Frisch von der Gamescom: New World

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Ein weiterer Titel, der sich bei Amazon Games Studios in der Schmiede befindet, ist das Survival-MMO New World. Schon wieder so ein Open-World-Survival-Spiel? Zugegeben, originell ist das Ganze nicht. Aber wenigstens kommt es ohne Zombies daher und das ist doch schon einmal was. Und vielleicht, ja vielleicht verbirgt sich sogar mehr hinter diesem vorerst unscheinbaren Titel. Wir konnten New World auf der gamescom anspielen und sagen euch, was ihr von diesem Mutliplayer-Abenteuer erwarten könnt.

A Whole New World

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In New World seid ihr nur einer von vielen. Ihr habt keine besondere Gabe, kein einzigartiges Talent. Ihr befindet euch im 17. Jahrhundert und erschließt ein unerforschtes Territorium. Diese „Neue Welt“ gilt es nun mit anderen Spielern zu erkunden, auf nützliche Ressourcen abzusuchen und zu einem bewohnbaren Ort für euch und eure Freunde zu machen. Ihr könnt einer Gilde beitreten oder eure eigene erstellen. Und wenn ihr genug davon habt, eure kleine Stadt zu errichten, dann zieht doch mit ein paar Kollegen in den Krieg und erobert andere Gebiete, denn in New World könnt ihr tun und lassen, wonach euch ist. Hört sich toll auf dem Papier an, die Wahrheit ist aber, dass wir noch nicht wissen, wie gut es letztendlich umgesetzt wird.

Die Karte von New World sieht aber bereits sehr beeindruckend aus und die Entwickler versprechen abwechslungsreiche Gebiete von Wald über Berge bis hin zu Wüsten. Die Waldregion, auf der wir uns in der Demo bewegt haben, sah noch recht unspektakulär aus. Andererseits: Es ist einfach nur ein Wald, viel kann man da so oder so nicht erwarten, oder?

Der klassische Alltag

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Was wir in der Gamescom-Demo erleben durften, ist nur ein kleiner Ausschnitt des Spiels. Zudem muss man auch sagen, dass sich New World noch in der Pre-Alpha-Phase befindet, also noch ist viel zu tun. Dennoch beeindruckt uns bereits jetzt, wie gut das Spiel im frühen Stadium der Entwicklung aussieht.

Wir legen also mit noch anderen Testern Hand an und lernen die grundlegenden Mechaniken in unserem kleinen Camp kennen. Laufen, kämpfen, blocken, ducken, ausweichen – alles wie erwartet, funktioniert bereits recht gut. Nun bekommen wir die Aufgabe, einen Wolf zu erlegen. Dafür müssen wir aber erst einmal ein Messer herstellen. Das Crafting-System ist kinderleicht, vielleicht noch etwas unübersichtlich. Wir hacken also alles in unserer Umgebung ab, was wir für die Herstellung benötigen. Bäume fällen, Steine zertrümmern, Büsche herausreißen. Nachdem wir das Messer hergestellt haben, begeben wir uns auf die Jagd.

Das Kampfsystem ist recht einfach gehalten. Angreifen, blocken, angreifen, ausweichen, angreifen. Irgendwann ist der Wolf erledigt und wir machen uns schon auf ins nächste Abenteuer. Wir packen vorher noch genug Essen und Trinken ein und starten einen Hinterhalt auf eine feindliche Siedlung in der Nähe. Während der Rest der Truppe mit Schwertern in die Mini-Schlacht stürmt, schießen wir mal mehr, mal weniger zielsicher von etwas weiter hinten auf unsere Gegner. Am Ende zahlt sich die gute Zusammenarbeit aus und uns gelingt die Eroberung.

Das habe ich schon mal irgendwo gesehen

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Nach der Demo mussten wir allerdings feststellen, dass New World nicht viel new macht. In einer Welt mit hunderten Spielern ums Überleben kämpfen. Nur ohne Zombies. Und ohne Battle Royale. Zwar klingt es recht aufregend, mit seiner Gilde eine Stadt aufzubauen und sich auf bestimmte Berufe zu spezialisieren, wie Schmied, Architekt oder Koch, doch das alles scheint auf den ersten Blick mit ganz schön viel Grinden verbunden und eigentlich nur eine leicht abgeänderte Version von bereits bekannten Klassensystem aus anderen Spielen.

Aber wir müssen zugeben, dass die Liste der verschiedenen „Berufe“, die man über Skillpunkte erlernen kann, recht groß und unterschiedlich ausfällt. Und wenn jeder aus der Gilde eine dieser Fähigkeiten erlernt und sich für diverse Tätigkeiten spezialisiert, dann entwickelt sich vielleicht wirklich eine Art Atmosphäre, als wäre man in einer neuen Welt und würde versuchen, ein Leben mit anderen unbekannten Menschen, die das gleiche Schicksal teilen, zu führen. Also vielleicht, ja vielleicht verbirgt sich sogar mehr hinter diesem vorerst unscheinbaren Titel. Wir werden es erfahren, wenn es soweit ist.

New World erscheint exklusiv für den PC, hat bis dato allerdings noch kein offizielles Erscheinungsdatum.

  • 27.08.2018 um 10:58
Vielversprechend

Sanel

Ich mag mich vielleicht noch nicht wirklich begeistert anhören, aber New World hat viel Potenzial. Hoffentlich verschenkt es dieses nicht und wird nicht zu einem 500-Stunden-Grind-Festival mit langweiligen PvP-Auseinandersetzungen. Wenn es das Spiel tatsächlich schafft, das Gefühl zu vermitteln, man befände sich in einer komplett neuen und unbekannten Region und müsse nun versuchen, eine Zivilisation aufzubauen, dann könnte das ein beeindruckendes und unterhaltsames Erlebnis werden.
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