Preview: ARK – Survival Evolved

Seit dem 2. Juni diesen Jahres können sich Fans des Action-Adventure-Survival-Genres, oder auch jeder, der eine hohe Sympathie für Dinosaurier hegt, einem ganz besonderen Titel widmen: ARK: Survival Evolved, aus dem Hause Studio Wildcat. Hierbei handelt es sich um die Early Access Version auf Steam, die bereits über eine Millionen Mal verkauft wurde. Wir sind ein Teil davon!

Ab in die Dinowelt

ARK: Survival Evolved on Steam

Nachdem wir den Titel erfolgreich heruntergeladen und installiert haben, bieten sich uns zwei Möglichkeiten: Entweder wir entscheiden uns für ein lokales Spiel, oder wir loggen uns auf einem der zur Verfügung stehenden Servern ein und tummeln uns mit vielen anderen Spielern in der Dinosaurier-Zeit. Beides hat Vor- und Nachteile. Im lokalen Spiel können wir uns in aller Ruhe dem PvE Modus widmen, ohne Angst vor einem Griefing anderer Spieler haben zu müssen. Andererseits stehen wir das komplette Spiel hindurch auch allein unseren Mann – oder die Frau. Gemeinsam mit anderen Mitspielern einen T-Rex zu erlegen, ist wohl deutlich einfacher als das Ganze solo über die Bühne zu bringen. Schließlich wird uns Scharfzahn nicht vor lauter Mitleid den Rücken zukehren. Entscheidet ihr euch also dafür, einem der Server beizutreten, habt ihr die Gelegenheit, in einer Gruppe zu agieren und erhöht somit schlichtweg eure Überlebenschancen – und vielleicht auch den Spielspaß.ARK a new beginningWir haben die Möglichkeit, unseren ganz individuellen Überlebenskünstler zu erschaffen. Von der Wahl des Geschlechts, über die Haarfarbe, bis hin zu der Schuhgröße können wir uns austoben. Wie der Titel unschwer erkennen lässt, geht es hier ums reine Überleben und unsere Entwicklung. Mit Skill-Punkten werten wir demnach unsere Charaktereigenschaften auf und verbessern außerdem von uns erschaffene Objekte, Werkzeuge und Gebäude und lernen kontinuierlich Neues hinzu. Wahlweise können wir das Game in der First- oder Third-Person-Perspektive spielen.

In einem Land nach unserer Zeit

Ein wenig abrupt und halb nackt erwachen wir also in einer vollkommen fremden Umgebung und kratzen erst einmal verwirrt an einem recht futuristischen, rautenförmigen Implantat an unserem linken Unterarm herum – und es leuchtet. Somit wird der Anschein, wir seien rund 65 Millionen Jahre in der Zeit zurückgereist, direkt wieder zerschlagen. Am Himmel erkennen wir riesige, schwebende, felsenähnliche Gebilde, die sich mit hellen Strahlen bemerkbar machen und an Zitadellen erinnern. ARK Area BeachIn der Steinzeit scheinen wir also nicht zu sein, obwohl doch überall wilde Dinosaurier umher streifen. Hier bestätigt sich übrigens die Angabe der Entwickler, sie würden ihren Schwerpunkt auf die möglichst realistische Darstellung der Urzeit-Lebewesen legen – beeindruckend. Ich muss also zwischendurch immer ein wenig aufpassen nicht geistesabwesend meinen Bildschirm zu streicheln und dem Drang nachzugeben die Dinos zu berühren… nun denn.

Wir versuchen aber nicht nur fleischfressenden Dinosauriern aus dem Weg zu gehen, sondern kämpfen außerdem gegen Kälte, Hitze, Hunger und Durst. Von Beeren, die wir von herumstehenden Sträuchern entnehmen, werden wir auf Dauer auch nicht glücklich – und von narkotisierenden Beeren auch eher schläfrig. Wir müssen also in größeren Dimensionen denken und vor allem das Beste aus unserer Situation machen. Und genau hier setzt der Mainplot ein: Überleben. Bevor die Nacht einbricht, sollten wir uns um ein Lagerfeuer kümmern, für das wir ein wenig Stroh und Holz sowie Stein benötigen. Da wir ohne Werkzeug in der Gegend herumstreunen, schlagen wir das Holz vorerst mit bloßen Händen von den Bäumen, sammeln Steine am Boden und sollten dabei auf unsere Gesundheitsanzeige achten – mit bloßen Händen die Baumrinde abzuschlagen ist nicht zwangsläufig gesundheitsfördernd. Wir lernen schnell, dass uns das rautenförmige Implantat den Zugriff auf das Inventar gewährt. Hier können wir gesammelte Gegenstände verwalten und im Crafting-Menü unsere Handwerksgegenstände herstellen. ARK InventoryDas Lagerfeuer lodert fröhlich vor sich hin und eine Fackel war auch noch drin. Das gesammelte Holz, die Fasern und das Stroh lassen zu, dass wir uns noch einen Speer basteln – fühlt sich gleich viel sicherer an. Am nächsten Morgen (der übrigens wunderschön in Szene gesetzt wird und mich dazu verleitet, künftig eher dem virtuellen als dem realen Sonnenaufgang beizuwohnen), machen wir uns auf den Weg, um einen Zufluchtsort zu finden, der idealerweise nicht so leicht von den umherstreifenden Dinosauriern zu entdecken und zu erreichen ist. ARK SunriseFolgen wir einer der Zitadellen am Himmel, werden wir an einen malerischen Wasserfall geführt, in dessen Schutz die erste Hütte gebaut wird. Die nächsten Stunden sind wir zweifelsohne damit beschäftigt, eine ganze Menge Utensilien zu sammeln, um unser Vorhaben in die Tat umzusetzen und unser trautes Heim größer und stabiler zu gestalten, sowie besseres Werkzeug herzustellen.

Verbessertes Werkzeug bedeutet schneller und vor allem mehr Material sammeln zu können. Verbesserte Waffen hingegen bedeuten (logischerweise) mehr Schutz vor einem aggressiven Fleischosaurus, aber auch höhere Erfolgschancen bei der Jagd. Um das komplette Gebiet zu erforschen, stellt uns Studio Wildcat satte 36 Quadratkilometer Landmasse und zwölf Quadratkilometer Wasserlandschaft zur Verfügung. Hinzu kommen zahlreiche Höhlensysteme, die erforscht werden wollen. Das sind 48 Quadratkilometer prähistorischer Wahnsinn und atemberaubender Schönheit.ARK LandscapeWährend unserer Entdeckungsreise laufen uns zahlreiche Dinosaurier über den Weg – wenn’s schlecht läuft, auch gerne ein hungriger Scharfzahn. Obacht ist in undurchsichtigen Waldgebieten geboten: Raptoren sind schnell und gnadenlos. Natürlich schwingt in meinem Hinterkopf permanent die atemberaubende Vorstellung mit, wie ich mich auf einem dieser monströsen Kreaturen fortbewege. Primäres persönliches Ziel ist somit gesetzt. Wer wollte nicht schon immer auf dem Rücken eines Tyrannosaurus Rex durch die Lande streifen?Exploring ARKNeben den Zitadellen und unserem funkelnden Implantat im Arm, gibt es noch weitere ominöse Erscheinungen die auf jede Menge futuristische Machenschaften hindeuten. In regelmäßigen Abständen erstrecken sich enorme Blitzkugeln über das Land und werfen einen riesigen hellen Strahl auf den Boden, der eine Art Fahrstuhl darstellt: Für ein rotierendes, an ein Oktaeder erinnerndes Loot-Objekt. Es enthält unterschiedliche Gegenstände und Pläne sowie Nahrung und kann je nach Charakterstufe geplündert werden. Einige sind von vorn herein zugänglich, andere erst ab Level 25 und höher.ARK LootBedenken wir, dass sich Ark: Survival Evolved noch in der Entwicklung befindet und erst in knapp einem Jahr als komplettes Spiel erscheint, überzeugt es bereits jetzt durch enormen Spielspaß und tolle Optik. Zwar begegnen wir noch dem einen oder anderen Bug, aber darüber sehen wir gerne hinweg, betrachten wir einmal das Gesamtwerk. Die Geräusche der Dinosaurier, sowie die Gegebenheiten unter Wasser oder in den Wäldern sind bereits jetzt beeindruckend und überzeugend. Nicht umsonst erntet der Early Access Unmengen positiver Kritik, ohne dass es eine reelle Orientierung an anderen Games oder einer fertigen Fassung gäbe.ARK Landscape

Unsere kleine Dino-Farm

Die Basis steht. Der Charakter-Level steigt. Machen wir uns also ans Werk und beginnen, einige der Dickhäuter auf unsere Seite zu ziehen. Dies funktioniert am besten mit narkotisierenden Beeren und hergestellten Narkosemitteln. Wir sollten uns allerdings der Tatsache bewusst sein, dass das sogenannte Taming nicht in 2-3 Minuten vorbei ist, sondern gut und gerne auch mal einige Stunden in Anspruch nehmen kann. Die Zeit ist abhängig von unserer Strategie und dem Level des jeweiligen Herbivoren und Karnivoren. Sobald wir aber auf dem Rücken eines solchen Getiers sitzen und stolz über das Land schreiten, hat sich jede Minute des Bangens gelohnt. Im sogenannten Survivor Profile bietet sich uns anschließend eine Übersicht sämtlicher, gezähmter Dinos, sowie ein Factsheet.ARK Taming a ParasaurARK Survivor ProfileFinden wir einmal ein spontanes Ableben durch Dino oder auch Mitspieler, gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Wir geben uns demselben Charakter durch einen Respawn hin und beginnen in einer gewählten Region an einem zufälligen Ort (oder in unserem Camp, sollten wir einen Schlafsack oder ein Bett besitzen – diese Gegenstände dienen als Respawn-Point). Hierbei verlieren wir sämtliche Gegenstände, die sich in unserem Inventar befinden, sowie Ausrüstung und Waffen. Wir behalten lediglich die erlernten Pläne und das Level.
  2. Wir erstellen einen komplett neuen Charakter und fangen wieder bei Null an.

Skill-Punkte lassen sich wie folgt verteilen:

Mit aufgestiegenem Level entscheiden wir uns entweder für

  • Gesundheit
  • Ausdauer
  • Sauerstoff
  • Nahrung
  • Wasser
  • Gewicht/Last
  • Nahkampfschaden
  • Bewegungsgeschwindigkeit
  • Standhaftigkeit
  • Handwerksgeschwindigkeit oder
  • Trägheit

Anschließend lassen sich unterschiedlich viele Punkte in Pläne investieren, die zur Herstellung verschiedener Gegenstände, Waffen und Rüstungen dienen. Dabei müssen nicht unbedingt alle Punkte verbraucht werden. Sie können bequem gesammelt und in umfangreiche Pläne z ueinem späteren Zeitpunkt investiert werden. Doch nicht nur unser Charakter, sondern auch unsere treuen Begleiter lassen sich fleißig leveln. Je nach bereits vorhandener Stufe können wir zum Beispiel

  • Gesundheit
  • Ausdauer
  • Nahrung oder
  • Gewicht sowie
  • Nahkampfschaden

erweitern. Hierbei kommt es darauf an, ob ihr euren Begleiter als Lastentier, Reittier oder auch zum Kampf nutzen wollt.ARK Tamed ParasaurSchlussendlich wollen die Entwickler über 70 Lebewesen in das Game implementieren. Darunter Fische, Insekten und eben unsere allseits beliebten Sauropoden, mit denen wir fleißig um die Wette schnaufen dürfen. Im Juni 2016 soll es soweit sein und betroffen sind die uns bekannten Plattformen: Xbox One, PC und Playstation 4.

 

Verspricht Langzeitunterhaltung
Top Grafik - so far
Beeindruckend detailgetreue Dinosaurier
Bugs in einigen Gebieten noch sehr prägnant
Das Zähmen dauert teilweise enorm lang
Teilweise Performance-Probleme
Vielversprechend

Name

Bereits jetzt ist ARK ein voller Erfolg. Nicht nur die Verkaufszahlen sprechen für sich. Berücksichtigt man die Entwicklungsstufe des Spiels, macht es grafisch schon einiges her und verrät, was für ein Potential dahinter steckt. Das Gameplay beschränkt sich auf die übliche WASD-Steuerung inkl. Mäuschen und geht recht flüssig von der Hand. Ein übersichtliches Interface und zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten lassen den Titel wunderbar ankommen.
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