Test: Call of Duty - Ghosts *Update* Devastation DLC

  • VonYannick Dohrmann
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Auch der November 2013 bekommt wieder seine jährliche Portion "Call of Duty" in den Release-Kalender gehauen. Im mittlerweile zehnten Teil der Reihe durften wieder die Jungs und Mädels von Infinity Ward Hand anlegen und versprachen im Vorfeld allerlei Innovationen, sowie das Beste "Call of Duty" aller Zeiten. Genau diesem Versprechen sind wir nachgegangen und verraten euch in unserem Test, wie gut "Call of Duty - Ghosts" denn nun wirklich ist.

Es knallt wieder

Bevor wir dabei zum Multiplayer kommen, der die meisten unter euch wohl interessieren dürfte, jedoch ein paar Worte zur Kampagne von "Call of Duty - Ghosts". Natürlich knallt es wieder alle paar Sekunden und so beginnt die Geschichte damit, dass eine Raumstation plötzlich von Terroristen eingenommen wird. Nach einigen kurzen Feuergefechten in der Schwerelosigkeit könnt ihr diese zwar vertreiben, aber da hat auch schon der als Waffe fungierende Satellit Odin zu folgenschweren Schäden auf der Erde geführt.

Dort schlüpft ihr die meiste Zeit in die Rolle des jungen Logan Walker, der mit seinem Bruder und seinem Vater mitansehen muss, wie die eigene Heimat durch Odin dem Erdboden gleich gemacht wird. Nach einem Zeitsprung von 10 Jahren sind aus den Brüdern Soldaten der sogenannten Ghosts-Elitetruppe geworden. Was dann folgt ist leider nur der übliche Einheitsbrei aus Patriotismus und einigen Wendungen und Enthüllungen die meistens aber zu vorhersehbar sind.

Einen Blumentopf gewinnt die Story dabei nicht, aber sie bietet jede Menge Action und dank eurem Hund Riley und einiger Fahrzeugpassagen sogar ein gutes Maß an Abwechslung. Dabei muss man zwangsweise auch einen kleinen Vergleich zu der Story von Battlefield 4 ziehen. Grob zusammengefasst sind beide Handlungen kein Bestseller und besonders die Dialoge meist nur ein flacher Mix aus Standardsprüchen wie sie in jedem Actionfilm vorkommen. Dennoch geht unser Punkt hier an "Call of Duty - Ghosts", einfach weil wir es hier mit dem Realismus nicht so genau nehmen wie bei einem Battlefield und weil die fünf bis sechs Stunden uns zu keiner Sekunde gelangweilt haben.

Auf den Hund gekommen

Von vielen anfangs belächelt und nun der heimliche Star der Show: Unser treuer Begleiter auf vier Pfoten mit Namen Riley. Der Hund der beiden Brüder ist eigentlich immer mit von der Partie, wenn sein Herrchen über das Schlachtfeld schleicht. In einigen Passagen könnt ihr Riley sogar selbst steuern und mit ihm einen nach dem anderen Feind per gezielten Biss ausschalten. Tierschützern wird das wohl nicht gefallen, aber uns kam diese Art der Abwechslung sehr gelegen. Zumal Riley allein schon durch seine Gesellschaft frischen Wind in die Kampagne bringt und man sich durch die spielbaren Passagen, eigentlich nie wieder von ihm trennen möchte.

Nächste Generation der Shooter?

"Call of Duty - Ghosts" hat es nicht leicht. Wie viele Spiele zur Zeit kommt es genau mit dem Wechsel auf eine neue Konsolengeneration auf den Markt. Getestet wurde das Spiel dabei von uns auf der XBOX 360, wo uns trotz angeblich neuer Engine nicht so wirklich die Unterschiede zum Vorgänger aufgefallen sind. Klar, kleine Verbesserungen gibt es immer, aber die versprochene Revolution können wir rein optisch leider nicht erkennen. Dafür flimmert das Spiel mit konstanter Framerate über den Bildschirm und lässt sich so angenehm spielen.

Positiv vermerken möchten wir an dieser Stelle aber den Sound. Wer hier ein gutes Surround-Headset für Gamer besitzt wird nun ganz genau hinhören. Ohne Perks wie zum Beispiel Totenstille ist es so einfach wie noch nie die Schritte eurer Gegner genau zu orten. Die Waffen klingen allesamt wuchtig und auch bei der Musik sowie der Synchronisation sind wir durchaus mit dem gelieferten Ergebnis zufrieden. Hier finden wir den Unterschied zum Vorgänger dann schon revolutionärer als bei der Grafik.

Krieg den Feinden

Jetzt aber zum Kern der Geschichte und meiner Meinung zum Multiplayer. Knapp 20 Stunden konnte ich diesen bisher spielen und mir meine Meinung zum Gameplay und den Aufbau der verschiedenen Maps und Modi machen. Besonders das Gameplay ist in diesem Falle eine Frage des Geschmacks, gefällt mir aber um Welten besser als das von "Black Ops 2". Wer ein Fan der "Modern Warfare"-Teile ist, wird wissen was ich meine. Hier drückt Infinity Ward dem ganzen seinen Stempel auf und macht das Gameplay schneller denn je. Unserem Eindruck nach sind die Waffen in "Call of Duty - Ghosts" um einiges tödlicher als in sämtlichen Vorgängern und die Maps teilweise extrem klein.

Dennoch ist es schade, dass auf den Current-Gen Konsolen nur maximal 12 Spieler zeitgleich auf einer Map Platz finden und erst die Next-Gen 18 Spieler erlauben wird. Für jeden Geschmack sollte aber etwas dabei sein. Wer es klein und eng mag, spielt Strikezone oder Sovereign, eine Map die als Fertigungsanlage für Raumschiffe fungiert und wer es weitläufiger mag stürzt sich in die Eiseskälte von Whiteout. Um jede Map genau beurteilen zu können reichen auch 20 Stunden nicht aus, aber jeder sollte hier relativ schnell seine Favoriten finden können.

Modi und Perks

Bei den Modi hat sich in "Call of Duty - Ghosts" wenig getan. Statt Suchen & Zerstören gibt es nun Suchen & Retten. Ganz klassisch muss die Bombe entweder gelegt oder entschärft werden, zusätzlich können aber Teammitglieder nach ihrem Tod gerettet werden, wenn das eigene Team deren Marke aufsammelt. Ähnlich wie bei Abschuss bestätigt kommt es also ganz darauf an, welches Team eine Marke aufsammelt um zu entscheiden ob der Abschuss gilt oder verwehrt wurde. Gut gefallen hat uns jedoch der neue Modus Blitzkrieg. Jedes Team hat hierbei eine Siegeszone die es zu verteidigen gilt. Um zu punkten muss nur die Siegeszone des Gegners lebendig übertreten werden. Ein schneller Spielmodus, der seine Namen zu Recht trägt.

Eure Ausstattung könnt ihr für sämtliche Modi in "Call of Duty - Ghosts" frei zusammenstellen. Neben einem Charaktereditor, bei dem erstmals auch Frauen dabei sind, könnt ihr euch auch wieder diverse Ausrüstungssets zusammenstellen. Zum Freischalten neuer Waffen zahlt ihr neuerdings mit sogenannten Trupp-Punkten. Diese könnt ihr euch verdienen und dann in die Waffen, Aufsätze und Kill-Streaks eurer Wahl investieren. Es gibt also keine feste Reihenfolge mehr, in der ihr alle Gegenstände freischaltet. Bei den Waffen, Aufsätzen und Perks gibt es kaum Änderungen und jeder sollte hier schnell seine Lieblingszusammenstellung finden können. Interessant fanden wir bei den Kill-Streaks vor allem den Wachhund, der euch nach nur fünf Kills tapfer zur Seite steht und auch nach eurem Tod noch Appetit auf eure Feinde verspürt. Hurray es wurde wieder geballert. Jüngst veröffentlichte Activision mit einem kleinen zeitlichen Vorsprung für die Xbox One das Onslaught-DLC für Call of Duty - Ghosts. Ob es sein Geld Wert ist und was genau dieser Zusatzinhalt überhaupt mit sich bringt, das erfahrt ihr in unserem Kurztest.

Die neue Kartensammlung

Als Inhaber des Call of Duty - Ghosts Season Passes habt ihr es sicher schon erhalten und auch der ein oder andere Fan wird längst zugeschlagen haben. Die Rede ist natürlich vom Onslaught DLC, welches nun für den Shooter erschienen ist. Doch was genau haltet ihr da jetzt eigentlich in euren digitalen Händen? Onslaught bietet für den Preis von knapp 15 Euro ganze vier neue Multiplayer-Karten, ein weiteres Kapitel für den zuletzt nicht unbedingt versorgten Extinktion-Modus, der bis Dato nur aus einer einzigen Mission bestand.

Bei den neuen Karten, die allerdings nicht in die öffentlichen Spiele gemischt werden und eine Baller-Runde im Onslaught-Modus daher recht schnell eintönig machen, handelt es sich um "Ignition", "Containment", "Bayview" und "Fog". Vier Karten der für das Spiel üblichen keinen Größe. Ich als Taktik-Shooter liebhaber mit großen Maps werde halte die Maps zwar generell für viel zu klein, aber immerhin geht hier ordentlich Action ab.

Ignition ist eine neuere Version der bereits aus Call of Duty - Modern Warfare bekannten Map "Scrapyard" und bietet demnach kein wirklich neues Setting. Euer Schlachtfeld ist das Trümmerfeld einer Raumfahrtbasis, auf welcher auch immernoch Raketen herumstehen und von euch gezündet werden können. Steht ein Gegner im Moment der Zeitversetzten Zündung zu nah am Triebwerk, wird er kurzerhand gegrillt und die Punkte gehen an jenen Spieler, der die Zündung eingeleitet hat. Ansonsten bietet die Map einige Verstecke und erhöhte Positionen, die vor Allem für Scharfschützen interessant sind. Jene unter euch, die Sniper, Camper und Quick-Scoper hassen, werden hier also nicht eben glücklich werden. Zusammenfassend ist die Map solide aber weder wirklich hübsch noch kreativ.

Containment ist da schon einen kleinen Tick besser, wenngleich auch eben nur einen Tick. Das mexikanische Dorf setzt grafisch jetzt keine neuen Maßstäbe bietet aber einen willkommenen Twist: In der Mitte der Map befindet sich eine Brücke auf der ein Fahrzeiug samt Atombombe zum erliegen kam. Nahe dieser Bombe müsst ihr auf elektronische Hilfsmittel verzichten und in die Luft sprengen lässt sich der Sprengsatz mittels Field-Order auch noch. Sonst bietet aber auch diese Map nichts wirklich bahnbrechendes.

Bayview hebt sich überraschenderweise von den üblichen Call of Duty-Maps ab und stellt einen Gegenpol zu den sonst tristen Karten dar. Schauplatz ist eine typisch amerikanische Strandpromenade der 50er-Jahre samt Buden und Touristenbahn, die auf der einen Hälfte der Karte im Halbkreis fährt. Das ganze sieht optisch auf jeden Fall super aus und wirkt durchdacht aber gerade weil sie eben hell und anders ist, mögen die sch bekämpfenden Soldaten nicht so recht in die Umgebung passen, was die Gefechte dort irgendwie fehl am Platze wirken lässt. Auch diese Map bietet einen wunderbaren Nährboden für Sniper und erinnert ein wenig an Bioshock - Infinite mit futuristischen Soldaten.

Zuguterletzt ist Fog ebenfalls eine Karte, die sich leicht abhebt. Statt Ruinen, Schlachtfelern und Militärbasen werdet ihr in einen Grusel-Sumpf befördert, der mit okkulten Schreinen, Zeltstätten, vielen Hütten und Spinnenweben aufwartet. Die Sichtweite ist relativ Kurz, wodurch dies die einzige Map des Onslaught-Packs ist, die keine perfekte Umgebung für nervige Sniper darstellt. Auch diese Map bietet ihren eigenen kleinen Twist, denn die Gruselatmosphäre wird per Field-Order erst so richtig komplettiert. Nach entsprechender Abschusserie verwandelt ihr euch in das, was die Verantwortlichen wohl unter Michael Myers verstehen. Mit Axt, regenerierender Gesundheit und unendlichem Sprint rast ihr über die Karte, wohlwissend dass der "echte" Myers nie in Sümpfen unterwegs war und seine Opfer mit einem Messer attackierte. Begleitet werdet ihr mit dem für alle hörbaren Halloween-Soundtrack, der auf Dauer aber sehr nervig ist, da er für jeden mit deren Tod aufs Neue beginnt. Sehr atmosphärische Map aber letztlich auch keine Neuerfindung, wenn wir an die Maniac-Field-Order denken.

Waffen und Extinktion-Modus

Okay, Waffen mag jetzt übertrieben sein, denn für eure 15 Euro bekommt ihr gerade einmal eine einzige neue Waffe, die allerdings eine Kombination aus Sniper und Sturmgewehr darstellt. Die Maverick kann im Kampf allerdings nicht gleichzeitig in beiden Modi verwendet werden. Stattdessen müsst ihr vor Beginn des Gefechts eine Entscheidung fällen, welchen Modus ihr nutzen wollt. Eine nette und sinnvolle Ergänzung des Arsenals aber irgendwie dennoch zu wenig.

Wichtigster Bestandteil des Onslaught-DLCs für Call of Duty - Ghosts ist aber etwas ganz anderes: Das erste Kapitel "Nightfall" für den Extinktion-Modus.  Dieser stellt in Call of Duty die Koop-Erfahrung dar und bestand bisweilen recht einsam nur aus der Mission "Point of Contact" die aber schwer genug ist, dass wohl kaum jemand jeh das Ende sah. Nightfall setzt an genau diesem Punkt an und ist noch schwerer. Alleine oder mit bis zu vier Helferlein habt ihr die ehrenvolle Aufgabe, eine Alien-Horde nach der anderen über den Haufen zu schießen und zwischendurch noch den ein oder anderen Endgegner zu plätten. Nightfall fügt der Mission allerdings auch endlich etwas Handlung hinzu, die zwar nicht wirklich aufregend oder kreativ ist, euch aber wenigstens das Gefühl gibt, zu wissen warum ihr euch den Mist antut.

Ich hatte mit Nightfall zunächst viel Spaß und drei fähige Begleiter an meiner Seite, schnell wurde aus dem Spaß allerdings Frust, denn in unzähligen Versuchen habe ich es nicht einmal weiter als bis Nest 5 geschafft. Zu groß ist die Anzahl der Gegner die auf euch einstürmen, zu wendig die Bewegungen, zu chaotisch das Schlachtfeld. Hunderte kleine Aliens, explosive Aliens, so genannte Skorpione, teleportierende Viecher und zusätzlich noch herabfallende Kometen machen euch schon im recht kleinen ersten Abschnitt das Leben zur Hölle. Munition, rar gesäte und mitunter nutzlose Waffen und Fallen kosten alle Geld, von dem ihr nach einer gewissen Zeit allerdings zu viel haben solltet, da euer verfügbares Budget auf 6.000 Dollar beschränkt ist. Es ist ein heilloses Durcheinander und gerade deswegen sauschwer zu überleben, wenn von allen Seiten Aliens auf euch einprügeln.

Das Spielprinzip ist Koop-typisch und setzt jetzt keine neuen Maßstäbe. Insgesamt ist es sogar eher eintönig, aber vor allem frustrierend. Im Endeffekt geht es nur drum zu überleben und dieses Leben zu nutzen um einen Bohrer von A nach B zu transportieren, um mit diesem zwischenzeitlich Nester zu zerstören. Spieltiefe, Inspiration und ein Schwierigkeitsgrad sind hier mangelware. Ohne viel Können und Kommunikation ist der Modus nicht zu schaffen. In folgendem Video seht ihr die ersten Meter der Nightfall-Mission.

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Fazit

Call of Duty - Ghosts DLC Onslaught ist nicht der Messias, der ein ohnehin simples Spiel aufbessert. Einen wirklichen Mehrwert stellt kein Punkt des Inhaltsverzeichnisses dieser Erweiterung dar und im allgemeinen ist der Umfang vielleicht zu gering für den veranschlagten Preis. Es ist kein Totalausfall, denn die Karten sind mindestens Durchschnittlich und Nightfall bietet für weniger ehrgeizige Menschen auch eine Menge Spaß. Das Maverik-Gewehr besticht durch seine zwei Einsatzmöglichkeiten, ist aber defintiv zu wenig und vor allem Bayview und Fog sind eine Reise wert, aber kein Grund gleich Urlaub zu beantragen. Das Paket ist insgesamt weder besonders schlecht, noch besonders gut und kann mich nicht so recht überzeugen. Für jene, die ohnehin bereits den Season Pass besitzen ist es auf jeden Fall empfehlenswert, aber sich dafür einen Pass zu kaufen oder gar 15 Euro über die virtuelle Ladentheke zu befördern kann ich nicht unbedingt empfehlen, wenn ihr nicht ganz große Call od Duty-Fans seid.

Call of Duty - Ghosts bekam jüngst sein zweites DLC namens Devastation verpasst. Wie auch schon das Onslaught DLC bietet dieses Paket 4 neue Karten, eine Waffe und ein Kapitel für den Extinction-Modus. Doch kann es was?

Zugegeben, das Devastation DLC für Call of Duty - Ghosts wirkt, als hätte sich Activision bei dem Add-On nur noch ein klein wenig Mühe gegeben. Mit der gleichen Motivation, die der Entwickler für die Programmierung der neuen Karten aufgebracht hat, schleppe ich mich als  durch eben diese, immer ein Gähnen auf den Lippen. Immerhin verspricht der neue Feld-Bonus einer der Maps etwas Spannung und Abwechslung.

Beginnen wir mit der Map "Behemoth" einer Schaufelbagger-Landschaft, die optisch wenig interessant und spielerisch kaum abwechslungsreich ist. Zwei Stege und ein rundliches Areal in der Mitte, ein paar Ebenen und natürlich eine Call of Duty-typische kleine Karte. Für diese Karte lohnt sich die zusätzliche Ausgabe von knapp 15 Euro jedenfalls schon einmal nicht.

"Unearthed" ist ebenso kaum das Geld wert, mit dem es entwickelt wurde, geschweige denn die Kosten des DLCs für Call of Duty - Ghosts. Im Gegenteil, denn es handelt sich bei dieser Karte lediglich um ein Remake der bereits aus Modern Warfare 3 bekannten "Dome"-Karte. Das ist an sich zunächst keine schlechte Sache, jedoch trügt dieser Ersteindruck nicht darüber hinweg, dass bereits die frei verfügbare "Strikeforce"-Map ein Dome-Remake ist. Das noch großere Problem ist jedoch, dass die Karte voll von Krimskrams in einer Ausgrabungsstätte ist und demzufolge nicht nur unübersichtlich, sondern auch kaum barrierefrei daher kommt. Allerdings bietet das Kampfareal weitläufige, zwar leicht überbelichtete, Abschnitte, ebenso wie Gänge und zerstörbare Objekte.

Vielleicht kann "Ruins" ja den Preis rechtfertigen. Ich will jedoch gang ehrlich sein: Nein. Okay, es ist schon cool via zufälliger Field-Order in das Biest aka den Predator verwandelt zu werden, allerdings benötigt diese Verwandlung eine ganze Menge Glück. Habt ihr es jedoch geschafft habt ihr als Predator die aus den Filmen bekannte Predator-Sicht, einen Raketenwerfer auf der Schulter und die Fähigkeit, nach dem Tod eine Explosion auszulösen. Für andere Spieler erscheint ihr zudem auch optisch als dieser bekannte Filmcharakter. Die Karte selbst bleibt aber dennoch unübersichtlich und Highlightarm. Viele Gänge durch antike Maya-Ruinen, die weder abwechslungsreich noch spannend sind und quasi keine nennenswerten Freiflächen lassen euch kaum andere Möglichkeiten als durch all die Gänge zu sprinten, ohne je zu wissen wo ihr nun genau seid.

Sicher kommt das Beste zum Schluss. Eine Map namens "Collision" bleibt immerhin noch übrig. Und diese Map stellt tatsächlich den einzigen Lichtblick des Pakets dar. Auf einem havarierten Containerschiff kämpft ihr euch durch Container, Kommandobrücken und Sperrholzplatten. Tatsächlich klingt das langweiliger als es ist. Die Map ist schnell, lässt taktisch viele Möglichkeiten und bietet sowohl für Sniper als auch Sturmsoldaten seine Spaßfaktoren. Diese Map steht qualitativ auf einem Level mit dem Call od Duty - Ghosts-Standard, ist aber auch noch keine 15 Euro wert.

Call of Duty - Ghosts bietet mit dem Devastation-DLC also bis hierhin kaum einen Mehrwert und Multiplayer-Fans werden eher enttäuscht als begeistert sein. Alles schreit also bis hierhin "Mayday" und passenderweise heißt so auch der zweite Akt des Extinction-Modus. Dieses Mal müsst ihr statt auf einer Militärbasis auf einem Schiff gegen Aliens kämpfen. Der Akt ist wie sein Vorgänger wirklich sauschwer und vielleicht auch ein bisschen unfair. Speicherpunkte sind nicht vorhanden und jeder gescheiterte Versuch bedeutet einen kompletten Neuanfang. Insgesamt dauert es bis zu zwei Stunden um das Ende zu erreichen. Wenn ihr allerdings andauernd nach einer halben Stunde oder mehr von vorne beginnen müsst, wird es sehr frustrierend und führte jedenfalls bei mir schnell zur Resignation. Ich habe das Ende also nicht gesehen, war gar kaum in der Nähe, trotz unzähliger Versuche. Noch ein Wort zur anfänglichen Cutscene: Mehr Klischees und gefühlte Drogentrips hätte man wohl kaum hineinpacken können.

Zuletzt offertiert das Devastation-DLC für Call of Duty - Ghosts noch eine neue Waffe. Diese nennt sich Ripper und ist ähnlich wie die Zusatzwaffe im Onslaught-DLC eine Kombi-Waffe. Sturm- und Maschinengewehr zusammen sind schon sehr nützlich. Auf kurze, mittlere und weite Distanz seid ihr also bestens gerüstet. Die Beliebtheit der Waffe spricht für sich, denn kaum jemand trägt im DLC-Matchmaking eine andere Waffe mit sich herum.

Fazit:

Das Devastation Add-On für Call of Duty - Ghosts kostet 15 Euro, ist jedoch kaum 5 wert. Die zusätzlichen Karten kommen bis auf "Collision" lange nicht an die Qualität der restlichen Karten heran. Der Extinction Modus macht im Koop zwar eine Menge Spaß, wer allerdings den Anspruch hat, das ganze auch durchzuspielen, wird mehr frustriert sein als begeistert. Einzig die neue Waffe stellt auf seine Weise einen Mehrwert dar, ist beiweitem aber auch nicht so wertvoll. Insgesamt ist das DLC nur für jene gemacht, die Call of Duty - Ghosts bedingungslos alles verzeiehn oder ohnehin schon das Premium-Paket besitzen.

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