Phil Spencer macht ernst

Xbox Series X: Deal zwischen Microsoft und Bethesda ist jetzt endgültig bestätigt

  • Jonas Dirkes
    vonJonas Dirkes
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Im letzten Jahr hat Microsoft Bethesda für eine Rekordsumme von 7,5 Milliarden Dollar aufkaufen wollen. Der Deal scheint jetzt endgültig abgeschlossen zu sein.

Update vom 08. März 2021: Es hat einige Zeit auf sich warten lassen, aber die Übernahme von ZeniMax Media und damit auch von Bethesda durch Microsoft scheint endlich abgeschlossen zu sein. Der Kauf des Publishers und Mutterunternehmens für viele weitere Entwicklerstudios war bereits im September 2020 groß angekündigt worden, hat aber einiges an Zeit und Aufwand in Anspruch genommen. Ein Kauf im Wert von etwa 7,5 Milliarden Dollar mit vielen davon betroffenen kleineren Unternehmen geht schließlich nicht von jetzt auf gleich. Knapp ein halbes Jahr später scheint die Sache jetzt in trockenen Tüchern zu sein.

Name der KonsoleXbox Series X
HerstellerMicrosoft (MSF)
TypStationäre Spielkonsole
Generation9. Konsolengeneration
HauptprozessorZen 2-Architektur 8 Kerne / 16 Threads
Speichermedium4K Ultra HD Blu-ray Laufwerk
Release10. November 2020

ZeniMax, Bethesda und viele Entwicklerstudios wie MachineGames oder auch Arkane Studios gehören damit in Zukunft unter das Banner von Microsoft. Zuletzt hat die Übernahme aber noch ein wenig auf der Kippe gestanden. Offenbar sollte der Deal noch durch eine Sammelklage von einer Anwaltskanzlei verzögert werden, außerdem habe das EU-Kartellamt sowie auch die Europäische Kommission noch ihr OK zu dem Zusammenschluss zwischen ZeniMax und Microsoft* geben müssen. Die EU Kommission hat dem Deal jetzt ohne weitere Auflagen zugestimmt, der gemeinsamen Zukunft zwischen den beiden Konzernen steht also nichts mehr im Weg. Bleibt abzuwarten, wie Microsoft die zusätzliche Kreativpower für die Xbox Series X einsetzen wird.

Update vom 20. Oktober 2020: Nach viel Rätselraten seitens der Fans hat sich Xbox-Chef Phil Spencer in einem Interview mit Kotaku näher zum ganzen Gewirr rund um Microsofts Kauf von Bethesda geäußert. In besagtem Interview ging es neben Spencer‘s Erwartungen an die Xbox Series S und Halo Infinite auch um eben den großen Deal, den Microsoft mit dem Entwickler und Publisher Bethesda für 7,5 Milliarden Dollar abgewickelt hat.

Xbox Series X: Werden Bethesda-Spiele exklusiv? Phil Spencer klärt auf

Im Laufe des Interviews kam es zur Frage, ob sich das Investment rentieren würde, wenn The Elder Scrolls VI nicht auf der PlayStation verkauft würde. Phil Spencers Antwort darauf ist ein offenbar recht eindeutiges „Ja“. Dazu führt er an, dass es bei der Menge an Geräten, die Microsoft bedient nicht nötig wäre, weitere Plattformen zu bedienen damit --der Deal aufgehen würde. Schließlich liefe über Microsoft neben den Xbox-Konsolen ja auch xCloud, PC und Game Pass.

Aber Phil Spencer ist nicht komplett auf Konfrontationskurs mit Sony. Im selben Interview merkt er auch an, dass der Deal nicht dazu da ist, anderen Spielern die Spiele wegzunehmen. Wenn überhaupt wolle er dafür sorgen, dass mehr Leute Spiele zocken können, nicht weniger. Welche Spiele auf mehreren Plattformen erscheinen, wird wohl individuell für jeden Titel entschieden, Minecraft ist unter Microsoft schließlich auch auf der PS4 erschienen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich wohl eine Xbox für zukünftige Bethesda-Spiele zulegen.

Update vom 7. Oktober – Sie machen Ernst! Nachdem Microsoft Publisher und Entwickler Bethesda vor zwei Wochen für einen lächerlich hohen Betrag von 7,5 Milliarden Dollar erworben hat, sollen jetzt scheinbar erste Früchte der kostspieligen Investition geerntet werden. Auf dem amerikanischen Rating Board ESRB tauchten sowohl Alterseinstufungen für eine Arkane Collection mit Spielen aus der Dishonored und Prey-Reihe, sowie eine Wolfenstein Alt History Collection für die Xbox Series X und Series S auf. Ein Vermerk für die Sony PS5 existiert nicht.

Beide Collections wurden in der Vergangenheit bereits für die Xbox One und auch PS4 angekündigt. Die Next Gen Variante scheint aber ausschließlich für die Xbox Series X und Series S zu erscheinen. Das ergibt in dem Kontext Sinn, dass das Buhlen um Konsolenkäufe der Current Gen für Microsoft und Sony so langsam beendet ist. Verkäufe der Bethesda-Titel auf der Konkurrenzkonsole PS4 werden sich also wohl durchaus lohnen für Microsoft. Mit einer Next Gen exklusiven Veröffentlichung der beiden Collections auf der Xbox Series X und Series S schafft Microsoft wiederum Anreize für den Kauf ihrer neuen Konsolen.

Beide Collections werden laut der ESRB mit jeweils vier Titeln bestückt sein. Diese werden zwar nicht namentlich genannt, lassen sich aber aufgrund der begrenzten Veröffentlichung der betroffenen Spiele-Reihen und der Veröffentlichung für Xbox One und PS4 fast zweifelsfrei ausmachen.

So dürfte Dishonored & Prey The Arkane Collection die Titel Dishonored, Dishonored 2, Dishonored: Death of the Outsider und Prey enthalten, während die Wolfenstein Alt History Collection relativ sicher mit den Titeln Wolfenstein: The New Order, Wolfenstein: The Old Blood, Wolfenstein II: The New Colossus und Wolfenstein: Youngblood bestückt sein wird. Wir erwarten im übrigen nicht, dass das VR-Abenteuer Wolfenstein: Cyberpilot Teil der Wolfenstein Alt History Collection sein wird – einfach da die Xbox Series X und Series S bisher noch keinen VR-Support besitzen.

  •  Dishonored & Prey The Arkane Collection
  • Dishonored
  • Dishonored 2
  • Dishonored: Death of the Outsider
  • Prey
  • Wolfenstein Alt History Collection
  • Wolfenstein: The New Order
  • Wolfenstein: The Old Blood
  • Wolfenstein II: The New Colossus
  • Wolfenstein: Youngblood

Ursprüngliche Meldung vom 22. September: Redmond, USAMicrosoft begießt den Vorverkaufsstart der Xbox Series X mit der größten Magnum Flasche Champagner, die das Unternehmen hätte finden können: Die Firma auf Redmond hat für sage und schreibe 7,5 Milliarden Dollar ZeniMax Media gekauft – die Mutterfirma von Bethesda. Schauen PS5 Spieler von nun an in die Röhre und das nächste Fallout, The Elder Scrolls und Doom erscheinen exklusiv auf der Xbox Series X?

Xbox Series X: Microsoft kauft Bethesdas Mutterfirma ZeniMax – Kein Doom, Skyrim und Fallout für die PS5 mehr?

Es ist ein wahrer Paukenschlag, den man aufgrund des Vorverkaufsstart der Xbox Series X beinahe überhört hätte: Microsoft kauft ZeniMax Media für schlappe 7,5 Milliarden Dollar. Das bedeutet auch: Microsoft kauft Betheasda*. ZeniMax mag nicht allen Spielern ein Begriff sein, die Studios, die der Gaming Gigant unter seiner Fahne führt, aber sicher schon. Zu ZeniMax Media gehören Bethesda Softworks, die Bethesda Game Studios, id Software, die ZeniMax Online Studios, Arkane, MachineGames, Tango Gameworks, Alpha Dog, und die Roundhouse Studios. Unter diesen Namen wiederum verbergen sich Spielereien wie etwa Fallout, The Elder Scrolls, Doom, Rage, Dishonored, Deathloop und Ghostwire: Tokyo – nur um einige zu nennen.

Dass das ein Deal ist, der sich in der Zukunft für das Unternehmen aus Redmond mächtig auszahlen könnte, dürften auch für Laien ersichtlich sein. Insbesondere Spieler auf der PS5 sorgt der aktuelle Einkaufstrip von Microsoft aber und sie fragen sich derzeit zurecht, ob insbesondere die lieb gewonnenen Spiele-Serien von Bethesda von nun an exklusiv für Microsofts Xbox Series X erscheinen werden.

Finalisiert werden solle der Kauf von ZeniMax nach aktueller Faktenlage erst in der zweiten Hälfte des Fiskaljahrs 2021. Die Rechte an Doom, Fallout, The Elder Scrolls und den vielen anderen Titeln gehen erst dann wirklich in den Besitz von Microsoft über.

Xbox Series X: Schlag gegen PS5 - Microsoft kauft Skyrim, Fallout, Doom und Co.

Xbox Series X: Bleiben PS5 Exklusivtitel nach Microsofts Zenimax-Übernahme wirklich exklusiv?

Besonders kurios macht die derzeitige Situation, dass Bethesda derzeit einige Titel in der Pipeline hat, die das Unternehmen zeitexklusiv für die PS5 von Sony publishen wird: Darunter Arkanes „Täglich grüßt das Murmeltier-Shooter“ Deathloop und das mysteriöse Ghostwire: Tokyo von Tango Gameworks und Shinji Mikami. Ob diese Deals auch nach der Microsoft-Übernahme von ZeniMax beständig bleiben, wurde bisher kein Wort von der Firma aus Redmond verloren. Klar ist auf jeden Fall aber, dass Bethesda ihre Spiele auch in Zukunft weiter vertreiben werden wird. Ungeachtet dessen heißt Head of Xbox Phil Spencer ZeniMax und all seine Tochterstudios in einem Xbox Wire Blogpost in der Microsoft-Familie willkommen.

Selbst die grummelige Entwickler-Legende John Carmack von id-Software scheint übrigens mit dem Microsoft-Deal zufrieden zu sein. Auf Twitter verkündet er zynisch wie immer, dass man bei Microsoft immerhin keinen Groll auf ihn hege und er sich vorstellen könne, sich in Zukunft mit ein paar älteren Titeln aus seinem Portfolio zu beschäftigen – Quake anyone?

Auch die Kollegen von der TZ berichten über die Bethesda-Übernahme von Microsoft*. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Microsoft

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