Test: Wipeout 2048

  • Marco Kruse
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Nach unser kurzen Anspielsession zu Wipeout 2048, konnten wir uns nun in die finale Version der futuristischen Gleiter setzten. Ob wir immer noch unter einem Adrenalinshock stehen, erfahrt ihr in unserem Review.

Die beliebte Rennspielserie Wipeout aus dem Hause Sony darf natürlich nicht zum Start einer neuen Hardware wie der PlayStation Vita fehlen. Hierbei spielt der neueste Teil der Reihe zeitlich gesehen vor dem Ersten. Das Ganze gliedert sich dabei in die Solokampange, in der man in den verschiedenen Modi antreten muss. Hierbei gilt es klassiche Rennen, Kampfrennen, Zeitattacken oder Zonenrennen zu meistern. Bei den jeweiligen Spieltypen gibt es unterschiedliche Aufgaben zu bewältigen, wie das Rennen auf einer bestimmten Postion abzuschließen oder möglichst lange Zeit keinen Totalschaden zu erleiden. Die Aufgaben gliedern sich dabei in "Normal" und "Elite". Je besser man sich schlägt, umso höher steigt der eigne Fahrer-Rang. Zusätzlich werden dann immer neue Gleiter verfügbar. Obendrauf lassen sich weitere Meisterschaften und Bonusrennen mit wachsendem Erfolg freischalten. Das Ganze besitzt dabei einen recht knackig ansteigenden Schwierigkeitsgrad, bei dem vor allem Anfänger einige Haaren lassen dürften. Doch keine Sorge, mit ein bisschen Fahrpraxis sind alle Rennen durchaus zu schaffen.

Wenn einem die Lust nach einen Scharmützel gegen echte Gegner steht, ist dies auch gar kein Problem. Denn Wipeout 2048 besitzt einen guten Online-Modus. Hier kann man sich nicht für eine spezielle Veranstaltung entscheiden, sondern wählt optionale Ziele, die im Rennen erreicht werden wollen. Hierbei sammelt ihr Erfahrung für das Fahrerlevel und schaltet dadurch neue Fahrzeuge frei. Die maximale Anzahl von Spielern in einem Rennen liegt dabei bei acht. Wer auf dem Podium landet darf der gesamten Mitspielerschaft ein kleines Siegerbild von sich präsentieren. Aber auch per Ad-hoc-Modus dürfen sich wilde Gefechte geliefert werden. Diese Unterwegsrennen machen jedoch erst mit mehr als 2 Spielern so richtig Spaß. Der wohl spannendste Part ist die mitgelieferte Cross-Plattform-Funktion des Spiels. Hier kann man gegen einen Freund an der heimischen PlayStation 3 antreten und ihm zeigen, wer der bessere Zunkufts-Vettel ist.

Neben der Streckenauswahl, kann vor allem die Anzahl der verschiedenen Gleiter überzeugen. Diese unterscheiden sich deutlich in ihren Eigenschaften und der damit verbundenden Bedienbarkeit. Somit eignen sich Fahrzeuge aus der Jägerklasse eher für Punkterennen, weil sie deutlich bessere Waffen während des Rennens aufnehmen können. Flitzer aus der Tempo-Klasse eigenen sich hingegen eher für Zeitrennen, da man mit ihnen deutlich schneller unterwegs ist. Somit macht es an manchen Stellen durchaus Sinn sich für einen Fahrzeugwechsel zu entscheiden.

Auch bei der Steuerung zeigt sich ein positives Bild. Hier haben auch Gameplay-Elemente wie Turborollen mit anschließenden Boost ihren Einzug erhalten. Dank der vielfältigen Hardware-Gimmicks der PlayStation Vita, könnt ihr zwischen der klassischen Steuerung mit den Analog-Sticks und Schultertasten oder der "Neigen- & Berühren"-Steuerung wählen. Hierbei wird zum Lenken die PS Vita geneigt, zum Beschleunigen das rückseitige Touchpad dauerhaft berührt und zum Abfeuern der Waffen aufs Touchpad gedrückt. Das Ganze funktioniert recht gut, wirkliche Präzision sieht anders aus.

In Sachen Präsentation hat Wipeout einen Ruf zu verlieren, dem der Handheldableger aber erfreulicherweise mehr als gerecht wird. Denn Wipeout 2048 sieht auf der Vita toll aus. Besonders die Fahrzeugmodelle besitzen sehr aufwendige Texturen, die zu jeder Zeit gestochen scharf sind. Zudem rast ihr durch aufwändig modellierte Strecken mit jeder Menge Details, die man bei der gebotenen Geschwindigkeit beim ersten Durchlauf gar nicht wahrnehmen kann. Ihr werdet teils in luftige Höhen neben Wolkenkratzer entführt und dann gleich wieder in enge und verschaltete U-Bahn-Tunnel geworfen. Diese Reizüberflutung kann zuweilen recht chaotisch und unübersichtlich werden, legt sich jedoch nach wiederholten Besuchen der Strecken schnell. Besonders toll sehen die bekannten Zonenrennen auf dem Display der PlayStation Vita aus. Hier könnte man fast in einem Rausch aus Farben versinken. Dabei leistet sich das Spiel zu keiner Zeit merkliche Framerate-Einbrüche welche den Spielfluss stören könnten. Das Ganze hat jedoch seinen Preis und dieser nennt sich Ladezeiten. Selbst nach dem schon vorhandenen Update sind diese über 20 Sekunden lanmg. Dies hemmt den Spielfluss und Spielspaß leider recht deutlich.

Der rasante Ritt auf der Strecke wird dann von einem serientypischen Elektrosund untermalt. Hierbei handelt sich nicht um irgendeinen Sound. Nein, unter den Künstlern finden sich wahre Größen wie Kraftwerk, deadmau5 oder neu mit an Bord The Prodigy. Diese passen perfekt zum futurischen Look des Spiels und runden das Gesamtbild damit harmonisch ab. Kleine Aussetzer leisten sich hier nur die vorhanden deutschen Sprecher, die zum Glück nur selten ihren Einsatz finden.

Für weitere Infos und Diskussionen sei euch unser Playstation Vita Forum ans Herz gelegt.

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