Frisch von der Gamescom: Escape from Tarkov

Escape from Tarkov – Der Name ist Programm! Der Online-Multiplayer-FPS-Shooter aus dem Hause Battlestate Games setzt vor allem auf Realismus und will mit zahlreichen fein einstellbaren Details in der Ausrüstung glänzen. Momentan befindet sich das Flucht-Abenteuer in der Closed Beta, wir konnten jedoch trotzdem schon einen Blick drauf werfen.

Die 10 Etappen zur Flucht
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Das Ziel des Spiels verrät der Name selbst schon: Ihr seid inmitten eines Konflikts zwischen Russen und Amerikanern gekommen, welcher sich in der fiktiven Stadt Tarkov abspielt. Ihr wollt so schnell wie möglich von dort entkommen und das mit allen Mitteln.

In 10 Missionen (von denen bisher nur 3 verfügbar sind) bahnt ihr euch euren Weg durch die Stadt, erledigt Nebenmissionen und treibt eure Flucht voran. Das Gameplay wird dabei auch auf den Wiederspielwert der einzelnen Missionen ausgerichtet sein, sodass ihr für manche Missionen an bereits absolvierte Schauplätze zurückkehren müsst.

No HUD – No Problem?

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Dass Escape from Tarkov auf Realismus setzt, fällt sofort auf, wenn ihr ins Spielt startet, denn ihr seht außer eurer Waffe und der Umgebung nichts. Keine Mini-Map, keine Munitionsanzeige und schon gar keinen Questlog. Die Entwickler wollen euch so wenig Hilfestellung wie möglich geben, sodass reale Bedingungen entstehen.

Kleinere Hilfen könnt ihr euch jedoch erarbeiten, indem ihr Skills ausbaut, welche euch mehr Vitalität, mehr Ausdauer, eine ruhigere Hand und vieles mehr bringen. Darüber hinaus werdet ihr immer sicherer im Umgang mit bestimmten Waffen, abhängig davon wie lange ihr sie nutzt. Je länger ihr eine Waffe nutzt, desto mehr werdet ihr zum Profi mit ihr und bekommt immer mehr Vorteile. Checkt ihr mit einer „fremden“ Waffe das Magazin, wird euch euer Alter Ego lediglich eine vage Auskunft über den Stand eurer Munition geben können, während er bei bekannten Waffen eine genaue Anzahl nennen kann.

Natürlich sind viele andere Aspekte des Spiels auch auf Realismus getrimmt, die euch das Zielen, Schießen, Laufen und Anschleichen erschweren. Beispiele hierfür sind die eingeschränkte Mobilität beim Tragen von schweren Rüstungen, das erschwerte Zielen bei völliger Erschöpfung oder die realistische Berechnung der Geschoss-Physik. All diese Punkte solltet ihr im Einsatz berücksichtigen, da ihr sonst leichte Beute für eure Gegner seid.

Dies ist mein Gewehr“

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Neben dem Realismus liegt ein weiteres Augenmerk der Entwickler definitiv auf der Ausrüstung und dem Waffen-Modding. Kommt ihr ins Menü, erinnert erstmal viel an ein klassisches Menü wie man es aus Resident Evil-Spielen kennt. Ihr habt eine begrenzte Anzahl an Chunks in all euren Taschen, welche mit Gegenständen im Tetris-Stil belegt werden können.

Die richtige Ausrüstung ist das A und O, bevor ihr in eine Mission startet, weswegen ihr euch vorher immer über die Umstände eures Einsatzes vergewissern solltet. Hier kommt es auf die Wahl der richtigen Waffen und Gadgets an, welche im Zweifel über Sieg oder Niederlage entscheiden können.

Mit der simplen Wahl der Waffe ist es jedoch noch nicht getan, denn diese könnt ihr in ihrer kompletten Gänze überarbeiten und sie mit diversen Add-Ons ausstatten. Egal ob Schalldämpfer, Visiere, Griffe, Halterungen, Laserpointer oder Granatwerfer, alles ist veränderbar.

Die Veränderungen an der Waffe ändern natürlich auch ihre Stats wie zum Beispiel Schaden, Reichweite oder Präzision. Im Einsatz wird sich das Handling der Waffe mit jeder Anpassung ändern und so an viele Situationen anpassbar sein.

Ein körperbetontes Spiel

Genau so detailliert wie eure Waffe wird auch euer Körper in Escape from Tarkov sein. Jedes Körperteil stellt eine eigene, autarke Zone dar und verfügt über eine eigene Lebensleiste. Damit ist auch jedes Körperteil einzeln verwundbar und kann Brüche, Blutungen oder Wunden erleiden. Versorgt ihr diese nicht, werdet ihr zunehmend eingeschränkt in euren Aktionen und verliert im Zweifel immer mehr Blut, bis ihr schließlich verblutet.

Im Einsatz könnt ihr euren Körper dann präzise steuern, denn ihr verfügt über gleich 7 verschiedene Körperpositionen die vom Liegen über das Hocken bis hin zum Stehen reichen. Außerdem könnt ihr euch um Ecken lehnen und auch blind hinter ihr feuern.

Passabel

David O.

Escape from Tarkov überzeugt mit einem sehr realistischen und detaillierten Shooter-System, in dem euch zahlreichen Modifikationen und Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Leider läuft das Spiel in der gerade aktiven Closed Beta noch alles andere als rund und glänzt momentan eher noch mit verbuggter KI, halbfertigen Maps und Spielmechanismen. Viele Spieler sind daher misstrauisch, ob die Entwickler ihren Versprechungen gerecht werden können und der FPS-Shooter doch noch zum erhofften Hit wird. Sollte dies jedoch der Fall sein, erwartet uns ein fordernder und realistischer Shooter, der in Sachen Umfang Spielen wie Arma echte Konkurrenz machen kann. Trotzdem gibt es von uns nur eine zurückhaltende Wertung
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