Test: Project X Zone

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Project X Zone ist der neueste Streich aus dem Hause Namco Bandai. Die Schöpfer der Tales of-Reihe haben sich mit ihren japanischen Entwickler-Kollegen von Sega und Capcom zusammengetan und ein neues Strategie-RPG für den Nintendo 3DS erschaffen.Dabei hat Project X Zone nicht nur einen Protagonisten, sondern mehr als 50! Denn das SRPG vereint alle namhaften Charaktere aus der Tales-Reihe, Street Fighter bis hin zu Resident Evil. Jin Kazama, Jill Valentine, Mega Man oder sogar Dante geben sich hier die Klinke in die Hand und bekämpfen gemeinsam das Böse. Kann sich Project X Zone mit dieser imposanten Besetzung gegen andere SRPG-Perlen wie Fire Emblem Awakening behaupten oder hab?

Willkommen in der X Zone

Die Geschichte von Project X Zone lässt sich kurz und knapp erzählen: Es geht um einen sogenannten „Portalstone“, welcher sich bereits Jahrhunderte in dem Besitz einer bestimmten Familie befunden hat. Böse Mächte haben den mächtigen Schatz gestohlen, weshalb die Vergangenheit, die Zukunft wie auch fremde Welten miteinander kollidieren und ein regelrechtes Chaos verursachen. Menschen und böse Kreaturen können nun durch verschiedene Dimensionen reisen, ersteres eher ungewollt als freiwillig. Die Aufgabe ist klar: Die Aufklärung des Motivs der Diebe und die Vereitelung des teuflischen Plans.

Das ist die Geschichte von Project X Zone und leider auch die größte Schwäche des SRPGs, denn sie ist eher verwirrend und gerät im Laufe des Spieles schnell in den Hintergrund. Der Grund dafür liegt an der Beteiligung der über 50 Charaktere, die nach und nach in die Geschichte einsteigen. Diese stellen sich zwar vor, sorgen jedoch mehr für Chaos, als für eine Aufklärung, was die Story von Kapitel zu Kapitel immer komplexer werden lässt. Da zeigt sich, wie schwierig es ist eine Geschichte zu erzählen, in denen Charaktere aus verschiedenen Welten, Zeiten und Genres zusammentreffen.

Doch keine Sorge, die sogenannte „Crosspedia“ sammelt für euch im Laufe des Spieles Infos über alle Charaktere, Gegner und diverse Organisationen zusammen. Hier könnt ihr nachlesen um wem es sich handelt, aus welchem Spiel er stammt und vieles mehr. Project X Zone verzichtet auf Weltkarten, Geschäfte und Zufallskämpfe. Ihr werdet stattdessen von Kapitel zu Kapitel geführt, die ineinander greifen. Ganz nach dem Schema: Neue Welt, neue Charaktere, Zwischensequenz, Kampf, nächstes Kapitel.

Geschichte ist nicht alles

Project X Zone schwächelt zwar mit seinem Plot, glänzt dafür aber bei allen anderen Elementen. Das SRPG lebt vor allem durch pure Nostalgie. Bekannte Charaktere aus 25 Jahren Videospielgeschichte treffen hier zusammen, kämpfen an vielen bekannten Orten aus den jeweiligen Spielen zusammen gegen das Böse. Vor allem die Titellieder der Charaktere lassen vergangene Kindertage wieder aufleben.

Die Stages sind in 3D und  im Stile von aktuellen Pokémon-Versionen gehalten. Protagonisten wie auch Gegner bewegen sich als Sprites auf dem Schlachtfeld und sind wirklich gut gelungen. In gewohnter SRPG-Manier werden die Kämpfe mit Zwischensequenzen untermalt, in denen sich die Charaktere durch schöne Portraits unterhalten, überwiegend mit Sprachausgabe und das sogar auf Japanisch! Die Untertitel sind nur auf Englisch, was einigen vielleicht sauer aufstoßen lassen wird. Der 3D-Effekt des 3DS ist ebenfalls sehr gut gelungen. Doch kommen wir nun endlich zum Kampfsystem von Project X Zone.

Lasst die Fetzen fliegen!

Das Kampfsystem in Project X Zone ist sehr simpel gehalten. Ihr bewegt euch auf dem Schlachtfeld in gewohnter SRPG-Manier in einem Raster. Die jeweiligen Einheiten eurer Truppe bestehen immer aus einem Paar, das gegen einen Gegner antritt. Trefft ihr auf einen Widersacher erscheint der Kampfbildschirm, in denen ihr mit verschieden Tastencombos, bestehend aus Richtungstaste und A-Button, imposante Moves auslöst. Diese lassen sich auf dem unteren Bildschirm eures 3DS wiederfinden, falls ihr die Tasten-Combo mal vergessen solltet. Selbstverständlich bedienen sich die Charaktere ihren gewohnten Stärken: Jill Valentine nutzt die Macht ihrer Pistolen und Chun-Li verpasst den Gegner eins mit ihren legendären Kicks.

Ihr habt pro Begegnung mit einem Gegner eine bestimmte Anzahl an sogenannten „Actionpoints“, die euch jeweils eine Attacke erlauben. Oft geschieht es, dass ein dritter im Bunde ist. Dieser kann euch per Knopfdruck mit Spezialattacken im Kampf beistehen, was keinen Actionpoint verbraucht. Doch es geht noch mehr. Befindet ihr euch in der Nähe einer anderen Einheit, kann auch diese ins Gefecht dazu gerufen werden, was am Ende fünf Kämpfer auf den Bildschirm zaubert. Während einer Auseinandersetzung sammelt ihr XP-Punkte, die ihr für Spezialattacken im nutzen könnt. Auf dem Feld ermöglichen sie euch die Nutzung von Fähigkeiten, wie beispielsweise die ganze Truppe zu heilen.

Am Ende jedes Kampfes erhaltet ihr natürlich Erfahrungspunkte, die wie gewohnt eure Stats aufbessern. Die Kämpfe in Project X Zone sind actionlastig und erfordern für eine Hohe XP-Punktzahl ein gutes Timing. Denn je länger ihr euren Gegner in der Luft halten könnt, umso größer fällt die Belohnung an Punkten aus. Die Präsentation der Auseinandersetzungen ist dabei sehr gut gelungen. Die jeweiligen Runden sind zwar kurz, lassen aber euren Bildschirm regelrecht explodieren. Ein Feuerwerk an wundervoll animierten Sprites lassen die Hitpoints nur so auf euch niederprasseln. Es macht einfach Spaß den Kämpfen zuzusehen, vor allem dank der bekannten Charaktere.

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