Frisch von der Gamescom: Battlefield V

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Battlefield V auf der gamescom: Von Köln nach Rotterdam

Battlefield bleibt Battlefield bleibt Battlefield. Man kann nur schwerlich bestreiten, dass an diesem uralten Sprichwort nicht etwas dran ist. So waren auch wir etwas skeptisch, als wir auf der diesjährigen Gamescom zum Controller griffen, um Battlefield V, den neuen Teil der Serie, ausführlich anzuzocken.

Oh, wie schön ist Rotterdam

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Gespielt wurde dafür im Multiplayer eine Runde Conquest, also der wohl klassische Battlefield-Modus, in dem ihr versucht, mit eurem Team so viele Punkte wie möglich zur gleichen Zeit einzunehmen und im besten Fall natürlich auch zu halten. In der Gamescom-Version verschlug es uns dafür in das schöne Rotterdam zu einer hässlichen Zeit: Dem Zweiten Weltkrieg. In der ersten Partie schlüpfen wir auf die Seite der Deutschen, während uns die britische Armee gegenüber steht, mit der Ambition, die holländische Stadt von ihren Invasoren zu befreien. Optisch ist das Ganze, typisch für ein Battlefield, sehr hübsch umgesetzt. Auch wenn gerade die Hölle auf Erden losbricht, ist Rotterdam wahrlich eine bildhübsche Augenweide: Einige Grachten führen durch die Stadt, kleine Läden gibt es an jeder Ecke und auch der Hafen zeigt sich von seiner schönsten Seite. Würde die Szenerie nicht von den Schrecken des Krieges unterbrochen, wäre das digitale Rotterdam ein 1A Reiseziel.

Wir sind aber natürlich nicht zum Urlaubmachen hier und stürmen auf den ersten, einzunehmenden Checkpoint zu, den wir nicht erreichen, da ein listiger Scharfschütze schneller war als wir. Aber halt, so ganz gesegnet haben wir das Zeitliche noch nicht! In Battlefield V wird uns die Wahl gelassen, relativ schnell unseren Wunden zu erliegen, um somit schnell respawnen zu können oder kampfhaft zu bleiben. Das stellt sich im Spiel dann so dar, dass man sein Alter Ego schmerzverzerrt nach rettender Hilfe schreien lässt, die uns so gefühlt öfter gewährt wurde als noch in anderen Teilen der Serie.

Verbarrikadiert

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Wie eh und jeh wählt ihr auch in Battlefield V vor dem erneuten Spawnen eine der vier Klassen aus. Wir entschieden uns zunächst für einen Scharfschützen und hielten uns aus dem eigentlichen Schlachtgetümmel heraus. Mit wohl überlegtem Vorgehen und gezielten Aktionen, kamen wir dieses Mal schon deutlich weiter und erreichten einen kleinen Innenhof, an dem ein Checkpoint nur darauf wartete, von uns eingenommen zu werden. Gesagt und dreißig Sekunden später dann auch getan. Um die Checkpoints herum finden sich von nun an übrigens Munitions- und Medikitlager, an denen wir unsere Vorräte aufstocken können.

Um den frisch eingenommenen Punkt nicht gleich wieder an das gegnerische Team zu verlieren, greifen wir zum neuen Hammer, der jeder Klasse zur Verfügung steht. Einmal geschwungen lassen sich damit an vorgegebenen Orten mit etwas Geduld Barrikaden errichten, um den Feind das Eindringen und Vorstoßen ein wenig schwerer zu machen. Cool ist das allemal, besonders komplex durch die festen Stellplätze eher weniger. Aber auch die beste Schutzvorrichtung konnte unserem Team nicht helfen, nach und nach zeichnete sich eine schmetternde Niederlage heraus. Trotz der drohenden Schmach machte auch Battlefield V (mal wieder) eine ganze Menge Spaß. Und ja, viel neues gab es wirklich nicht zu sehen. Toll sieht der neuste Teil aus, dreht allerdings nur noch an kleinen Stellschrauben, um sein Gameplay nicht zu verwässern.

Battlefield V erscheint am 16. Oktober für PlayStation 4, Xbox One und PC

Vielversprechend

Jonas Dirkens

Unsere Zeit mit Battlefield V verging wie im Flug und wird es sicher auch zum Release des fertigen Spiels. Eigentlich möchte man aber den Finger in die Wunde legen und DICE Ideenarmut vorwerfen, allerdings sitzt man dann trotzdem wieder gebannt vor dem Fernseher und kann die nächste Runde nicht abwarten. Und genau genommen sind wir uns auch sicher, dass Battlefield V abermals ein Multiplayerhit wird, was soll man auch groß machen: Battlefield bleibt halt Battlefield bleibt halt Battlefield.
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