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Studie: Videospiele gut gegen Krebs? Zocken hat erstaunliche Effekte

  • vonAdrienne Murawski
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Spiele werden immer häufiger als mehr als nur ein spaßiger Zeitvertreib anerkannt. Neueste Studien vermuten positive Effekte von Videospielen im Kampf gegen Krebs.

  • Krebskranke Patienten leiden während der Chemotherapie unter einer Vielzahl an Nebenwirkungen, darunter auch die schmerzhafte Entzündung der Schleimhäute, die Mukositis.
  • Eine spanische Studie hat nun die Wirkung von Videospielen bei Kindern während der Chemotherapie untersucht.
  • Was Gamer schon lange wissen, scheint nun bewiesen: Videospiele unterstützen bei der Genesung und lindern Schmerzen.

Madrid, SpanienVideospiele helfen uns durch schwere Zeiten und lassen uns die Welt um uns herum vergessen. Egal ob das während einer Pandemie ist, einer Krankheit oder anderen Situation. Schon lange propagieren Gamer dafür, dass Videospiele positive Effekte haben und keine bis wenige negative, so wie die Medien das oft darstellen. Zahlreiche Studien haben die psychischen Auswirkungen bereits untersucht, nun legt eine spanische Studie erstaunliche physische Effekte vor.

TitelThe Association Between Pain Relief Using Video Games and an Increase in Vagal Tone in Children With Cancer: Analytic Observational Study With a Quasi-Experimental Pre/Posttest Methodology
Autor(en)Mario Alonso Puig, MD ; Mercedes Alonso-Prieto, MD ; Jordi Miró, PhD ; Raquel Torres-Luna, MSN ; Diego Plaza López de Sabando, MD ; Francisco Reinoso-Barbero, PhD
VeröffentlichungJournal of Medical Internet Research
Veröffentlichungsdatum30. März 2020

Videospiele gegen Krebs: Spanische Studie beweist positive Auswirkungen

Krebspatienten haben es alles andere als leicht. Sie müssen nicht nur gegen eine schwere Krankheit ankämpfen, sondern die Behandlung hat auch noch zahlreiche Nebenwirkungen, die nicht gerade angenehm sind. Neben Haarausfall beklagen viele Krebspatienten vor allem die Mukositis, eine Entzündung der Schleimhaut. Diese kann den gesamten Verdauungstrakt betreffen und sehr schmerzhaft sein, weshalb Krebspatienten das starke Schmerzmittel Morphin erhalten. Aber könnte man die Beschwerden vielleicht auch anders lindern, sagen wir mit Videospielen?

Eben diese Frage hat sich auch ein spanisches Forscherteam gestellt und dazu eine Studie herausgebracht. In der Studie wurden insgesamt 19 krebskranke Kinder untersucht, die während der Chemotherapie Videospiele zocken durften. Dabei wurde von den Ärzten untersucht, inwiefern zocken mit der Schmerzintensität, verursacht durch eine Mukositis, zusammenhängt. Dazu wurden die Kinder an einem Tag untersucht, an dem sie keine Spiele während der Behandlung spielen durften und am darauffolgenden Tag, an dem sie dann Videospiele zocken durften.

Videospiele gegen Krebs: Spiele wirken schmerzlindernd und regenerationsfördernd

Die Ärzte hatten während der Studie ein Auge auf die Herzfrequenzvariabilität, die Schmerzintensität, gemessen mit einer numerischen Bewertungsskala (Punktzahl 0-10) und die selbst verabreichte Morphinpumpenparameter, denn die Patienten können selbst entscheiden, wann sie eine Dosis Morphin benötigen. Während der Studie konnten die Ärzte erstaunliche Effekte nachweisen. Die Kinder spielten im Durchschnitt 2,3 Stunden. An diesen Tagen gab es laut der Studie „einen signifikant geringeren täglichen Morphinverbrauch [...], einen geringeren Bedarf an zusätzlichen Schmerzmedikamenten [...], niedrigere Werte für zufällige Schmerzintensität [...], niedrigere Werte für Ruheschmerzen [...] und [einen] höhere[n] basale[n] parasympathische[n] Tonus.“

Videospiele gegen Krebs – Studie zeigt überraschende Effekte

Der parasympathische Tonus geht vom Parasympathikus aus, welcher ein Teil unseres vegetativen Nervensystems ist und auch als Ruhe- bzw. Erholungsnerv bezeichnet wird. Durch Videospiele erholten sich die untersuchten Kinder also etwas schneller, als das ohne Videospiele der Fall war. Abschließend fassen die Ärzte die Studie wie folgt zusammen:

Die Verwendung von EVGs bei pädiatrischen Patienten mit chemotherapieinduzierter Mukositis hat eine beträchtliche analgetische Wirkung, die physiologisch mit einer Zunahme des parasympathischen Vagaltons trotz eines geringeren Morphinverbrauchs verbunden ist.

The Association Between Pain Relief Using Video Games and an Increase in Vagal Tone in Children With Cancer: Analytic Observational Study With a Quasi-Experimental Pre/Posttest Methodology

Damit scheint bewiesen, dass Videospiele gesundheitsfördernd sein können. Da fällt das schlechte Gewissen bei der nächsten Zockersession definitiv minimaler aus. Derzeit wird ja insbesondere Rust geyhpt, Streamer shroud erklärt warum. Falls Rust nichts für euch ist, sollen 2021 auch diese Games releast werden, vielleicht ist da ja was dabei?

Rubriklistenbild: © YouTube: Fundación Juegaterapia

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