Test: Forza Motorsport 5

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Konnten sich Käufer der Xbox 360 zum Start der Konsole über das arcadelastige Rennspiel “Project Gotham Racing 3” freuen, soll für die Xbox One eine optisch wunderschöne Rennsimulation für offene Münder und feuchte Hände sorgen. Mit „Forza Motorsport 5“ gewinnt Microsoft auf jeden Fall schon einmal den Preis für das hübscheste  und technisch sauberste Konsolenrennspiel aller Zeiten. Aber wie sieht es mit dem Rest des Spiels aus?

Immer diese Zwänge!

Bevor ihr mit eurer Karriere als virtueller Rennfahrer durchstarten dürft, müsst ihr fünf Rennen auf verschiedenen Strecken absolvieren. Dabei müsst ihr nicht unbedingt den ersten Platz belegen, auch wenn ihr als letzter durch´s Ziel geht, hat das keine Auswirkungen auf den weiteren Spielverlauf. Wie schon in den Vorgängerspielen, könnt ihr zu Beginn nur einen kleinen, etwas schwachbrüstigen Wagen auswählen.

Habt ihr die fünf Rennen hinter Euch gebracht, habt ihr schon genug Geld gesammelt, um Euch einen echten Rennboliden leisten zu können. Der macht in eurer schick präsentierten Garage auf jeden Fall eine Menge her – selbst kleinste Details sind wunderbar zu erkennen. Kantenflimmern oder verwaschene Texturen haben in „Forza Motorsport 5“ schon einmal gar keinen Platz.

Ab auf die Piste

Habt ihr für eure gewünschte Meisterschaft das passende Auto zusammengeklöppelt, findet ihr euch am Start von einer der 14 verschiedenen Rennpisten wieder. Leider wurde auf die Nordschleife dieses mal unverständlicherweise komplett verzichtet (wird mit Sicherheit als kostenpflichtiger DLC nachgereicht), dennoch finden sich unter dem Streckenangebot ein paar echte Klassiker wie Bathurst oder Sebring. Startet ihr das Rennen, werdet ihr sofort von dem sogenannten Drivatar-Feature begeistert sein, seid ihr so doch – selbst im Einzelspieler-Modus – niemals ohne eure Freunde unterwegs.

Und genau dafür sind auch die fünf „Zwangsrennen“ am Anfang des Spiels. Eure Fahrkünste werden aufgezeichnet und in der Xbox One Cloud gespeichert. Das geschieht auch mit den Profilen anderer Spieler auf eurer Freundesliste. Und das merkt ihr im Rennen sofort. Statt statischer und langweiliger KI-Scharmützel liefert ihr Euch hier „echte“ Kämpfe mit den sehr unberechenbaren und teils knallharten Drivataren eurer Freunde. Eine wirklich gute und sehr „next-gen-würdige“ Neuerung.

Alles so „tot“ hier

Klar, Wagenmodelle und Umgebungen sehen in 1080p bei konstanten 60 Bildern pro Sekunde schon mächtig beeindruckend aus. Dennoch wirkt das Ganze seltsam steril und leblos, das neue „Need for Speed“ schafft es da einen „dreckigeren“ Eindruck zu erzeugen. Die Fahrphysik von „Forza Motorsport 5“ sorgt aber wieder für eine schnelle Versöhnung. Denn wie ihr in den beiden Schultertasten – dank brandneuem Rumble-Feature – ganz genau erfühlen könnt, wann die Karre ausbricht, ist schon wirklich toll gemacht. Die richtig fetten Boliden wie Ferrari, Koenigsegg, oder Lamborghini brauchen dann schon einen sehr feinfühligen und erfahrenen Finger am Gamepad. Der Schwierigkeitsgrad ist zwar stufenlos regelbar, aber dennoch recht hoch. Anfängern  würden wir diese Rennsimulation also keinesfalls ans Herz legen.

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