Vorschau: Bound by Flame

Ihr steht auf Dragon Age und The Witcher? Dann gibt es im April ein Spiel, das ihr vielleicht noch nicht auf dem Schirm hattet. Wir hatten letzte Woche die Gelegenheit bei Focus Home Entertainment reinzuschnuppern und haben einen ersten Blick auf das enthusiastische Projekt Bound by Flame geworfen. Da ich Fan von Rollenspielen – egal aus welcher Hemisphäre bin, wusste ich schon im Vorfeld von dem Titel. Doch konnte das Spiel den Vorschuss-Lorbeeren, die ich den Trailern und Screenshots zusprach, gerecht werden, und mich in seinen Bann ziehen? Und noch wichtiger, solltet ihr euch Bound by Flame unbedingt vormerken?

Von Untoten und Dämonen

Vorschau: Bound by Flame Zu Beginn eine kurze Einführung in die Geschichte von Bound by Flame. Darin geht es um sieben mächtige  Icelords, die die Welt erobert und eine Armee der Untoten heraufbeschworen haben. Nun ist es an uns, den Lords und ihren Schergen das Handwerk zu legen. Die Geschichte ist sehr stereotypisch, aber solange sie das Spiel trägt, gebe ich mich auch mit dieser zufrieden. Nachdem man sich im Charaktereditor ausgetobt hat, es ist übrigens möglich Männlein als auch Weiblein zu spielen, startet das Abenteuer vom Protagonisten Vulcan.

Bound by Flame beginnt in der Basis der Freeborn Blades, wo ein kurzes Tutorial wartet. Die Freeborn Blades wollen einen Feuerdämonen beschwören, denn nur mit seiner Hilfe ist es möglich, die frostige Untoten-Armee zu besiegen. Was die Entwickler während der Präsentation immer wieder betont haben ist, dass die Grafik sehr wichtig bei der Entwicklung gewesen sei. Bei der gezeigten PS4-Version konnten auch die Früchte der Arbeitet begutachtet werden. Es sieht zwar cool aus, aber ein Niveau wie Killzone: Shadowfall oder dem neuen Infamous-Ableger erreicht Bound by Flame definitiv nicht.

Nachdem beim gezeigten Training plötzlich etwas gehörig schief ging und die Untoten über mich herfielen, hieß es „kämpf oder stirb!“. Das Kampfsystem erinnert dabei stark an Dragon Age 2. Über ein Radmenü, welches die Zeit stark verlangsamt, solange es offen ist, wählt man seine Befehle. Diese können auch an Tasten gebunden werden, um die Kämpfe dynamischer zu gestalten. Neben den generischen Klassen wie etwa der Krieger mit Schwert und Schild, Fernkämpfer und schurkenhaftem Nahkämpfer mit zwei Dolchen, war das wohl coolste Element das Ausweichen.

Vorschau: Bound by Flame

Zwei Seelen in meiner Brust

In der Theorie könnt ihr in Bound by Flame wirklich jedem Angriff des Gegners ausweichen – flinke Finger und das richtige Timing vorausgesetzt. Auf meine Frage, ob permanentes Ausweichen auch beim letzten Boss denkbar wäre, wurde ich zwar etwas schief angeguckt, doch mit ganz viel Mühe und Not sollte es möglich sein. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie sich dieses Element auf das Kampfsystem im späteren Verlauf des Spiels auswirkt. Zusätzlich wird es außerdem ein Crafting-System geben, das allerdings noch nicht näher vorgestellt wurde. Man soll sich aber alle Waffen und Rüstungen, die es im Spiel gibt, auch selbst schmieden können. Über drei mögliche Skilltrees entwickelt ihr euren Charakter nach den persönlichen Vorlieben weiter. Wie tief die Entwicklung hier aber geht, lässt sich nach der kurzen Anspiel-Session noch nicht beurteilen.

Vorschau: Bound by Flame

Um auf den eingangs erwähnten Dämon zurück zu kommen: Dieser wird schon sehr früh im Spiel zu einem Teil von euch – Doppelherz – die Kraft der zwei Seelen, oder so ähnlich. Durch ihn könnt ihr Feuermagie nutzen, um den Untoten so richtig die Hölle heiß zu machen. Da das Spiel sehr storybezogen ist, und, wie könnte es auch anders sein, bei Dialogen moralische Entscheidungen von uns verlangt, werden selbige euer Aussehen beeinflussen. Wer in Mass Effect z.B. den bösen Pfad wanderte, konnte dies an den Narben im Gesicht feststellen. In Bound by Flame verwandelt ihr euch immer mehr in einen Feuerdämon – Und der sieht echt „badass“ aus.

In Verlauf lernt Vulcan einige Kompagnons kennen, von denen ihn zwei im Kampf unterstützen. Diese werden zwar von der KI gesteuert, können aber über Befehle dirigiert werden. Da eure Begleiter aber nicht bloß seelenlose Hüllen sind, kann mit ihnen interagiert werden, und, je nach Geschlecht, eine Romanze entstehen. Dank mehrerer Schwierigkeitsgrade und einer Vielzahl an Enden erhoffen sich die Entwickler bei Focus einen erhöhten Wiederspielwert. Ein Durchlauf wird ungefähr 20 bis 25 Stunden in Anspruch nehmen. Wie in anderen Rollenspielen auch, hat Bound by Flame ein Quest-System, das von einem Tag/Nacht-Zyklus beeinflusst wird – So sind bestimmte Aufgaben nur zu bestimmten Tageszeiten zu erledigen. Klingt doch nach allem was das Rollenspiel-Herz erfreut, oder? Haltet die Xbox 360, PlayStation 3 oder 4 auf alle Fälle im Standby-Modus!

Vorschau: Bound by Flame

Teil 1 2

  • Dynamisches Kampfsystem
  • Moralische Entscheidungen
  • Aussehen beeinflussbar
  • Mehrere Enden
  • Platte Story
  • Gefährten nicht steuerbar
Bombastisch
Wenn auch die Zeit auf dem Event von Focus recht kurz war, bin ich mit sehr positiven Gedanken wieder gen Heimat gefahren. Bound by Flame muss es nur schaffen seine Stärken in dem dynamischen Kampfsystem nicht zu repetitiv wirken zu lassen, und der Geschichte im Verlauf einen ordentlichen Drift zu verpassen. Wenn die düstere und erwachsene Atmosphäre das ganze Spiel über vorhanden ist, dürfen sich Rollenspiel-Enthusiasten auf einen kleinen Geheimtipp freuen.
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