Test: Ryse - Son of Rome

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Marius ist nicht nur Protagonist in "Ryse - Son of Rome", sondern seit der Ermordung seiner Familie auch ein treuer Diener Roms. Er kämpft an allen Fronten wie ein Berserker für die Verbreitung des römischen Gedanken und stemmt sich mit aller Macht gegen die anstürmenden, englischen Barbaren aus dem Nordland. Sein Schicksal ist eng mit dem des Imperators Nero verknüpft – wie eng, erfahrt ihr in der ca. 6-7 stündigen Kampagne des kampfstarken Centurio.

Alles so geil hier?!

Schon zu Beginn der Kampagne von "Ryse - Son of Rome" ist für jeden Zocker sofort ersichtlich, dass es sich hier im ein Spiel der neuen Konsolengeneration handeln muss. Die Jungs von Crytek waren ja schon immer bekannt dafür, wunderschöne und glaubhafte Optik auf den Bildschirm zu zaubern – bei "Ryse - Son of Rome" haben sich sich damit noch einmal selbst übertroffen. Saftige Wälder, dunkle Höhlen und glitzernde Wasserfälle sorgen für heruntergeklappte Kinnladen.

Der Spielablauf gestaltet sich dabei leider weniger spektakulär: Ihr kämpft Euch durch hunderte von Barbaren und Nordmännern, die sich teilweise verdammt ähnlich sehen. So kommt es oft vor, das ihr Euch bei einer der brachialen Hinrichtungen (bei denen man das Gesicht des Gegners aus nächster Nähe sieht) fragt: „Ey, Alter!? Dich hab ich doch heute schon 50 mal gekillt!?“ Das Kampfsystem selbst ist recht schick und gewitzt: Ihr schlagt und blockt und mit gutem Timing bringt ihr den Angreifer aus dem Gleichgewicht. Dann erscheint ein Totenkopfsymbol über ihm. Das zeigt an, das der Bursche jetzt reif für eine der über 15 verschiedenen Hinrichtungen ist: Der Gegner leuchtet nun abwechselnd in den Farben der X oder Y-Taste, die ihr entsprechend rechtzeitig drücken müsst, schafft ihr das, wird es extrem blutig: Dann fliegen Arme und Beine, Kehlen werden durchschnitten oder das Schwert wird gleich ganz in die Wirbelsäule des Nordmannes gerammt. Harter Tobak! Für Zartbesaitete ist "Ryse - Son of Rome" auf keinen Fall eine Empfehlung!

Römer sind besser

Für erfolgreiche Hinrichtungen winken euch zahlreiche Erfahrungspunkte, die ihr dann auf verschiedene Attribute von Marius verteilen könnt. Mehr Kampfkraft, mehr Slots für Speere oder eben neue, fiese Hinrichtungsarten. So werdet ihr nach und nach zu einer echten Kampfmaschine und könnt es auch mit den Endbossen aufnehmen, die euch im Kampf alles abverlangen und für die immer eine neue Strategie angewendet werden muss, um sie zu Fall zu bringen.

Okay, also haben wir eine unglaubliche Optik samt krachenden Partikel – und Bluteffekten, einen eher drögen Spielverlauf und harte Kost bei den Hinrichtungen. Was bleibt noch? Wir sagen es euch: Eine wirklich tolle, glaubwürdige und packende Geschichte, die die Verhältnisse im alten Rom fast perfekte darstellt. Fiese Imperatoren, abtrünnige Ratsmitglieder, verführerische Frauen und mittendrin Marius, der seinen Frieden finden will. Da zieht euch dermaßen rein, das es von der Ingame-Redaktion die klare Empfehlung gibt, danach gleich noch einem „Gladiator“ in den DVD-Player zu schmeißen, um das Tagesgeschehen perfekt abzurunden.

Einer gegen alle

Auch ein Mehrspieler-Modus ist vorhanden, kann aber optisch und inhaltlich nicht mit dem Modus für einzelne Spieler mithalten. Alleine oder im Koop-Modus könnt ihr hier als Gladiator verschiedene Szenarien absolvieren und am Ende hoffentlich einen Sieg feiern. Das hört sich einfacher an, als es ist. Die Arenen sind vollgestopft mit guten Kämpfern, Pfeilschützen und Speerwerfern.

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