Vorschau: Armored Warfare (gamescom 2014)

Vorschau Armored Warfare (gamescom 2014) (1)In der Vergangenheit hat sich das Entwicklerstudio Obsidian Entertainment durch die Arbeit an Spieletiteln wie Knights of the Old Republic 2, Fallout New Vegas und South Park: The Stick of Truth einen stattlichen Namen gemacht. Nun jedoch hat das Studio einen etwas anderen Weg bei der Entwicklung von Games eingeschlagen. Das neueste Spiel, welches sich im kalifornischen Studio in Entwicklung befindet, ist nämlich ein MMOG, welches den Fokus auf den Krieg mit gepanzerten Fahrzeugen legt. Der Name dieses Spiel ist zudem auch eben diese Beschreibung: Armored Warfare.

Der stählerne Tod

In Armored Warfare wird der Spieler sowohl im PvE als auch im PvP in den Krieg gegen feindliche Panzergeschwader geschickt. Es stehen zahlreiche Gefährte zur Auswahl, die sich insbesondere in drei unterschiedliche Klassen differenzieren: Die schlagkräftigen Battle Tanks, die schnellen und wendigen Aufklärer, sowie die Artillerie Panzer. Während die Battle Tanks an vorderster Front gegen den Feind kämpfen, ist die Hauptaufgabe der Aufklärer, sich schnell durchs Feld zu bewegen und insbesondere die Gegend auszukundschaften. Dies ist gerade für Spieler in Artillerie-Fahrzeugen wichtig, da nur so effizient Unterstützungsfeuer geleistet werden kann.

Die Artillerie verfügt nämlich über einen speziellen Schussmodus, aber um überhaupt effektiv agieren zu können, bedarf es einer günstigen Positionierung – am besten auf einer Anhöhe mit möglichst wenig Terrain, das die Sicht zwischen den eigenen Gefährt und dem Ziel blockiert. Das Kernproblem ist nämlich, dass abgefeuerte Schüsse so ihr Ziel nicht erreichen würden.

Der Feuermodus der Artillerie findet per Kartendraufsicht statt. Hier könnt ihr mit dem Mauszeiger auf einen Feind zielen und diesen direkt ins Jenseits schießen. Wirklich? Nein, so einfach ist es dann doch nicht. Denn würdet ihr sofort feuern, würde der Schuss mit hoher Wahrscheinlichkeit ins Leere gehen. Zunächst gilt es die Maus still zu halten, denn um den Mauszeiger befindet sich ein vibrierender großer Kreis, der die Abweichung des Schusses erahnen lässt. Nur durch längeres Zielen schrumpft dieser Kreis und es gelingt ein präziserer Schuss. Eine günstige und versteckte Positionierung des eigenen Gefährts kann übrigens auch empfohlen werden, denn so gelangt ihr auch wemiger leicht ins Visier feindlicher Artillerie.Vorschau Armored Warfare (gamescom 2014) (2)

Was Panzerung bewirken kann…

Die Panzer wurden in Armored Warfare zudem möglichst realistisch gestaltet. So besitzt jedes Fahrzeug unterschiedliche Trefferzonen. Trefft ihr einen Battle Tank an der stark gepanzerten Front, erleidet dieser nur mäßigen Schaden. Das verwundbare Heck hingegen ist wesentlich vielversprechender, muss aber erst einmal getroffen werden.

Jedes Fahrzeug verfügt des Weiteren über einen eigenen Upgrade-Tree, über den zahlreiche Zusatzbestückungen freigeschaltet werden können. So kann der Spieler im späteren Spielverlauf von Armored Warfare auch einen Rauchvorhang einsetzen oder reaktive Panzerung am eigenen Gefährt anbringen. Neue Panzer werden im Verlauf von Missionen freigeschaltet, die man für einen der sogenannten Dealer  durchführt

Armored Warfare verfügt zudem über einen kooperativen Modus, in dem ihr mit drei weiteren Spielern spezielle Missionen angehen könnt. In diesen gilt es zum einen ein Hauptziel zu erreichen und zum anderen kann auch ein sekundäres Ziel absolviert werden, welches aber kein Muss ist. Durch das Abschließen beider Aufträge winken natürliche bessere Belohnungen. Die ersten eingeführten Modi in Armored Warfare werden zudem 15 vs. 15 Gefechte beinhalten, sodass wirklich intensive Scharmützel zu erwarten sind.Vorschau Armored Warfare (gamescom 2014) (3)

 

 

+ Großes taktisches Potential
+ Umfangreicher Upgrade-Tree
+ Spannende Scharmützel
- K.I. wirkt derzeit noch sehr schwach
- Noch wenig über kommende Modi und weitere Features bekannt
Vielversprechend

Daniel M.

Amored Warfare ist zwar nicht unbedingt ein Spiel, welches der eingefleischte Gamer von einem renommierten Entwickler wie Obsidian Entertainment erwartet hätte, aber der erste Eindruck ist durchaus vielversprechend. Die Karten sind groß, detailliert sowie optisch absolut ansprechend und sogar in sachen Gameplay weiß der Titel auch zu unterhalten. Leider sind derzeit noch sehr viele Fragen offen, insbesondere was die Anzahl und Art der Modi, das Levelsystem und insbesondere Belohnungen bei langfristiger Beschäftigung mit dem Spiel betrifft.
Vorschau: Stronghold - Crusader 2 (gamescom 2014) Vorschau: Shape Up (gamescom 2014)
Comments