Test: Batman - Arkham Origins: Blackgate

  • INGAME Redaktion
    VonINGAME Redaktion
    schließen

Das Jahr 2013 steht ganz im Zeichen des Bat-Signals, denn während Erfolgsproduzent und Regisseur Christopher Nolan bereits im vergangenen Jahr seine Batman-Trilogie zu einem mehr oder weniger zufriedenstellenden Ende geführt hat, breitet die Fledermaus in diesem Jahr gleich in zwei Spielen und auf mehreren Systemen ihre Flügel aus. Trotz eines neuen Entwicklerstudios feiert Batman: Arkham Origins auf PlayStation 3, Xbox 360 und dem PC derzeit einen großen Erfolg und steht seinen Vorgängern, was die Verkaufszahlen angeht, in nichts nach. In dieser Review wollen wir einen Blick auf den kleinen Spiele-Bruder, Batman - Arkham Origins: Blackgate werfen, welches für die Handheld Konsolen PlayStation Vita und Nintendo 3DS erschienen ist.

Batman kehrt zurück ... schon wieder.

Bekanntlich ist Batman: Arkham Origins kein Sequel sondern ein Prequel, versetzt den Spieler also zurück in die Vergangenheit und zeigt den Millionen schweren Bruce Wayne in seinen ersten Jahren als dunkler Ritter. Wer von dem Aufstieg des geflügelten Rächers auch nach dem Durchspielen noch immer nicht genug bekommen kann, dem bietet Entwicklerstudio Warner Bros. Games Montréal an mit dem exklusiv auf PlayStation Vita und Nintendo 3DS erschienen Batman - Arkham Origins: Blackgate die Geschichte auch in Bus und Bahn fortzusetzen.

Die Handlung von Batman - Arkham Origins: Blackgate spielt nur wenige Wochen nach den Geschehnissen von Batman: Arkham Origins und stellt das namens gebende Hochsicherheitsgefängnis Blackgate in den Mittelpunkt. Nachdem es in dem Gefängnis einen Aufstand gegeben hat, sind etliche Mitarbeiter und Wärter als Geiseln genommen worden und sämtliche Gebiete der Insel stehen unter der Kontrolle der einzelnen Super-Schurken. Wo die Einsatzkräfte des GCPD (Gotham City Police Department) nicht weiter kommen kann nur einer helfen, der Batman!

Es prügelt sich flüssig!

Ja zugegeben der Plot kommt einem schon recht bekannt vor und man könnte meinen, die Mannen von Warner Bros. Games Monréal hätten sich bei der Handlung ein wenig Inspiration von einem gewissen Batman: Arkham Asylum geholt. Doch spielerisch hat man bei diesem Titel schon tiefer in die Polygon-Trickkiste gegriffen und kommt statt mit der gewohnten Third-Person-Sicht mit einem knacken Mix aus 2D und 3D Optik daher. Während seiner Touren durch die verwüsteten Gänge des Blackgate-Gefängnisses steuert der Spieler den Dark Knight zum Teil aus der Verfolgerperspektive aber den größten Teil aus einer Seitenansicht, bekannt aus unzähligen Jump ´n´ Run Spielen.

Amature Studios, welche für die Steuerung des mobilen Ablegers zuständig waren, haben bei Batman - Arkham Origins: Blackgate eine ganz ordentliche Arbeit geleistet. Der steinreiche, im Lederanzug steckende Millionär lässt sich perfekt Steuern. Rennen, Hüpfen, Springen und Gleiten sind fast genau so wie in den großen Ablegern, doch trotzdem kommt kein richtig gutes Gameplay Gefühl auf. Auch in Kämpfen gegen große Gegnerhorden hat der Flattermann der Nacht dank einer leichten Bedienung stets die Oberhand. Durch das Blocken von Schlägen, anschließendem Betäuben und finalem Gegenschlag gehen so ein Gegner nach dem anderen zu Boden, eine Herausforderung bieten da nur schwer bewaffnete oder stark gepanzerte Feinde. Trotz der Möglichkeit diese verschiedenen Taktiken anzuwenden und in Combo-Angriffe zu verwandeln, kommt das Kampfsystem nicht an das von Batman: Arkham Origins heran.

Alles eine Frage der Technik.

Da die Wiedereroberung eines Gefängnisses nicht ganz so einfach ist, benötigt Batman die Hilfe seiner technischen Spielereien. NHur zu dumm dass er diese wohl in seiner Bat-Höhle vergessen hat und scheinbar vollkommen unvorbereitet in diesen Einsatz marschiert ist. Spielerisch ist die Hilfe von Batrang, Batclaw und Co. zwingend erforderlich und um in der Story weiter voran zu kommen, ist der Spieler gezwungen mehr als ein mal etliche Gänge erneut zurück zugehen, nur um eine dann aufgetauchte Kiste von Wayne-Tec zu öffnen und deren wertvollen Inhalt in Beschlag zu nehmen.

Natürlich darf auch in Batman - Arkham Origins: Blackgate der beliebte und geniale Detective Modus wieder nicht fehlen, dieser lässt sich durch simples Tippen auf das vordere Touch-Display aktivieren. Ist dieser Modus eingeschaltet kann der Spieler mit dem Finger über den Bildschirm fahren um die Gegend zu Scannen und kann so verstecke Hinweise, Schätze oder Fall-Akten finden. Mit den Kryptographen lassen sich verschlossene Türen knacken, dies erfolgt durch ein Mini-Spiel bei dem der Spieler versuchen muss eine bestimmte, dreistellige Zahlenkombination mit Hilfe eines Scanners heraus zu finden.

Eine finstere Aussicht.

Das es sich bei Blackgate um ein Gefängnis handelt, wird dem Spieler in jeder einzelnen Gameplay Minute aufs Auge gedrückt. Eine offene Spielwelt sucht man hier vergebens und die einzigen "freien" Areale sind Außenbereiche des Gefängnisses, welche die vier Bereiche (Leuchtturm, Zellenblock, Verwaltung und Industrie) von Blackgate miteinander verbinden. Waren große Räume mit hohen Decken in den Vorgängern noch die kleinen Highlights für zwischen durch, wirken solche Passagen auf dem Handheld eher enttäuschend.

Einen Stern für besondere Kreativität hat sich das Entwicklerstudio jedoch für die Zwischensequenzen von Batman - Arkham Origins: Blackgate verdient, welche stets in einem Comic-Stil dargestellt werden. Kantige Zeichnungen, dunkle Farben und eine raue Lokalisation verpassen dem Spiel auch bei unbewegten Bildern eine tolle und düstere Atmosphäre. So bekommen auch Super-Schurken wie der Joker, Pinguin, Blackmask oder Deadshot einen würdigen Auftritt. Welchen Sinn der Aufenthalt von letztgenannten Bösewichtern in Blackgate, in Zusammenhang mit dem Vorgänger macht, wird allerdings nicht ganz klar.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare