Vorschau: Watch Dogs

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Mit Aiden Pearce haben wir es in Watch Dogs mal wieder mit einem Antihelden zu tun, dessen Absichten und Ziele einige Fragezeichen aufwerfen. Zumindest bietet Aidens skurriles Hobby viel Raum für eine Menge Schabernack. Der vermummte Protagonist ist Meister des Hackens und hat sich irgendwie Zugriff auf den Supercomputer der Stadt Chicago verschafft.

Mithilfe des Supercomputers - auch bekannt als CtOS - lassen sich so gut wie alle vernetzten Geräte der Metropole steuern. Das bedeutet freien Zugriff auf Ampeln, Handys und sogar Kameras. Als Superhacker hat Aiden die Möglichkeit alle Informationen der Stadtbewohner abzurufen. Auf der gamescom 2013 durften wir einen Blick in die PlayStation 4-Version werfen und mit Aiden Pearce Chicago unsicher machen.

Die Abenteuer eines Antihelden

Im Mittelpunkt des Spiels stehen die Möglichkeiten des Hackens und die Action-Momente, die euch viel Entscheidungsfreiraum lassen. Wir durften uns während unserer Spiel-Session an Wachen vorbeischleichen, oder sie direkt ausschalten. Letzteres erfordert natürlich die gezielte Anwendung eurer Waffen, denn wurdet ihr erst einmal entdeckt, wird weiteres Handeln zur stressigen Herausforderung. Wenn es sich allerdings nicht vermeiden lässt, könnt ihr mithilfe des Fokus-Modus' die Zeit verlangsamen, um den Überblick zu behalten. Doch Vorsicht ist bekanntlich die Mutter des Superhackers und so raten wir vor zu häufigem Gebrauch des Fokus-Features ab. Die übermenschliche Fähigkeit kann nur einige Male eingesetzt werden, danach müsst ihr euch wieder auf eure geölten Reflexe verlassen.

Doch es müssen nicht immer heftige Schießereien sein. Hauptprotagonist Aiden steht einem Sam Fisher in nichts nach und so kann auch er Gegner still und heimlich aus dem Weg räumen. Dabei helfen vor allem die vielen Tricks des Hackers. Wenn ihr euch an Wachen vorbeischleichen wollt, gibt es nichts hilfreicheres, als sich in die Kameras des Einsatzgebietes zu hacken und sich Überblick über die verteilten Wachposten zu verschaffen. Danach gilt es, einen Gegner nach dem anderen auszuschalten, still und unbemerkt.

Aber es geht auch ohne Blutvergießen. Wenn ihr an wichtige Daten herankommen wollt, geht nichts über gekonnte Schleichmanöver. Praktisch sind hier auch die vielen Möglichkeiten, die zumindest in unserer ersten Mission geboten wurden. Uns standen gleich drei verschiedene Wege offen. Ob ihr also von einem Dach aus Gegner ausschalten möchtet oder euch behutsam hinter Objekten verstecken wollt, um ans Ziel zu gelangen, bleibt euch überlassen.

Online gegen den Rest der Welt

Wer nach einer kleinen Herausforderung sucht, und gerade nicht mit einer Mission beschäftigt ist, kann sich mit Spielern aus der ganzen Welt messen und seine Hacking-Fähigkeiten unter Beweis stellen. Chicago fungiert hier als freier und offener Austragungsort. Jede Person im Spiel könnte ein realer Spieler und somit potentieller Gegner sein. Ziel dieser "Mini-Matches" ist es, dass Handy des Gegenspielers zu hacken. Selbsterklärend also, dass ihr Ausschau nach auffälligen Personen halten solltet.

Um das Handy eines Gegenspielers zu hacken, müsst ihr euch eurem Opfer auf mindestens zwanzig Metern nähern. Klar, dass man sich also ganz besonders unauffällig verhalten und sich am besten hinter einer Säule oder Wand verstecken sollte, um möglichst wenig Aufmerksamkeit zu erregen. Wer Opfer eines Hack-Angriffs geworden ist, kann am oberen Ende des Bildschirms eine stetig wachsende Leiste erkennen, die anzeigt, in wie weit der Hack-Vorgang fortgeschritten ist. Bevor die Anzeige auf 100% anschlägt, heißt es laufen, was das Zeug hält.

In einer anderen Match-Art könnt ihr euch zwischen zwei Parteien entscheiden, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ihr könnt euch entweder als Aiden Pearce am Controller versuchen, oder ein Tablet-Gerät schnappen und per Touchscreen Polizeieinheiten befehligen, um den Superhacker in spannenden Hetzjagden zu verfolgen. Auf dem Touchscreen bekommt ihr dann eine Übersicht auf die Karte der Stadt, die euch anzeigt, wo sich Aiden gerade befindet. Durch das Berühren auf die gewünschte Stelle, lassen sich Polizeiautos auf die Fährte des Hackers führen. Sogar einen Hubschrauber bekommt ihr zur Verfügung gestellt, um Aiden Pearce zu fangen. Das alles erinnert leicht an den Mehrspieler-Modus von Zombi U, in dem ihr eine Meute hungriger Zombies auf unschuldige, menschliche Gegenspieler hetzt - spaßig, aber auch irgendwie unfair.

Lust auf mehr

Optisch macht Watch Dogs einiges her und auch wenn Ubisofts neuer Blockbuster auf der PlayStation 4 nicht unbedingt den Eindruck einer Next-Gen-Grafik-Bombe macht, muss sich Watch Dogs vor aktuellen Titeln nicht verstecken, im Gegenteil. Ubisoft hat die Atmosphäre Chicagos gut eingefangen. Auf der gamescom durften wir mit verschiedenen Fahrzeugen durch Watch Dogs' Version von Chicago düsen und spüren, wie uns der Wind durchs Haar glitt, während wir mit dem Motorrad in Ego-Perspektive durch die belebten Straßen der Metropole rasten.

Watch Dogs hat uns allerdings noch nicht vollends überzeugt. Grafisch wirkte das Spiel nicht ganz so rund, wie diverse Trailer der Vergangenheit suggerierten. Einige Texturen wirkten auf uns noch etwas unausgereift und die Gesichter einiger Passanten sahen noch recht verschwommen aus. Insgesamt wirkt Watch Dogs optisch wie ein Spiel der aktuellen Konsolengeneration.

Außerdem sind wir gespannt, ob sich die Hack-Einlagen auch auf lange Sicht gut ins Spiel einfügen können. Wir haben vielleicht einen Bruchteil des fertigen Spiels antesten dürfen und hoffen auf weitere packende Missionen und Möglichkeiten, die Watch Dogs von anderen Open World-Ablegern abhebt. Der erste Eindruck jedenfalls stimmt und schürt bei uns die Vorfreude auf das fertige Spiel.

Watch Dogs erscheint im November für die PlayStation 4 und Xbox One

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