Test: Donkey Kong Country: Tropical Freeze

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Gerade sonnen sich Donkey Kong, sein Vater Cranky und die beiden Geschwister Diddy & Dixie Kong bei einem Bananenshake auf der Veranda, da werden sie unsanft aus ihren Tagträumen gerissen. Eine Horde wildgewordener Snomaden – Wikinger, aus einem fernen, eiskalten Land – überfallen die Affeninsel, und verfrachten die pelzige Familie kurzerhand ins Exil. Das lässt die Affenbande nicht auf sich sitzen und macht sich nun daran, in Donkey Kong Country: Tropical Freeze die fünf besetzten Affeninseln zurückzuerobern.

Die Speerspitze das Angriffs bildet natürlich Donkey Kong, auf Wunsch könnt ihr aber auch zu zweit loslegen. Der zweite Spieler übernimmt dann die Rolle eines Mitglieds der Affenfamilie. Aber auch im Einzelspieler-Modus von Donkey Kong Country: Tropical Freeze muss Donkey Kong nicht auf die tatkräftige Hilfe seines Anhangs verzichten: Stoßt ihr in der jeweiligen Spielwelt auf ein Fass und zerstört dieses, könnt ihr euch die Spezialfähigkeiten von Diddy (Raketenrucksack), Dixie (Helikopter-Zopf) oder Cranky (Pogo-Stick) zunutze machen.

Jeder Millimeter entscheidet

In der ersten von fünf großen und sehr abwechslungsreichen Spielwelten von Donkey Kong Country: Tropical Freeze werdet ihr noch nicht so hart rangenommen, wie im späteren Spielverlauf. Dennoch sind punktgenaue Sprünge, Rollmanöver oder Schläge auf den Boden auch hier das Mittel zum Sieg. Per Sprung auf den Kopf erledigt ihr die meisten Gegner, stachelige Gesellen werden mit einer gekonnten Rolle von der Bildfläche geputzt. In jeder Spielstufe sind zudem noch zahlreiche Geheimnisse versteckt: Es gilt eine verschiedene Anzahl gut versteckter Puzzle-Teile zu finden, geheime Bonus-Level – in denen ihr viele Bananen und somit Extraleben abstauben könnt – sind ebenfalls nicht einfach zu finden.

Dann wären da noch die Buchstaben. Schafft ihr es in jeder Spielstufe einer Welt, das Wort „KONG“ einzusammeln, öffnet sich noch ein Extra-Tempel, in dem ihr eure Geschicklichkeit unter Beweis stellen könnt – aber sagt nicht, wir hätten auch vorher nicht gewarnt – diese Tempel-Level sind dermaßen schwer, das bei ungeduldigen Naturen das ein oder andere Pad zu Bruch gehen könnte. Und die Königsdisziplin liegt darin, den verstecken Ausgang zu finden, der auch an sonst unerreichbare Teile der Spielwelt führt. Es gibt in Donkey Kong Country: Tropical Freeze also eine ganze Menge zu tun!

Ich bin  größer als Du!

Habt ihr alle Spielstufen einer Insel gemeistert, wartet am Ende natürlich noch der obligatorische Endboss auf euch: Nur mit einer guten Taktik und perfekter Hand-Augen-Koordination könnt ihr die dicken Brocken plätten und euch dann per Explosiv-Fass auf den Flug zur nächsten Insel zu machen.  A propos Explosivfässer:  Neben der Hüpferei findet ihr in den Welten auch oft Fässer, die euch per Knopfdruck auf eine andere Ebene der sonst in 2D gehaltenen Spielwelt befördern.

Es erfordert zwar abermals viel Geschick, sich von einem Fass ins nächste zu schießen, aber die gelungenen 3D-Effekte, wenn ihr es schafft die Ebene zu wechseln, sind eine echte Augenweide. Das gilt auch für die pfeilschnellen Fahrten in der Lore. Wie schon in den Vorgängerspielen, dienen diese Bergwerksfahrzeuge dazu, euch auf einer Achterbahnfahrt durch den Level zu lotsen. Doch auch bei hoher Geschwindigkeit müsst ihr sammeln, ausweichen und punktgenau springen – hier zeigt sich Donkey Kong Country: Tropical Freeze von seiner schweren Seite, aber bleibt trotzdem sehr gut und motivierend.

Ach, ist das alles hübsch hier!

Neben dem großen Abwechslungsreichtum der verschiedenen Inseln, sticht dem geneigten Zocker sofort die knallscharfe, sehr flüssige und farbenfrohe Optik von Donkey Kong Country: Tropical Freeze ins Auge. Alle Objekte sind mit hübschen und plastischen Oberflächen versehen, die Animationen euer Spielfigur und die der Gegner sind butterweich und sorgen für den ein oder anderen Schmunzler. Aber hübsch aussehen ist ja bekanntlich nur die halbe Miete und so haben die Entwickler von Retro Games es sich nicht nehmen lassen, die verschiedenen Level bis zum Rand mit originellen und teils atemberaubenden Ideen vollzustopfen.

Wenn ihr dachtet, das Super Mario 3D World schon ein Fest der Kreativität ist, dann zeigt euch Donkey Kong Country: Tropical Freeze eindrucksvoll, das es immer noch ein bisschen besser und einfallsreicher geht. Das passt perfekt zum wirklich sehr hohen Schwierigkeitsgrad. Denn immer, wenn ihr fast verzweifelt, laden euch die tollen Ideen und die knuffige Optik zum hochmotivierten Weiterspielen ein. Diesen Spagat schaffen nicht viele Spiele dieser Art und – um es gleich vorwegzunehmen – hat Donkey Kong Country: Tropical Freeze schon jetzt einen Platz im Olymp der Jump n Runs sicher.

Geld regiert die Welt

Neben Bananen, Buchstaben und Puzzleteilen seid ihr in jedem Level von Donkey Kong Country: Tropical Freeze auch auf der Jagd nach Münzen. Die Goldstücke dienen dazu, euch entsprechend vorzubereiten, wenn ihr in an einer bestimmten Stelle im Spiel einfach kein Land seht. Der Händler Funky Kong bietet euch zahlreiche Gegenstände an, die euch das Leben erleichtern: Ein grüner Ballon schützt vor dem Abstürzen in die Tiefe, Bananensaft macht euch für kurze Zeit unverwundbar und Squawks der Papagei zeigt euch durch kurzes Krähen an, das sich ein Puzzle-Teil in der Nähe befindet.

Alles nicht ganz günstig, aber sehr hilfreich. Meistens könnt ihr zwar auf die nützlichen Gegenstände von Funky Kong verzichten, aber sie erleichtern euch das Vorankommen ungemein. Bis ihr jedoch in allen fünf Welten alles gefunden habt, dürften dennoch Wochen, wenn nicht sogar Monate vergehen. Der Umfang wirkt trotzdem nicht künstlich gestreckt oder aufgebläht, alles passt hier perfekt zusammen.

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