Test: Rabbids Land

  • VonYannick Dohrmann
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Nachdem das mit Spannung erwartete Rayman Legends es leider doch nicht pünktlich zum Start der Wii U auf den Markt geschafft hat, müssen nun seine Vertreter in Form der chaotischen und nach der Weltherrschaft strebenden Hasen herhalten. Was dabei in ihrem Debüt für Nintendos neue Konsole schief läuft und was im Gegenzug dazu richtig gelungen ist, verraten wir euch in unserem Test.

Rabbids in der Freizeit

Auch den verrückten Hasen steht des Öfteren der Sinn nach Spaß. Was sich dort natürlich anbietet ist ein Besuch im Vergnügungspark, in denen die etwas zu kurz geratenen Gesellen jedoch keinen Einlass finden. Kurzerhand wird also der gesamte Park von einem Raumschiff verschleppt und von nun an steppt hier der Bär … beziehungsweise der Hase. Und auch wenn eine Minispielsammlung wie diese sicherlich nicht den Fokus auf eine interessante Geschichte setzt, so macht es sich Ubisoft mit Rabbids Land doch etwas zu einfach. Selbst die Vorgänger boten da noch deutlich mehr Inhalt.

Das trifft leider auch auf den Rest des Spiels zu. 30 Minispiele lassen sich, sofern im Wettbewerbsmodus bereits freigeschaltet, nach Herzenslust zocken, zumindest nach Angabe des Entwicklers. Viele der durchaus lustigen Minispiele sind jedoch dreifach oder gar vierfach vertreten, nur mit unterschiedlichem Levelaufbau. Zieht man jene ab, kommen wir ganz schnell auf nur knapp 20 Winz-Spielchen. Im Einzelspieler ist die einzige zusätzliche Motivation, die Möglichkeit, in jedem der Spiele je drei Münzen einzusammeln, mit denen ihr, ebenso wie mit anderen Glanzleistungen, Videosequenzen mit den Hasen freischaltet. Einige dieser sind wie eh und je lustig anzuschauen, die Münzjagd gestaltet sich aber wenig herausfordernd.

Langzeitspaß mit mehreren Spielern?

Immerhin einige seiner Schwächen aus dem Einzelspieler kann Rabbids Land in der Runde mit ein paar Freunden wieder ausgleichen. Durch die echten Mitspieler werden die Minispiele nicht nur deutlich anspruchsvoller, sondern wir lernen mit dem Einsatz der alten Wii-Remote auch die andere Seite der Spiele kennen. Alleine könnt ihr das Spiel lediglich mit dem Gamepad und dessen Touchscreen bedienen, im Multiplayer hingegen darf jeder Mal mit der WiiMote ran und von der anderen Perspektive am heimischen Fernseher profitieren. Auch wenn so immer lediglich 2 von bis zu 4 Freunden spielen können, ist der Unterhaltungsfaktor viel höher als alleine.

Zwar finden wir stellenweise wirklich gute Ansätze und Ideen für die Nutzung des Gamepads, aber eine Ideenvielfalt wie Nintendo Land (ingame-Test: 6.5) entwickelt Rabbids Land trotzdem nicht. Es ist schön, dass wir alleine auch mit Verzicht auf die Glotze mit dem Gamepad spielen können, allerdings hätten wir uns gewünscht, auch im Einzelspieler-Modus selbst die Wii-Remote einsetzen zu können. Ohne anwesende Freunde offenbart sich euch also nur das halbe Potential der Spielesammlung.

Halbgare Spielerei

Anders lassen sich die meisten Minispiele leider nicht beschreiben, die den Großteil von Rabbids Land ausmachen. Dazu kommen neben hübsch anzusehenden Videos noch ein paar Glücksspiele im Wettbewerbsmodus, um wenigstens ein bisschen Abwechslung in die an Mario Party einnernden Partien zu bringen. Wer eine bessere Nutzung des Gamepads erleben will, greift zu Nintendo Land (ingame-Test: 6.5) und bekommt selbst dort noch mehr Möglichkeiten außerhalb der Minispiele geboten.

Das technische Grundgerüst ist solide, auch wenn vieles noch sehr nach alten Wii-Zeiten aussieht. Da können wir uns bei Rayman Legends auf deutlich mehr gefasst machen. Erwähnenswert wäre außerdem der recht stimmige Soundtrack, der in einigen Minispielen durch aus den Charts bekannte Lizenzmusik ergänzt wird. Um die Stücke aber frei anzuhören, geschweige denn das letzte der 30 Minispiele zu spielen, zwingt euch Rabbids Land ein Uplay-Konto zu erstellen oder zu verknüpfen. Deutsch lokalisiert wurden zudem leider nur die nötigsten Inhalte, wie Bildschirmtexte und Co. Die Videos sind wiederrum durchweg mit englischem Text und Ton versehen.

Offizielle Seite: Ubisoft.com

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