Twitch: Streaming-Dienst verkauft bald Spiele

  • Christian Böttcher
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Die Amazonisierung ist im vollen Gange – und wir reden nicht von Hochwasser in Südamerika. Das Streaming-Portal Twitch, vor mehr als zwei Jahren aufgekauft vom Global Player Amazon, kündigt nach Twitch Prime, dem Hybriden zwischen monatlichem Abonement und Gaming-Traum nun an, in Zukunft selbst Spiele zu vertreiben. Entwicklern soll die Möglichkeit geboten werden, ihr Spiele nicht nur über Twitch zu zeigen, sondern auch anzubieten.

Der Subscription-Button bekommt einen großen Bruder

Gestern ließ Twitch über Twitter offiziell verlauten, dass das Portal für Live-Streaming und Videos nunmehr nicht nur die Nummer Eins in diesen zwei Kategorien anstrebe, sondern auch auf dem Retail-Markt mitmischen möchte. Broadcaster können sich freuen, denn Partner-Streamer von Twitch sollen 5% der Einnahmen aus den Spiele-Verkäufen erhalten.

Twitch has always been the best place to watch, share, and play games. Soon, it will be the best place to buy games! https://t.co/UOfAqGnz1d pic.twitter.com/8JWzVGxHP2 — Twitch (@Twitch) 27. Februar 2017

Entwickler hingegen sollen die Möglichkeit erhalten, ihre Titel mit besonderen Angeboten an den Twitch-Zuschauer zu bringen. Exklusive Emotes, Bits oder Chat Badges könnten den Spielekauf direkt auf Twitch in Zukunft attraktiv machen.

Videospiel-Größen wie Ubisoft, Telltale Games, tinyBuild, Paradox Interactive oder Digital Extremes haben sich bereits für den Dienst angemeldet und werden in Kürze damit beginnen, ihre Blockbuster-Titel über das Streaming-Portal zu vertreiben.

Ob das Amazon-Findelkind mit dem neuen System Erfolg haben wird oder sogar dem Platzhirsch Steam den Rang ablaufen kann, wagen wir zu bezweifeln. Mit Twitch Prime haben die Köpfe hinter dem Portal jedoch bereits in der jüngsten Vergangenheit bewiesen, dass Streaming und Verkauf sich nicht gegenseitig ausschließen.

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