Vorschau: The Crew

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Mit The Crew möchte Ubisoft noch in diesem Jahr ein Rennspiel der etwas anderen Art auf den Kurs schicken. Wir hatten kurz nach der geschlossen Beta nochmal die Chance, im virtuellen Amerika ordentlich Staub aufzuwirbeln. Ob euch ihr euch im November fest anschnallen solltet haben wir für euch herausgefunden.

Zwei in einem

The Crew ist kein klassisches Rennspiel in dem ihr euch stumpf auf Rennkurse begebt und Runde für Runde hinter euch bringen müsst. Ubisoft stellt euch eine große, offene Spielwelt zur Verfügung in der auch ein Einzelspielermodus auf euch wartet. Dank der frei erkundbaren Spielumgebung müsst ihr jedoch nicht nur der Story folgen, sondern könnt die offene Welt frei erkunden. Der Clou an der Sache sind die Online-Funktionen. Wie schon aus Watch Dogs bekannt, ist die Spielwelt jederzeit online, womit ihr nie alleine unterwegs seid.

Unterwegs mit Alex

An dieser Stelle wollen wir uns jedoch schnell der Geschichte widmen. Ihr schlüpft in der Rolle des Streetracers Alex. Dieser führt ein hartes und actionreiches Leben zusammen mit seinem Bruder. Es kommt wie es kommen muss und dank eines korrupten Polizisten geht ein Job mächtig schief und sein Bruder stirbt. Für seinen Mord werdet natürlich ihr zur Rechenschaft gezogen und landet für satte fünf Jahre im Knast.

Natürlich will Alex Rache und so kommt ihm die Bekanntschaft der FBI Agentin Zoe ganz gelegen. Diese macht ihm ein verlockendes Angebot. Ihr sollt die 5-10 Gang infiltrieren und euch an deren Spitze vorarbeiten. Dreimal dürft ihr raten, wer ganz oben auf euch wartet. Richtig, der Verantwortliche für den Tod eures Bruders. Es ist zwar das klassische “Underdog-spielt-den-Bösen-und-wird-zum-Held-Szenario”, dies tut der Sache aber keinen Abbruch, da es wirklich gut in Szene gesetzt worden ist.

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Ab auf die Straße

Die gute Zoe stattet euch sogleich mit einem Startkapital aus, womit ihr euch den ersten fahrbaren Untersatz zulegen könnt. Einmal beim Händler eures Vertrauens angelangt, werdet ihr mit jeder Menge Informationen überladen, so wie fast immer bei The Crew. Der Grund ist simpel: Es warten jede Menge unterschiedliche Events auf euch. Somit ist die Anzahl an Fahrzeugen, mit individuellen Eigenschaften sehr hoch, um auch für jede Anforderung richtig gewappnet zu sein.

Habt ihr ein Auto in eurem Besitz, könnt ihr es im weiteren Verlauf mit genug Kapital, oder entsprechendem Level immer weiter aufwerten. Euer Level hängt maßgeblich von den Ergebnissen bei den Events ab. Mit jedem abgeschlossenen Event gibt es eine gewisse Anzahl von Erfahrungspunkten. Habt ihr davon genug gesammelt steigt ihr weiter auf und gewinnt neue Fahrzeugteile. Das System ist einfach aber ungemein motivierend.

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Zusammen und Gegeneinander

Besonders gut hat uns der  Online Gedanke hinter dem Spiel gefallen. So ist es jederzeit möglich, Spieler aus eure Freundesliste zu den Events (auch Story) einzuladen um diese kooperativ zu bestreiten. Neben den Koop-Funktionen könnt ihr euch auch in Lobbys zusammenfinden und Events gegeneinander bestreiten. Wir konnten dabei 4 vs. 4 Matches angehen, die spannende Kämpfe mit sich brachten. Leider spielt die sonst recht gute Physik des Spiels, gerade im PvP-Modus nicht für euch. Zusammenstöße ziehen meist einen sofortigen Dreher oder kompletten Reset nach sich, womit die anderen locker an euch vorbei ziehen.

Viel zu erleben

Folgt ihr mal nicht der Geschichte, gibt es jede Menge anderer Rennevents die auf euch warten. Deren Anzahl ist schier unendlich und deren Modi extrem abwechslungsreich. Auch das Terrain ist stets unterschiedlich, denn auf den Straßen ist noch längst nicht Schluss. Ihr wollt ein Dirt-Renn oder Querfeldein-Rennen fahren? Kein Problem! Natürlich sind aber auch klassische Straßenrennen mit von der Partie. Die Ziele der Events sind variabel wie das unterfahren einer bestimmen Zeit, das Erreichen von Checkpoints, oder die Jagd nach der Poleposition. Das Amerika in The Crew ist ein riesiger Abenteuerspielplatz und wahrlich kein Ort für Langeweile.

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Eine Karte voller Abenteuer

Ihr fragt euch jetzt sicherlich wie das gesamte Spiel vonstatten geht. Das ist recht simpel. Ihr werdet wie in klassischen Open-World-Spielen auf die Karte geschmissen und schon könnt ihr loslegen. Über einen schnellen Blick auf die Map, die im ersten Moment vor Informationen überladen zu sein scheint, könnt wählen was ihr als nächstes tun möchtet. Euch steht es frei, ob ihr weiter in die Story abtauchen, freie Events abklappern wollt. Auch der Weg zu den Events ist euch wiederum frei wählbar. Entweder fahrend in Echtzeit, was durchaus lange dauern kann, oder ihr benutzt die praktische Schnellreisefunktion.

Schön und flüssig

Wir konnten bei unserem Anspieltermin die Xbox One Version unter die Lupe nehmen und diese steht den Bildern aus der PC-Version ins nichts nach. Egal was ihr auch tut, ihr werdet es aufgrund der schicken Optik nicht bereuen. Selbst das sinnlose Umherfahren ist einfach fantastisch, wenn sich einem solch ein Anblick bietet. Schicke Tag- und Nachtwechsel, jede Menge Autos auf den Straßen und eine riesige Welt warten darauf entdeckt und erkundet zu werden. Herrlich beleuchtete Kulissen, eine tolle Weitsicht und die angesprochenen Punkte sind starke Eckpfeiler von The Crew.

Schicke und flüssige Optik
Viel Abwechselung
Online Funktionen
Physik manchmal fragwürdig
Menüs stellenweise überladen
Vielversprechend

Marco K.

Mit The Crew könnte Ubisoft in diesem Jahr noch einen echten Spaßgaranten in die Spur schicken. Die Präsentation ist fabelhaft und herrlich flüssig, sodass ihr schnell in einen Geschwindigkeitsrausch geratet. Leider wirkt die Geschichte ein wenig blass und auch die Physik könnte ein bisschen mehr für anstatt gegen euch arbeiten. Nichtsdestotrotz freuen wir uns darauf in der finalen Version ordentlich auf das Gaspedal drücken zu können.
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