Test: Silent Hill Downpour

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Passend zur Silent Hill HD Collection (hier geht's zum Review) versucht Publisher Konami mit dem mittlerweile achten Teil der Sient-Hill-Reihe wieder auf sich aufmerksam zu machen. Ob ihnen das mit Silent Hill: Downpour gelungen ist, erfahrt ihr in unserem Review.

Wie alles begann...

Murphy Pendleton sollte eigentlich nur zusammen mit Häftlingen in den Wayside-Maximum-Security-Knast versetzt werden. Allerdings scheitert dieser Transport kläglich, als der Fahrer das Schild mit der Aufschrift "Silent Hill" überfährt. Das heißt für euren Protagonisten nichts Gutes, denn der Fahrer verliert auf einmal die Kontrolle über sein Gefährt und stürzt mit lautem Getöse und vielen Überschlägen den Hang hinunter. Zufälligerweise überleben wir das Spektakel als einziger und sind wie durch ein Wunder auch noch unsere Handschellen losgeworden. Was macht man nun, wenn man sich alleine an einem fremden Ort und dazu noch mitten in der Pampa befindet? Richtig! Man versucht irgendwie an einen Ort zu gelangen, der weniger furchteinflössend wirkt. Allerdings ist das gar nicht so einfach, denn erstens klaffen tiefe Löcher rund um die Straßen in Silent Hill auf und zweitens ist es manchmal ziemlich knifflig aus der jeweiligen Situation einen Weg zu finden. Fans der Survival-Horror-Reihe können ein Lied davon singen.

Der Weg durch Silent Hill

Auf eurem Weg durch diesen mysteriösen Ort begegnen euch einige Leute, die anscheinend alle nur in Pendleton's Psyche entstehen und so trifft er auch einen Postboten, der euch an den Schauspieler Morgan Freeman erinnern dürfte. Wenn ihr die Charaktere trefft, erzählen sie euch etwas über Silent Hill und mit der Zeit erfahrt ihr immer mehr über die Stadt, aber auch über euch selbst. Denn in einigen Sequenzen verliert euer Protagonist die Wahrnehmung zwischen Fiktion und Wirklichkeit und ihr taucht damit in die teils grausame aber auch gut gestaltete "Welt der Alpträume" ein. Dabei wirkt der großartig komponierte Soundtrack von Daniel Licht auf euch ein und es kommt das typische Angstgefühl auf, das euch hinter jeder Ecke eine neue schreckliche Gefahr erwarten lässt. Desweiteren gibt es bei der Begegnung mit einigen Bewohnern eine Entscheidungsmöglichkeit, die sich zum Teil auch auf die Handlung auswirken kann. Zum Beispiel habt ihr die Möglichkeit kurz nach eurem Busunglück eine Polizistin zu retten, oder sie einfach den Hang hinunterfallen zu lassen. Bei dieser Szene läuft zwar beides auf dasselbe hinaus, aber gibt euch dennoch das Gefühl, mehr in das Spiel involviert zu sein und Einwirkung auf die Story zu nehmen.

Auf euren langen Reisen begegnen euch aber auch einige Monstrositäten, von denen es allerdings nur fünf verschiedene "Arten" gibt. Jedoch kommen diese nicht an die Vorgänger aus den früheren Teilen heran. Genauso wie euer Charakter, der ein bisschen an Alan Wake erinnert. Falls ihr einmal vergessen solltet, euer Medkit zu benutzen, um euch zu heilen, und ihr getötet werdet, ist das sehr ärgerlich. Denn die Checkpoints in Silent Hill: Downpour liegen weit voneinander entfernt, sodass ihr beim Tod schon das ein oder andere mal Nahe der Verzweiflung seid, da es viel Zeit in Anspruch nimmt wieder an die Stelle zu kommen, an der ihr gestorben seid.

Alles bleibt beim Alten

Zwar sind die Umgebungen und die Charaktere recht schön gestaltet, nur sind arg verwaschene Texturen bei weitem nicht sehr zeitgemäß. Einige Details, die erst sehr spät nachladen, verbessern hier nicht unbedingt das erhaltene Bild. Das Kampfsystem beschränkt sich auf das Schlagen und Blocken. Dieses System ist wirklich gut und nicht kompliziert, dennoch ist es ziemlich schwer gegen mehrere Gegner zu kämpfen, da man nicht genau zielen kann. Hin und wieder findet ihr zwischen den unzähligen Schlagwaffen auch mal eine Pistole und dazugehörige Munition. Diese ist jedoch rar gesät und erfordert so taktisches Denken von euch, um keine Kugeln zu verschenken. Ein absolutes "no go" heutzutage sind jedoch ruckelnde Spielsequenzen. Hier hat man bei der Entwicklung eindeutig geschlafen, denn der Survival-Horror hat ordentliche Ruckler. Das stört vor allem bei Kämpfen gegen eure Gegner.

Aber was wäre Silent Hill ohne seine Rätsel? Die Schwierigkeit dieser Geduldsspiele, die euch zwischendurch den Kopf zerbrechen, könnt ihr vor dem Spielstart verändern. Es gibt drei verschiedene Stufen. Nämlich Leicht, Mittel und Schwer. Letzteres ist für die Veteranen unter euch geeignet. Aber wer nicht so gut im Lösen von Rätseln ist, dafür sich aber im Zweikampf mit etwaigen Monstern gut versteht, der kann die Rätselschwierigkeit auf Leicht stellen, dafür aber die Spielschwierigkeit hochstellen. So kann jeder Spieler das Spiel individuell an sein Können anpassen.

Das Ende..ähm..die Enden?!

Natürlich verraten wir euch nicht, wie das Spiel ausgehen wird, weil das auch ziemlich schwierig ist. Denn Silent Hill: Downpour wartet mit insgesamt fünf verschiedene Enden auf. Diese Schlusssequenzen werden durch eure Aktionen im Spielverlauf beeinflusst. Hier ein kleiner Tipp: Monster töten bringt euch "Minuspunkte", aber macht ihr sie nur kampfunfähig, dann bekommt ihr Pluspunkte. Genauso sieht das bei euren Entscheidungen aus. Verweigert ihr z.B. die Hilfe, um die Polizistin zu retten, dann bekommt ihr auch Minuspunkte. Die Gesamtzahl wirkt sich dann am Ende auf den Schluss aus.

Hier noch ein kleines Gameplay-Video zu Silent Hill: Downpour

[youtube NmSoMAdEqhA]

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