Horizon Zero Dawn: Mehr Eindruck kann man nicht machen – Gamescom 2016

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Mit dem Bogen auf die Jagd nach überdimensionalen Robotern gehen? Kein Problem mit Horizon Zero Dawn. Auf der Gamescom ließen uns Sony und Guerrilla Games erste Schritte in der dystopischen Welt machen und hetzten uns am Ende auch noch ein ziemlich fieses Teil auf den Hals. Nach der Demo dann die Erkenntis: Auf einmal können wir den Release im Februar kaum noch erwarten, denn Horizon Zero Dawn gehört fraglos zu den größten Highlights im kommenden Jahr.

Mensch gegen Maschine

Nach einer kurzen Präsentation drückt man uns den Controller in die Hand und schubst uns in eine fremde Welt, in der nicht mehr die Menschen, sondern Maschinen die dominante Lebensform auf dem Planeten sind. Hauptprotagonistin ist bei alledem Aloy, ein von ihrem Stamm ausgestoßenes Mädchen, das nach dem Ursprung der Maschinen sowie des seltsamen Giftes sucht, das diese in den Wahnsinn treibt.

Bevor die Jagd beginnt, machen wir uns in weiser Voraussicht an das schnelle und überraschend unkomplizierte Craften von Fallen und Bomben, die das Erlegen der technischen Biester erleichtern sollen. Anschließend dürfen wir ausgerüstet mit Pfeil und Bogen, einer Schleuder und ausreichend Brandbomben durch die malerische Landschaft von Horizon Zero Dawn schleichen und ein paar Maschinen erlegen. Dabei ist die Steuerung ungemein intuitiv und geht trotz immens vieler Möglichkeiten und Waffenoptionen flüssig von der Hand, was für das gut durchdachte Gameplay spricht.

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Was für ein wilder Ritt!

Um die weiten Wege mit etwas mehr Tempo zurückzulegen, dürfen wir uns ein Mount erjagen, was ein bisschen Geduld erfordert. Nicht jede mechanische Kreatur kann kurzerhand „gezähmt“ werden, sondern nur bestimmte Arten, die uns glücklicherweise auf der unerwartet großen Map angezeigt werden. Und bei dem Versuch, uns das Mount gefügig zu machen, tritt ein besonderer Aspekt der Maschinen hervor: Ähnlich wie in der hiesigen Tierwelt arbeiten auch Tech-Wesen unterschiedlicher Art zusammen und können gemischte Rudel bilden.

Während die Bullen-artigen Monster über einen ausgeprägten Fluchtinstinkt verfügen und sich aus dem Staub machen, sobald wir versuchen sie einzufangen, übernehmen Raptor-ähnliche Maschinen die Verteidigung des Rudels und starten einen unmittelbaren Angriff. Es gilt also, erst die Wächter auszuschalten, bevor wir uns an die eigentlichen Mounts herantrauen können. Auf der Jagd nach Materialien, Reittieren oder ähnlichem ist dementsprechend nicht nur bloße Muskelkraft, sondern zu großen Teilen auch taktisches Gefühl gefragt, um nicht als Mittagssnack zu enden.

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Grafischer Hochgenuss

In Kombination mit den überaus angenehmen Spielmechaniken, den vielseitigen Dialog-Optionen sowie dem interessanten Skill- und Crafting-System verleiht die wunderschöne Grafik dem Spiel den letzten, perfekten Schliff. Bei genauerem Hinsehen entdecken wir zwischen den wilden Maschinen, die übrigens auch untereinander interagieren, manchmal sogar das eine oder andere Hoppelhäschen und andere Überraschungen, durch die diese atmosphärisch gelungene Landschaft überzeugend zum Leben erweckt wird. Die Welt lädt mit offenen Armen zum Erkunden ein und bietet mancherorts sogar ein schattiges Plätzchen zum Entspannen, wenn gerade Mal keine Jagd ansteht.

Horizon Zero Dawn: Die Welt der Maschinen und der Tiere

Wunderschöne Grafik
Vielversprechende Story mit interessanten Charakteren
Intuitive, aber komplexe Kampfmechaniken
Schnell-Crafting-Funktion
Gut durchdachtes Gameplay mit dutzenden Optionen
Bombastisch

Sandra M.

Horizon Zero Dawn wagt einen mutigen Schritt und mixt unterschiedliche Genre-Elemente miteinander. Am Ende kommt dabei ein wunderschönes, umfangreiches und unterhaltsames Spiel heraus, das unheimlich viel Potenzial besitzt. Guerrilla Games und Sony werden den Erwartungen, die sie in den vergangenen Monaten mit Hilfe von Trailern erfolgreich geweckt haben, konsequent gerecht und bringen mit diesem Titel ein spielerisch ausgereiftes und hochwertiges Highlight auf den Markt, das ihr euch nicht entgehen lassen solltet.
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