Schummlern den Kampf angesagt

Valorant: Absurdes Kopfgeld für Cheater - Riot Games fährt harten Kurs mit dem Taktik-Shooter

  • Jonas Dirkes
    vonJonas Dirkes
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Riot Games greift durch – Mit einem absurden Kopfgeld will der Entwickler nun gegen Cheater in Valorant vorgehen. Bis zu 100.000 US-Dollar werden geboten.

  • Valorant-Entwickler Riot Games sagt Cheatern den Kampf an.
  • Für das Ausfindig-Machen von Sicherheitslücken werden bis zu 100.000$ gezahlt 
  • Das spieleigene Anti-Cheat-System Vanguard bleibt in der Kritik.

Los Angeles, USA – Im Kampf gegen Cheater in Valorant geht man bei Riot Games derzeit kompromisslose Wege. Um den neuen Shooter-Hit des League of Legends-Entwicklers gegen Fremdeinwirkungen zu schützen, setzt das Unternehmen nun für Spieler eine Belohnung von bis zu 100.000$ aus, sollten sie essentielle Lücken im spieleigenen Anti-Cheat-System Vanguard finden.

Valorant (Riot Games): 100.000$ Kopfgeld auf Cheater ausgesetzt

Für weitere Schlupflöcher zahlt Riot Games, je nachdem wie schwerwiegend die Sicherheitslücke ist, einen Lohn von 25.000$ bis 75.000$ aus. Ob es zu einer Bezahlung kommt, macht Riot Games dabei davon abhängig, ob eine Veränderung im Code von Valorant notwendig ist. Nicht jeder Fund etwaiger Cheater qualifiziert sich also direkt für die hohen Kopfgelder. Nach welchen Kriterien das Unternehmen seine Kopfgeldjäger auszahlt, veröffentlichte Riot Games in einem Posting auf hackerone

Valorant: So sieht die Staffelung der Bezahlung von Riot Games aus.

Bei diesen Preisen handelt es sich allerdings keineswegs um die Norm in der Branche. Wie Kotaku berichtet, zahlt Nintendo beispielsweise für ähnliche Fälle in der Sicherheitsarchitektur des 3DS oder der Switch eine Belohnung von bis zu 20.000$ aus. Rockstar Games stellte ebenso ein maximales Kopfgeld von 10.000$ in Aussicht, für die Anti-Cheater-Bekämpfung in ihrem Cowboy-Epos Red Dead Redemption 2. Für Hack-Kopfgeldjäger muss sich Valorant von Riot Games aufgrund der 100.000$ Prämie also fast wie eine Goldmine anfühlen.

Valorants Anti-Cheat System Vanguard bleibt kontrovers

Das Anti-Cheater-System Vanguard, welches Valorant nutzt, wird dabei allerdings durchaus kontrovers aufgenommen. Schließlich kann die Software selbst beim Laden des eigenen Smartphones zum Kick führen. Spieler entdeckten auch, dass sich das System von Riot Games bereits beim Hochfahren eures PCs einschaltet und nicht erst beim Start von Valorant. Vanguard läuft also ständig im Hintergrund. Eine Funktionsweise, die durchaus kritisch diskutiert werden dürfte. 

Entwickler Riot Games mit Sitz in Los Angeles rechtfertigt dieses Vorgehen damit, es Cheatern nicht möglich zu machen, Hacks zu laden, bevor sich Vanguard überhaupt einschaltet und so ein faires Spielerlebnis für alle Spieler zu gewährleisten. Zur aktuellen Beta-Version des Spiels ist ein skandalöses Video aufgetaucht und ähnlich rigoros wie Riot Games geht auch der Erfolgs-Shooter von Blizzard mit seinen Cheatern um. Erst kürzlich zog ein findiger Spieler den direkten Vergleich zwischen Overwatch und Valorant. Ein Problem, mit dem beide Spiele gleichermaßen zu kämpfen haben, ist Sexismus im Voice Chat. Twitch-Star Pokimane geht nun in die Offensive, damit auch Spielerinnen ungehindert Valorant zocken können. Währenddessen verlangen Valorant-Fans ein altes Feature zurück und können sich über einen neuen Modus freuen. Außerdem schlich sich wohl mit dem letzten Valorant-Patch ein Fehler in Vanguard, wodurch sich u.a. Maus und Tastatur abschalten können. Laut eines Leaks soll Valorant auch bald für andere Geräte verfügbar sein, jedoch kann man nicht mit Freunden auf der ganzen Welt spielen. Plötzlich wird der bekannte Twitch-Streamer Forsen nach einem Valorant-Stream gebannt und seine Fans rätseln weshalb. Mithilfe eines neuen Tricks kann man nun bei Valorant länger überleben, hingegen bannt Riot Games 9000 Accounts wegen Hacking

Rubriklistenbild: © Riot Games

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