im Spiel möglich macht.

Freunde zu Besuch

Waren die Online-Fähigkeiten von DS und Wii noch beschränkt, so ist es mit dem Nintendo 3DS nun auch endlich möglich vernünftig mit Freunden zu spielen. Bis zu 3 Kumpanen könnt ihr in eure Stadt einladen oder im Gegenzug ihre besuchen. Ob ihr nur zusammen eine Erkundungstour macht oder euch in den Minispielen und Wettkämpfen duelliert ist dabei eure Sache. Gerade letztere geben dem Mehrspielermodus aber endlich einen vernünftigen Sinn und sind sehr unterhaltsam.

Die Optik des Spiels ist nochmals eine Spur hübscher als die des Wii-Vorgängers auch wenn wir persönlich auf den 3D-Effekt beim Spielen verzichtet haben, da er absolut nicht notwendig ist. Nett aussehen tut er dennoch und auch im ganzen Rest ist die Optik gelungen und glänzt mit ihrer Liebe zum Detail, wenn zum Beispiel die Blütenblätter im Wind davon wehen. Akustisch sind es leider immer noch dieselben Soundeffekte, aber immerhin reißt der bekannte Musiker K.K. Slider hier wieder einiges raus. Seinen Tracks könnt ihr nach wie vor zu bestimmten Uhrzeiten lauschen und diese dann auf CD mit nach Hause nehmen. Ebenfalls nicht jedermanns Geschmack aber definitiv das akustische Highlight.

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