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Ukraine-Krieg: Publisher schneiden Russland von Spielen wie FIFA 22 oder CoD ab

  • Janik Boeck
    VonJanik Boeck
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Der Ukraine-Krieg erschüttert die Welt – die Gaming-Branche reagiert. EA Sports streicht Teams, Ubisoft, Rockstar Games und CD Projekt RED setzen auch Zeichen.

Hamburg – Der Ukraine-Krieg ist weiterhin in vollem Gange und bestürzt die Welt. Um den Menschen in der Ukraine zu helfen, setzt sich auch die Gaming-Branche in Bewegung. Etliche Publisher, Entwickler und andere Organisationen der Industrie sammeln Spenden oder boykottieren Russland, um den Druck auf den Kreml zu erhöhen und den Ukraine-Krieg möglichst schnell zu beenden.

Ukraine-Krieg: Gaming-Branche unterstützt – so helfen Entwickler, Publisher und andere Firmen

Diese Entwickler, Publisher und Firmen helfen mit Spenden: Die Solidaritätsbekundungen für Ukraine reißen nicht ab. Nicht nur im Sport, wo Russland von FIFA und UEFA von allen Wettbewerben ausgeschlossen* wurde, sondern auch im Gaming, erfährt die Ukraine Beistand aller Art. Beispielsweise haben Knossi und Capital Bra Spenden für die Ukraine im Stream gesammelt*. Seitdem der Ukraine-Krieg am 24. Februar eskalierte, meldeten sich etliche Herausgeber, Entwickler und andere Organisationen aus der Gaming-Branche zu Wort.

  • 11 Bit Studios – 100 % der Erlöse vom Verkauf des Anti-Kriegs-Spiels „This War of Mine“ im Zeitraum vom 24.02. bis 3.3. gehen an das ukrainische Rote Kreuz
  • Bungie – 100 % der Erlöse aus den ersten 48 Stunden des Charity-Events Game2Give gingen an humanitäre Organisationen, die sich mit dem Ukraine-Krieg auseinandersetzen
  • CD Projekt Red – 1 Million Złoty (ca 209.000 Euro) an die polnische Hilfsorganisation Polska Akcja Humanitarna (PAH) gespendet
  • Ubisoft – Mitarbeiter*innen aus der werden finanziell unterstützt, um das Land zu verlassen und unter anderem mit Unterkünften versorgt. Eine Not-Hotline wurde eingerichtet, um jederzeit Unterstützung bieten zu können. 200.000 Euro werden an das ukrainische Rote Kreuz und Save the Children gespendet.
  • Beetlewing – 100 % der Erlöse aus dem Verkauf von Slipways zwischen dem 25.02. und dem 4.3. gehen an das polnische Rote Kreuz, um die Ukraine zu unterstützen
  • Techland Games – 1 Million Złoty (ca 209.000 Euro) an die polnische Hilfsorganisation Polska Akcja Humanitarna (PAH) gespendet
  • Wargaming – Spendet 1 Million US-Dollar an das ukrainische Rote Kreuz
  • Embracer Group – Spendet 1 Million US-Dollar an verschiedene Hilfsorganisationen (darunter SOS-Kinderdörfer)
  • John Romero – Verkauft ein neues Level für das 1994 erschienene Doom 2 für 5 Euro und spendet 100 % des Erlöses
  • Assemble Team – 100 % der Erlöse aus dem Verkauf von „Save the World“-Editionen im März gehen an das ukrainische Rote Kreuz
  • Niantic – Spendet 200.000 US-Dollar an Hilfsorganisationen
  • The Pokémon Company – Spendet 200.000 US-Dollar an Hilfsorganisationen
Ukraine-Krieg: Gaming-Branche hilft mit Spenden und Boykott

Diese Entwickler, Publisher und Firmen helfen mit Boykott: Neben Spenden für die Ukraine gibt es auch etliche Firmen, die Russland boykottieren, indem sie dort beispielsweise ihre Produkte oder Dienste nicht länger anbieten:

  • ESL – Organisationen mit Verbindungen zur russischen Regierung dürfen nicht an kommenden Wettbewerben teilnehmen. Spieler dieser Teams dürfen jedoch unter neutralem Namen antreten, wenn sie weder das Land, die Organisation oder deren Sponsoren vertreten.
  • NAVI – Beendet die Zusammenarbeit mit ESforce Holding
  • Microsoft – Unterstützt die Ukraine mit der eigenen Technologie gegen Cyberattacken
  • Steam – Mit russischen Accounts können derzeit keine Transaktionen durchgeführt werden
  • EA Sports – In FIFA 22 werden das russische Nationalteam, sowie alle nationalen russischen Teams entfernt. In NHL werden darüber hinaus auch die Belarussischen Teams entfernt.
  • CD Projekt Red – Neben der Spende hat sich das polnische Entwicklerstudio dazu entschieden keine Spiele mehr in Russland oder Belarus zu verkaufen
  • Activision Blizzard – Verkauft keine Spiele mehr in Russland
  • Rockstar Games – Verkauft keine Spiele mehr in Russland
  • Bethesda Game Studios – Verkauft keine Spiele mehr in Russland
  • Xbox Game Studios – Verkauft keine Spiele mehr in Russland

Im Falle von Steam ist jedoch anzumerken, dass durch den Ausschluss russischer Banken aus SWIFT durch die EU*, die meisten Zahlungsmethoden ohnehin nicht funktionieren.

Ukraine-Krieg: Stellvertretender Ministerpräsident bittet Gaming-Industrie um Hilfe

Das ist die Bitte von Mychajlo Fedorow: Um den Druck im Ukraine-Krieg auf Russland zu erhöhen, wendete sich der stellvertretende ukrainische Ministerpräsident Mychajlo Fedorow mit einer Bitte an zwei Giganten der Gaming-Branche. Er bat Xbox* und PlayStation* sämtliche russische und belarussische Accounts temporär zu sperren.

In einem offenen Brief schrieb er: „In 2022 ist moderne Technologie die beste Antwort auf Panzer, viele Raketenwerfer und Raketen.“ Darüber hinaus ruft er dazu auf, sämtliche russischen und belarussischen Teams von internationalen E-Sports-Events auszuschließen, sowie Events in Russland und Belarus abzusagen. Er sei sich sicher, die russische Bevölkerung dadurch zu motivieren, die „beschämende militärische Aggression“ zu stoppen und damit den Ukraine-Krieg zu beenden. *tz.de und ingame.de sind Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Bungie/Ubisoft/CD Projekt Red/11 Bit Studios (Montage)

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