Test: New Super Mario Bros. U

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Eine neue Nintendo Konsole funktioniert einfach nicht ohne Super-Ikone Mario. Dass es ausgerechnet ein Ableger der „New Super Mario Bros.“-Reihe ist, der uns den Kauf der Wii U erleichtern soll, überrascht dann aber doch. Schließlich sind die Auskopplungen eher für seichte Multiplayerkost und nicht für ausgeklügeltes Jump’n’Run-Gameplay bekannt. Ob wir mit bis zu fünf Spielern trotzdem unseren Spaß mit New Super Mario Bros. U haben?

Aus alt mach „U“

Das kennen Fans der roten Mütze schon zur Genüge: Marios Angebetete, Prinzessin Peach, wird von Erzfeind Bowser entführt. Dieses Mal stibitzt der fiese Kröterich die blonde Schönheit allerdings nicht, sondern schmeißt stattdessen lieber unser Heldengespann aus dem Schloss. Folgerichtig ist es jetzt unsere Aufgabe, wieder zu Marios Schwarm zurückzukehren und für Ordnung zu sorgen. Schade dass abgesehen vom Handlungsrahmen auch das eigentliche Spiel wenig neu wirkt. Die Präsentation ist zwar knackscharf und plastisch und weiß sich durch hübsche Animationen und Beleuchtungs-Effekte in Szene zu setzen, reizt allerdings die leistungsstarke Hardware mit seiner kunterbunten Bonbonoptik kaum aus. Schade eigentlich, denn unter der etwas nüchternen Präsentation steckt ein gelungenes 2D-Jump’n’Run.

Das Spielprinzip ist dabei natürlich ebenfalls altbekannt: Von links nach rechts bahnen wir uns hüpfend unseren Weg durch Wald-, Wüsten- und Vulkan-Landschaften und besiegen Goombas, Koopas und Lakitus per Satz auf deren Denkmurmel. Typisch für die „New Super Mario Bros.“-Reihe sind wir dabei nicht auf uns allein gestellt. In der Ausführung für die Wii U können wir dank Gamepad mit bis zu fünf Spielern gleichzeitig an den Start gehen. Da wir uns bei unseren akrobatischen Sprungeinlagen des Öfteren selber im Weg stehen, kommt es dabei schnell zu witzigen Zwistigkeiten und ehrgeizigen Alleingängen.

Das Wii U Gamepad dient dabei entweder als zweiter Bildschirm für einen Spieler, so dass wir auch dann weiterspielen können, wenn der Fernseher anderweitig genutzt wird, oder ein Spieler übernimmt den Part des sogenannten „Boost-Modus“. Dabei dürfen dann per Touchscreen Hilfsplattformen für die anderen Spieler platziert werden, um so einfacher an abgelegene Plattformen zu gelangen oder sie vor einem sicheren Absturz zu bewahren. Wenn diese Plattformen genutzt werden, lädt sich eure Sternenenergie auf, die euch, wenn vollständig aufgeladen, dazu bemächtigt, Gegner per Antippen aus dem Weg zu räumen. Anderweitig habt ihr ansonsten die Möglichkeit, die Gegner zu verlangsamen und unterstützend zu Werke zu gehen.

Kniffeliges Chaos

Durch den zusätzlichen Spieler am Gamepad nimmt das vorherrschende Gewusel Überhand. Mit wenig Koordinationsgabe drückt man sich zumeist nur selber in den Abgrund, während der fünfte Mann am Gamepad mit seinen Plattform-Barrikaden sicherstellt, dass wir aus selbigem auch kein Entkommen mehr finden. Schaffen wir es dennoch, uns auf das eigentliche Level und nicht das Ableben der Mitspieler zu konzentrieren, entfaltet das herausfordernde Spieldesign schnell sein ganzes Potential. Mit ein wenig Übung bugsieren wir unseren beleibten Klempner im Rekordtempo durch die liebevollen Level, in denen einfach alles am richtigen Platz zu sein scheint.

Neu zur bekannten Mario-Bros.-Rezeptur ist das Flughörnchenkostüm dazugekommen, mit dem wir uns mit Leichtigkeit in die Luft schwingen und durch die Areale gleiten können. Außerdem machen wir Bekanntschaft mit drei neuen Yoshi-Babys, die auf der Oberwelt eingesammelt werden und uns danach in einigen Levels zur Seite stehen. Mit ihnen können wir in der Luft fliegen, Luftblasen verschießen oder uns Licht im Dunkeln verschaffen. Abseits des normalen Spielmodus dürfen wir uns auch noch an Herausforderungen versuchen. So dürfen wir in den bekannten Spielwelten Speedruns absolvieren, möglichst viele Münzen sammeln oder uns im Boost-Modus mit einem Mitspieler am akkuraten Platzieren von Plattformen probieren. Des Weiteren dürfen wir uns in der „Münzenjagd“ mit mehreren Spielern einen Wettstreit um den größten Goldsack liefern oder im „Schnellspiel“, wie der Name schon sagt, eine flinke Partie in zusammengewürfelten Levels bestreiten.

ingame.de: Unser Wii U Special Offizielle Seite: Nintendo.de

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