Als Leak bezeichnet man sensible Daten, die von Hackern oder Whistleblowern öffentlich gemacht werden (Symbolbild)
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Als Leak bezeichnet man sensible Daten, die von Hackern oder Whistleblowern öffentlich gemacht werden (Symbolbild)

Warum Gamer gehackt werden und wie sich das vermeiden lässt

  • Roberto Quentin
    vonRoberto Quentin
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Cyberkriminalität macht auch vor der Spieleindustrie keinen Halt. Die Branche mit der eigentlich positiven Ausstrahlung kann sich nicht immer gegen Hacker wehren. 

Diese haben inzwischen viele Wege gefunden, sich Gamer als ihre Opfer auszuwählen.

Vor welchen Cyberbedrohungen Gamer sich in Acht nehmen müssen und wie sie sich am besten davor schützen (zum Beispiel mit hilfreichen Tools wie einem Passwort-Manager), erfährst du in diesem Artikel.

Online-Gaming und Cyberkriminalität

In vielen Games gibt es inzwischen sogenannte Mikrotransaktionen; kleine Käufe innerhalb des Spiels, bei denen die Gamer zusätzliche Inhalte oder Features freischalten können. Dies betrifft insbesondere Online-Games. Solche Transaktionen bewirken Vorteile im Spiel oder ein Aufleveln von Charakteren. Dadurch können Hacker auf Accounts aufmerksam werden. Denn diese können gehackt und dann verkauft werden. Manchmal entwenden Hacker vielleicht auch nur einzelne virtuelle Gegenstände und veräußern diese dann an den Höchstbietenden.

Ein beliebtes Ziel ist das Online-Game World of Warcraft, bei dem es bereits mehrere bekannte Vorfälle gab, als Kriminelle im großen Stil Accounts hacken konnten. Bei einem Fall in China im Jahr 2013 kam es sogar zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren, nachdem die Hacker 11.000 Konten bei World of Warcraft gestohlen hatten.

Das US-amerikanische Unternehmen Valve musste im Oktober 2019 den Handel mit digitalen Schlüsseln deaktivieren, da Kriminelle den Handel mit diesen dazu nutzten, um Geld zu waschen. Gamer dürfen gekaufte Schlüssel seitdem nur noch für das eigene Konto verwenden.

Eine beliebte Methode bei Cyberkriminellen ist Phishing. Gamer erhalten Spam-Mails, die auf gefälschte Webseiten locken sollen. Ziel ist es, dass der Spieler seine Zugangsdaten dort eingibt und der Hacker diese dann abfangen kann.

Zu diesen Webseiten gehören auch Spieleplattformen wie Steam oder Origin. Zum Beispiel locken die E-Mails mit vermeintlichen Vorabzugriffen auf lang herbeigesehnte Spiele.

Hacker benutzen darüber hinaus DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service). Dabei verwenden sie eine Reihe von gehackten PCs (Botnetze), um einen Server gezielt mit einer Vielzahl von Anfragen zu überlasten. Das US-Unternehmen Blizzard musste sich erst letztes Jahr mit Angriffen auf die eigenen Server herumschlagen.

Bei Gamern wird in seltenen Fällen auch eine Form von Swatting beobachtet. Dabei täuschen andere Gamer per Notruf bei der Polizei einen Notfall bei einem Mitspieler vor. Dessen Standort erfahren sie über seine IP-Adresse. Motiv kann zum Beispiel die Rache für ein verlorenes Match sein.

Tipps und Maßnahmen 

●     Als Faustregel beim angesprochenen Phishing gilt: niemals auf Links in E-Mails von unbekannten Absendern klicken oder Dateianhänge öffnen. Verdächtige E-Mails am besten von vorneherein löschen.

●     Nur offizielle Patches vom Hersteller installieren. Updates von Drittanbietern können Schadsoftware (Malware) enthalten. Das kann meist harmlose, aber nervige Adware sein; im schlimmsten Fall aber auch ein Virus oder Spyware.

●     Um sich zusätzlich abzusichern, sollte die Firewall immer aktiv und das Betriebssystem auf dem neusten Stand sein.

●     Die meisten Gamer besitzen mehrere Online-Accounts. Daher lohnt es sich, einen Passwort-Manager zu nutzen, um die Zugangsdaten zu verwalten. Zudem hilft der Passwort-Manager dabei, möglichst komplexe und individuelle Passwörter zu erzeugen, so dass es Hackern deutlich schwerer fällt, ein Konto zu hacken. Denn für das immer noch beliebte „123456“ benötigen Cyberkriminelle weniger als eine Sekunde, um das Passwort zu knacken.

●     Gegen DDoS-Angriffe und auch beim Swatting kann ein VPN (Virtual Private Network) hilfreich sein. Dieses verschleiert die IP-Adresse des Gamers; ohne diese kann ein Hacker nur schwer einen solchen Angriff ausführen.

Bei Webseiten sollte man darauf achten, dass es sich dabei um das Original und nicht um eine gefälschte Webseite handelt. Nützlich ist es, einen Blick neben die URL im Browser zu werfen. Ist dort ein Schlüssel-Symbol erkennbar? Manche Browser weisen auch automatisch darauf hin, dass man gerade eine unsichere Seite besucht.

Fazit

Gamer sind zu beliebten Zielen von Hackern geworden. Dabei spielen wie bei anderen Formen von Cyberkriminalität vor allem finanzielle Gründe eine Rolle – in selteneren Fällen auch Langeweile oder Rache wegen verlorener Spiele. Am besten reagiert man darauf vorbeugend mit den entsprechenden Maßnahmen und lässt es erst gar nicht zu solchen Angriffen kommen.

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