Test: Creativ Soundblaster Z(Soundkarte)

  • INGAME Redaktion
    VonINGAME Redaktion
    schließen

Riesige HD-Fernseher im Wohnzimmer bzw. überdimensionierte 16:9 Bildschirme auf den Schreibtischen sind sicher keine Seltenheit mehr. Oft vernachlässigt aber mindestens genauso wichtig ist ein entsprechender fetter Sound. Falls ihr bislang noch eure On-Board-Soundkarte nutzt, dann sollte ihr nicht nur darüber nachdenken aufzurüsten, sondern es dringend tun. Einen möglichen Kandidaten schauen wir uns in diesem Test an, die Creativ Soundblaster Z.

Mehr als nur EINE Soundkarte

Creativ stellt mit der Soundblaster Z-Serie eine ganze Generation von Soundkarten vor. Als Einsteiger- und Mittelklassemodell schickt man die Soundblaster Z und Zx ins Rennen. Beide Karten sind technisch identisch und unterscheiden sich nur in Sachen Zubehör. Ein Rauschabstand von 116 dB soll mit den Karten erreicht werden können. Das entspricht dem 35,4-fachen von typischen On-Board-Soundkarten. Das Premium-Modell, die Soundblaster ZxR, bietet einen SNR-Wert von 124 dB und wurde generell etwas aufgemotzt.  Hier noch mal die Modelle samt Zubehör und Preis im Überblick:

Wir schauen uns nun aber die PCI-Express-Soundkarten Soundblaster Z und das beiliegende Array Mikrofon genauer an. Der Lieferumfang ist übersichtlich gehalten. Neben der besagten Soundkarte und dem Mic liegen eine Kurzanleitung und eine Installations-CD mit entsprechenden Treibern, Benutzerhandbuch und einem Paket an Creativ-Software bei.

Technische Details

Anschlüsse an der Rückseite

Unterstützte Lautsprecher

Die Hardware unter der Lupe

Der erste Eindruck der Karte ist sehr gut, die Plantine ist komplett geschützt und ein Sichtfenster ermöglicht den Blick auf den Soundcore 3D-Chip. Eingesteckt leuchtet die Soundkarte euren PC rot aus – wer’s braucht. Verarbeitung und Anschlüssen stimmen. Einmal eingesteckt seht ihr das gute Stück aber in der Regel erstmal nicht mehr wieder. Dafür gibt es ordentlich was auf die Ohren. Analoge Anschlüsse für Boxen vorn und hinten, Subwoofer/Center, Kopfhörer und der kombinierte Mikrofon-/Line-In-Eingang sind golden ausgeführt, was die Leiteigenschaften des Materials verbessern soll. Das hat aber den Nachteil, dass man die Stecker möglicherweise erstmal in die falschen Buchsen steckt. Das Farbleitsystem anderer Karten macht einem das Leben zumindest in diesem Moment durchaus leichter.

Der Einbau im Tower und auch die Installation auf unserem Windows 7-Rechner funktionierten problemlos. Mittels der CD wurden die Treiber im nu installiert, nach einem anstehenden Neustart rauscht der Sound auch schon aus den Boxen. Wer will, kann nun mit der beiliegenden Software nachsteuern und sogar eigene Profile erstellen. Einer der Hauptkaufgründe einer Soundblaster-Soundkarte ist aber die Raumklangsimulation, welche in Zusammenarbeit mit THX entwickelt wurde. Stereo-Headsets liefern dann so etwas wie Surround Sound und das überraschend gut. Der Vorteil für Spieler liegt darin, dass die Gegner frühzeitig gehört und geortet werden können. Natürlich ersetzt dies kein gutes 5.1-Headset, simuliert den Raumklang aber sehr gut.

Für Besitzer einer Creativ Soundblaster Recon 3D ist das alles nicht neu. So arbeitet die Recon 3D auch mit demselben Soundcore 3D-Chip. Ansonsten sind aber Unterschiede auf den Platinen festzustellen, etwa der hochwertigen Wandler und Vorverstärker. Wer den besseren Sound aber nun auch genießen möchte, braucht eben auch entsprechende Lautsprecher bzw. ein gutes Headset.

Das beiliegende Mikrofon ist klein und unauffällig. Es kann auf dem Monitor platziert werden, das macht in der Praxis je nach Lautstärke aber Probleme. Wer das Mikro nutzen will, sollte ein wenig mit der Positionierung und Softwareeinstellung spielen. Sicher nett zu haben, Aufnahmen von großartiger Qualität solltet ihr aber nicht erwarten.

Die Praxis

In der Praxis macht das Gesamtpaket wirklich Spaß. Gerade Spiele und Musik profitieren von der gebotenen Leistung von Hard- und Software. Aber auch Filme müssen nicht mehr zwangsläufig ins Wohnzimmer verbannt werden. Der höhere Dynamikumfang macht sich sofort bemerkbar, fettere Bässe aber gleichzeitig ein klares Klangbild bringt entsprechend mehr Stimmung aus den Boxen.

Offizielle Seite: de.creativ.com

Kommentare