Test: Monster Hunter 3 Ultimate

  • VonYannick Dohrmann
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3 Jahre ist es nun her, dass Monster Hunter Tri seinen Weg auf die Konsolen der europäischen Wii-Besitzer fand und besagtes Spiel seinen Siegeszug als einer der besten Titel für eben jene Konsole antrat. Grund genug für Capcom noch vor Release des vierten Teils das erfolgreiche Spiel mit Monster Hunter 3 Ultimate neu aufzulegen und das gleich in doppelter Hinsicht. Denn nicht nur auf Wii U, sondern auch auf dem 3DS dürfen wir nun auf die beliebte Monsterjagd gehen. Grund genug für uns einen ausführlichen Blick auf beide Ableger zu werfen. Was wir bisher vom Remake halten und ob es sich lohnt sowohl bei der Wii U als auch bei der 3DS Version zuzugreifen verraten wir euch hier.

HD oder nicht HD?

Vorneweg sei gesagt, dass wir uns bei unserem Test hauptsächlich auf die Wii U Version beziehen werden, da beide Spiele inhaltlich natürlich vollkommen gleich sind. In einem späteren Abschnitt des Tests werden wir jedoch auf die Interaktionsmöglichkeiten zwischen beiden System eingehen.

Zuerst wollen wir uns den Neuerungen widmen, die das HD Remake mit sich bringt. Vorrangig erwarteten wir als Spieler natürlich eine Grafik, die der aktuellen Technik angemessen ist, ein Punkt über den man sich hier streiten kann. Zwar wirbt das Spiel sogar damit als wohl erstes Spiel der Wii U auf nativen 1080p zu laufen, was wir auch durchaus bestätigen können, die Texturen sind aber nicht im Stande bei dieser Leistung mitzuhalten. So ist es zwar erfreulich, dass Monster Hunter 3 Ultimate ohne spürbare Ruckler über euren Bildschirm flimmert, aber die Texturen und Charaktermodelle stammen zum Großteil original aus der alten Wii-Version.

Dennoch empfinden wir den Port grafisch gelungen und definitiv besser als viele andere HD Remakes der letzten Jahre. Dazu kommt außerdem noch eine große Anzahl an neuen Gegenständen, Dekorationsobjekten, Waffen und auch einige große Monster. Auch für Veteranen der Reihe wird es also die eine oder andere Überraschung geben.

Aufgaben am Fließband

Nicht nur, dass Monster Hunter Tri auf der Wii damals äußerst beliebt war, es dürfte wohl auch eines der zeitaufwendigsten Spiele gewesen sein, zumindest für Spieler die darauf aus waren wirklich alles zu erkunden, jede Quest zu erfüllen und jedes noch so große Monster zu erlegen oder zu fangen. So bietet Monster Hunter 3 Ultimate natürlich auch wieder die bekannte Story, an der sich nichts geändert hat. Im Fischerdorf Moga beginnt ihr eure Reise als recht unbekannter Jäger und sollt das Dorf vor dem gefährlichen Lagiacrus retten.

Davor gilt es jedoch fleißig zu trainieren, Materialien zu sammeln und Quests zu erledigen um Geld zu verdienen. Den Strang der Haupthandlung treibt ihr dabei einzig und allein durch bestimmte wichtige Quests oder das Töten von für die Story relevanten Monstern, wie besagtem Lagiacrus, voran. Was ihr dazwischen tut bleibt vollkommen euch selbst überlassen.

Spieler die die Reihe nicht kennen werden sich vielleicht wundern über das fehlende Levelsystem, denn in Monster Hunter wird eure Stärke einzig und allein durch eure Rüstung und eure Waffe geprägt. Je häufiger ihr Monster tötet und je mehr Quests ihr erfüllt, umso bessere Ausrüstung könnt ihr erwerben und herstellen. Bei den Waffen sollte für jeden Spieltyp etwas dabei sein. 12 verschiedene Waffenkategorien gibt es, darunter der Klassiker mit Schild und Schwert, die Lanze, das Langschwert, der Bogen und vieles mehr. Ebenfalls beachten solltet ihr, dass eure Rüstung euch nicht nur allgemein gegen Schaden schützt, sondern auch noch individuell gut gegen die verschiedenen Elemente schützt. So mag eine Rüstung zwar stabil gegen Feuer und Blitz sein, kann aber dafür Defizite gegen Wasser aufweisen. Zwangsweise solltet ihr also unterschiedliche Ausrüstungspakete auf Lager haben um euch auf den Elementarschaden eurer Feinde einstellen zu können.

Nichts für Actionfanatiker

Damit wären wir auch beim Punkt Taktik angelangt. Wer blind in die Kämpfe mit den richtig großen Gesellen geht, der wird eines schnellen Todes sterben. Das Besondere an den Kämpfen dürfte ganz klar ihre Länge sein. Denn auch mit anständiger Ausstattung kann es gut und gern eine Stunde dauern einen solchen Kampf zu bestreiten. Beeindruckend ist bei Monster Hunter seit jeher die unglaublich große Anzahl an unterschiedlichen Monstern, die eine Vielfalt von Phasen aufweisen und auch allesamt verschiedene Schwachpunkte haben. Es gilt also den Feind genau zu studieren bevor man einfach nur wie in anderen Actionspielen drauflos kloppt. Denn die Schwachpunkte sind nicht immer grell und auffällig am Körper gekennzeichnet.

Besonders viel Spaß bekommt ihr natürlich in der Gruppe, da sich einige Monster abseits der Story alleine als fast unbesiegbar erweisen können. Mit bis zu 4 Spielern könnt ihr also eine Gruppe bilden und euch durch die Welt bewegen und im Team bestimmte Quests erledigen oder gemeinsam auf Monsterjagd gehen. Zur Interaktion miteinander stehen dazu seit Neuestem auch ein Voice-Chat und der Support von USB-Tastaturen bereit, was die Koordination deutlich vereinfacht.

Mobil und zu Hause

Kommen wir nun zu dem Zusammenspiel von 3DS und Wii U Version des Spiels. Immerhin kostet es knapp 100€ wenn ihr beide Versionen des Spiels haben wollt. Inhaltlich sind beide wie gesagt komplett identisch, wobei Monster Hunter 3 Ultimate grafisch auf dem 3DS weitaus weniger matschig aussieht als auf der Wii U. Zudem gefiel uns besonders die Idee den Spielstand zwischen beiden Konsolen hin und her kopieren zu können. So hat man zum Beispiel die Möglichkeit auch unterwegs mit dem Charakter weiterzuspielen, den man zu Hause begonnen hat. Testen konnten wir das leider noch nicht, da hierfür auf 3DS und Wii U nervigerweise separate Apps installiert werden müssen um den Transfer zu vollziehen. Diese standen zum Zeitpunkt des Tests jedoch noch nicht zur Verfügung.

Die zweite Möglichkeit des Zusammenspiels beider Versionen ermöglicht euch außerdem eine Art lokaler Mutliplayer. Ein Spieler kann an der Konsole spielen und bis zu 3 andere klinken sich über ihren 3DS in das lokale Spiel ein, vorausgesetzt sie haben ebenfalls das Spiel im Modulschacht stecken. Schön ist dabei der Support für das Circle Pad Pro bei der 3DS-Variante, welches die Steuerung besonders im Wasser definitiv erleichtert. Aber nach kurzer Eingewöhnung lässt sich das Spiel auch ohne dieses Gadget recht simpel steuern.

Der Besitz beider Versionen ist also praktisch falls ihr sowohl zu Hause als auch unterwegs zocken wollt oder öfters einen Freund zu Gast habt mit dem ihr zocken könnt. Ansonsten ist es fraglich ob man wirklich beide Versionen benötigt, da sie inhaltlich gleich sind und auch keine speziellen Features aufweisen. Was auf dem 3DS der Touchscreen ist, ist bei der Wii U Variante das Gamepad. Auf diesem finden sich zusätzliche Steuerungselemente um auf den Beutel oder andere frei belegbare Optionen zuzugreifen. Zusätzlich können auch Elemente wie die Karte oder eure Statusleiste dorthin ausgelagert werden.

Monster Hunter 3 Ulitmate Gewinnspiel Bilder

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