Test: Dead Rising 3

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Den Tag hatte sich Ex-Hausmeister Nick Ramos aus "Dead Rising 3" deutlich anders vorgestellt: Nach dem Ausbruch einer Zombie-Epidemie findet er sich in einer vollkommen zerstörten Großstadt wieder und hat nur magerer fünf Tage Zeit, einen Ausweg zu finden. Schafft er das nicht, wird er – zusammen mit einer Million Zombies – von den Brandbomben des Militärs eingeäschert. Das wird eine stressige Woche!

Wo seid ihr denn alle?

Wie schon in den Vorgängerspielen, muss sich Nick mit allerlei Waffen eine Weg durch die Zombiehorde bahnen. Alles, was so herumliegt, kann dazu benutzt werden, um die Untoten ins Jenseits zu schicken: Holzknüppel, Messer, Backsteine, verschiedene Schießprügel, Heckenscheren, Rasenmäher oder Schmiedehämmer und noch Hunderte mehr. Neu sind im dritten Teil die Fahrzeuge – und es wäre kein „Dead Rising“ wenn ihr aus denen nicht – die entsprechende Blaupause vorausgesetzt – echte Killermaschinen zusammensetzen könnt.

Das gilt natürlich auch für die Waffen. Per gefundener Blaupause lässt sich einfach alles irgendwie kombinieren und es kommen die schrägsten und tödlichsten Waffen dabei heraus, die ihr euch auch nur vorstellen könnt: Flammenwerfer-Handschuhe, Motorsägen-Frisbee oder Laser-Jojos stehen in „Dead Rising 3“ auf der Tagesordnung. Und die Dinger sind auch bitternötig, denn überall stehen massenweise Zombies herum, die beim kleinsten Geräusch auf euch zustürmen. „Massenweise“ ist in diesem Fall wörtlich gemeint, denn was hier an Zombie-Action abgeht, wäre auf keiner der alten Konsolen möglich gewesen. In einer Szene zu Beginn (ihr steht auf einem Bus vor den Toren der Stadt) zählt die ingame-Redaktion satte 1287 Zombies, die gleichzeitig auf dem Bildschirm zu sehen sind.

With a little help from my friends

Neben der Hauptgeschichte, gibt es nebenbei noch so viel Zeug zu erledigen, das es manchmal schon in echten Stress ausartet. An fast jeder Ecke findet ihr Überlebende, denen ihr die untote Brut vom Hals schaffen müsst. Ab  und zu sollt ihr die Personen dann auch noch zu einen sicheren Unterschlupf bringen – was natürlich nur erfolgreich ist, wenn ihr den NPC mit einer Waffe ausstattet. Hier gilt: Je besser die Waffe, desto länger überlebt der NPC per Selbstverteidigung. Dann sollt ihr noch Bosse erledigen, seltene Statuen einsammeln und natürlich die Augen nach den teilweise sehr gut versteckten Blaupausen offen halten.

Dabei habt ihr immer eine Menge Zombies im Nacken. Gehen euch die Typen auf den Senkel, dann zögert nicht vor dem Einsatz eures Waffenarsenals . Dann tritt auch schnell der Grund zu Tage, warum das Spiel in Deutschland eine Freigabe der USK bekommen hat. Blut, Köpfe, Torsos, Blut, Arme, Blut, Beine – und schließlich noch mehr Blut. Am Ende eines Kampfes seid auch ihr von oben bis unten mit dem roten Lebenssaft bedeckt. Ein schrecklicher Anblick für verantwortungsvolle Erziehungsberechtigte, aber einem Zombie – und Horrorfilm-Fan zaubert das Gezeigte ein breites Lächeln auf das Gesicht.

Technik, die begeistert?

Nicht ganz! Da „Dead Rising 3“ eigentlich für die Xbox 360 erscheinen sollte – dies aber aufgrund der schieren Menge an Zombies schnell verworfen wurde – erkennt man hier und da noch ein paar grafische Ungereimtheiten, die den Spielspaß zwar in keiner Weise schmälern, Erbsenzählern aber genug Futter zum rumhaten geben: Ein paar ploppende Objekte hier, nachladende Texturen dort und schon ist der schöne Eindruck dahin – oder? Nicht wirklich: „Dead Rising 3“ sieht – nicht zuletzt wegen der vielen Zombies und der famos realistischen Beleuchtung einfach deutlich besser und realistischer aus, als die Vorgängerspiele der Reihe und  wir weinen dem „Comic-Look“ nicht eine einzige Träne nach.

Zusammen sind wir stark

Auch eine Erwähnung sollte der Koop-Modus finden: Ihr könnt jederzeit einen Freund zur fröhlichen Zombiejagd einladen und zusammen auf Untoten-Safari gehen. Das macht die Sache zwar deutlich leichter, aber auch deutlich weniger unheimlich und bedrohlich. Unser Tipp. Das das Spiel erst im „New Game +“ Modus so richtig aufdreht, gönnt Euch erst einen Durchgang alleine und probiert dann mit einem Kumpel den nervenzerfetzenden „Nightmare-Modus“ aus. Für die ganz harten Typen unter euch!

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