Interne Probleme

Ubisoft: Firmen-Boss zu Missbrauchs-Skandalen – Mit Geld entschuldigen?

  • INGAME Redaktion
    vonINGAME Redaktion
    schließen

Ubisoft sah sich vor einigen Wochen mit Missbrauchsvorwürfen konfrontiert. Viele Mitarbeiter verlangten eine Stellungnahme vom Unternehmen. Nun spricht der CEO in einem Video.

  • Ubisoft war wegen Missbrauchs-Skandal negativ aufgefallen.
  • CEO Yves Guillemot meldete sich nun mit einem Video zum Vorfall
  • Ubisoft gibt Geld für Spendenprojekt und Verbesserung der Arbeitsbedingungen aus

Montreuil, Frankreich – Nach den bekanntgewordenen Missbrauchs-Skandalen bei Ubisoft wurde lange um das Thema geschwiegen. Jetzt meldete sich CEO Yves Guillemot per Video zu Wort und entschuldigte sich bei den Opfern der internen Probleme. Um das Problem nun zu lösen, dreht er den Geldhahn auf. Das Geld geht an ein Spendenprojekt und soll dabei helfen, dass ein derartiger Skandal bei Ubisoft in Zukunft nicht wieder vorkommt.

SpieleentwicklerUbisoft
Umsatz1,732 Milliarden EUR (2018)
ZentraleMontreuil, Frankreich
CEOYves Guillemot (2000-)
Tochterunternehmen\tUbisoft Montreal, Massive Entertainment und mehr
GründerYves Guillemot, Michel Guillemot, Christian Guillemot, Gerard Guillemot, Claude Guillemot

Ubisoft: Das sagte Yves Guillemot im Video zum Missbrauch-Skandal

Was war vorgefallen? Chefentwickler Serge Hascoët soll unangebrachte Witze über Frauen gebracht haben in einer Menge von Männern, die sich um ihn versammelt haben. Generell galt er als unantastbar in der Firma Ubisoft und konnte scheinbar tun und lassen, was er will. So soll er in Assassin's Creed Odyssey die Einführung einer alleinigen weiblichen Hauptfigur verhindert haben, da er der Meinung gewesen sei, weibliche, starke Protagonisten würden sich nicht verkaufen. Frauen soll er aktiv in ihren Aufstiegschancen behindert haben. Mittlerweile ist der als Freund von CEO Yves Guillemot bekannte Entwickler nicht mehr bei Ubisoft angestellt.

Die Vorwürfe waren schon im Juli immer mal wieder Thema. Bislang gab es noch keine öffentliche Stellungnahme des Unternehmens mit Sitz in Montreuil, Frankreich. CEO Yves Guillemot äußerte sich lediglich beim jährlichen Umsatzreport am 22. Juli mit den Worten, dass „bestimmte Personen das Vertrauen, welches er in sie gesetzt hätte, missbraucht“ hätten. Nun meldete sich der Ubisoft CEO persönlich per Video und entschuldigte sich öffentlich für den Vorfall. Zudem sprach Yves Guillemot über weitere Maßnahmen und finanzielle Unterstützung für die Problemzonen.

Ubisoft: Entschuldigung nach Missbrauchs-Skandal – CEO lässt Geld sprechen

Am Anfang des 4 Minuten langen Video entschuldigte sich Yves Guillemot für die interne Probleme, die an die Oberfläche gedrungen waren. Einige Mitarbeiter sollen die Werte des Unternehmens Ubisoft nicht wertgeschätzt haben. Zudem haben die interne Abläufe in der Firma die Opfer des Missbrauchs nicht schützen können. Yves Guillemot möchte deswegen die Diversität und Inklusion insgesamt bei Ubisoft verbessern. Bereits zuvor stand Konkurrent Blizzard aufgrund schlechter Arbeitsbedinungen und Ausbeutung der Mitarbeiter in der Kritik.

Ubisoft: Nach Missbrauchs-Skandal – So lässt Yves Guillemot das Geld sprechen

Um die angesprochenen Maßnahmen zu erreichen, investiert das Unternehmen aus Montreuil eine Million US-Dollar über fünf Jahre. Dies soll mehr Möglichkeiten für unterrepräsentierte Gruppen bei Ubisoft bieten. Namentlich nennt CEO Yves Guillemot Frauen und People of Color. Zudem will Yves Guillemot klar machen, dass Ubisoft für Gleichheit und respektvollen Umgang steht. Daher entschuldigte er sich für die ungemessenen Inhalte, womöglich aus dem Mobile-Game Tom Clancy´s Elite Squad. Auch stellte er heraus, dass Assassin's Creed Valhalla-Entwickler Ubisoft die Black Lives Matter-Bewegung im vollen Umfang unterstütze.

Ubisoft: CEO Yves Guillemot kündigt Spende an NAACP an

Doch damit hört das Video noch nicht auf. Yves Guillemot wünscht den Zuschauern in Zeiten des Coronavirus, dass sie und ihre Lieben gesund und sicher bleiben. Auch gab der Ubisoft CEO eine Spende für das NAACP, eine Bürgerrechtsorganisation in den USA bekannt. Wie viel Geld Ubisoft spenden wird, verriet Yves Guillemot noch nicht. Wofür Ubisoft aber nicht will,dass mehr Geld für ausgegeben wird, sind die Verkaufspreise der eigenen PS5- und Xbox Series X-Spiele. Erst kürzlich machte das Unternehmen klar, für Next-Gen-Titel keinen Aufschlag verlangen zu wollen. Das Video von Yves Guillemot wurde durchaus positiv von der Community Ubisofts aufgenommen – viele bedankten sich für die ehrlichen Worte. LB

Rubriklistenbild: © Ubisoft / NAACP / Pixabay (Montage)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Mittelaltercamp: Ohne MontanaBlack – Streamer wendet sich von Knossi ab
Mittelaltercamp: Ohne MontanaBlack – Streamer wendet sich von Knossi ab
Mittelaltercamp: Ohne MontanaBlack – Streamer wendet sich von Knossi ab
Battlefield 6: Erste Bilder und Informationen von Tom Handerson aufgetaucht
Battlefield 6: Erste Bilder und Informationen von Tom Handerson aufgetaucht
Battlefield 6: Erste Bilder und Informationen von Tom Handerson aufgetaucht
PS5 kaufen: Neue Konsolen bei GameStop – Wieder Nachschub im Shop
PS5 kaufen: Neue Konsolen bei GameStop – Wieder Nachschub im Shop
PS5 kaufen: Neue Konsolen bei GameStop – Wieder Nachschub im Shop
PS Plus: Mai 2021 Gratis-Spiele – Sonys kostenlose Spiele für PS5 und PS4
PS Plus: Mai 2021 Gratis-Spiele – Sonys kostenlose Spiele für PS5 und PS4
PS Plus: Mai 2021 Gratis-Spiele – Sonys kostenlose Spiele für PS5 und PS4

Kommentare