Vorschau: Batman – Arkham Knight

Batman - Arkham KnightEs ist nicht nur der dritte Teil eines Spiels, sondern das Ende einer sagenhaften Trilogie. In Batman Arkham Knight geht es noch ein letztes Mal so richtig zur Sache, damit der Titel dem Ruf des dunklen Ritters gerecht werden kann. Warner Bros. und Rocksteady haben auch diesmal weder Kosten noch Mühen gescheut und ein Spiel kreiert, das euch ohne Frage aus dem Batmobil hauen wird. Woher wir das wissen? Vergangene Woche durften wir bereits einen Blick auf das erste Gameplay-Material werfen und die neuen Gadgets ausprobieren. Wir verraten euch, was uns an Batman – Arkham Knight am meisten beeindrucken konnte und warum wir des öfteren unseren virtuellen Führerschein verloren haben.

Episches Finale

Wir haben uns bereits in den beiden Vorgängern Arkham Asylum und Arkham City mehrfach mit den Bösewichten der Stadt auseinandergesetzt und sind bisher stets siegreich daraus hervorgegangen, denn so gehört es sich für jemanden wie Batman schließlich auch. Man kann darüber streiten, ob er ein „richtiger“ Superheld ist oder nicht, doch in jedem Fall macht er seinen Job als Beschützer von Gotham verdammt gut.

Im abschließenden Batman – Arkham Knight tritt endlich Batmans Nemesis ins Licht und wird uns vor ziemlich fiese Herausforderungen stellen: Scarecrow hat Gotham anvisiert und will die Stadt mit Hilfe eines neuen Nervengiftes auslöschen.

Doch kaum werden die Menschen evakuiert, sehen wir uns mit der nächsten Katastrophe konfrontiert, denn unsere aus den Vorgängern bekannten Gegner haben sich zusammen geschlossen und wollen uns, Batman, den Gar aus machen. Neben dem Pinguin, Harley Quinn, Firefly und dem Riddler begegnen wir noch so einigen anderen bekannten Gesichtern und müssen uns in Nebenmissionen ständig neuen Aufgaben stellen. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt in Batman – Arkham Knight alledem nicht, immer wieder fordert einer der Verrückten unsere Aufmerksamkeit und sorgt mit größenwahnsinnigen Plänen für jede Menge Ärger. Leider konnten wir uns bislang noch keinen Eindruck von der Story verschaffen, da wir hauptsächlich in Nebenmissionen unterwegs waren.Batman - Arkham Knight

Ein optischer Augenschmaus

Man kann es einfach nicht anders ausdrücken: Die Grafik von Batman – Arkham Knight ist phänomenal und wird euren Sehnerv ausnahmslos in Watte betten. Wahnsinnig schöne Lichteffekte, eine verlassene und unüberschaubare Stadt, flüssiges Gameplay – nein, da gibt es wirklich nichts zu meckern. Selten haben wir einen Titel gesehen, bei dem Entwickler und Publisher ihre vorzeitig ausgesprochenen Versprechen wirklich halten können und den Fans ein Abenteuer auf höchstem Grafik-Niveau darbieten.

Der Sound im Hintergrund ist stimmig und passt zu den entsprechenden Missionen, die ihr durchführen müsst. Auch die deutsche Sprachausgabe bockt und erzeugt meist eine angebrachte, flexible Stimmung. Leider muss ich zugeben, dass es mir bei einigen Missionen in Batman – Arkham Knight schwer fiel, dem Gerede eines Charakters zu folgen und gleichzeitig die Aufgabe zu lösen. Insbesondere bei meinem absoluten Liebling, dem Riddler, ist mir der Inhalt seiner Monologe fast gänzlich entwichen. Schade!

Einwandfreies Gameplay

Man könnte meinen, wenn die Grafik bei Batman – Arkham Knight derart hoch bejubelt wird, gibt es einige Mankos beim Gameplay. Falsch gedacht! Überraschenderweise hatten wir während unserer Anspiel-Session kaum eine Gelegenheit, uns über die Steuerung zu beschweren. Kein Ruckeln, keine Verzögerung, nicht einmal ein winzig kleiner Grund, um sich zu ärgern. Lediglich im Zusammenhang mit dem neuen und verbesserten Batmobil fühlt man sich schnell überfordert.

Wer fahren und gleichzeitig in den Angriffsmodus wechseln will, muss mindestens zwei Knöpfe gedrückt halten, hinzu kommen bestimmte Ausweichmanöver und Special-Attacks, sowie versehentliches Ein- und Aussteigen. Nicht zu vergessen: der Super-Boost, der es euch erlaubt, mit gefühlten 800 km/h durch die Straßen von Gotham zu rasen und eventuell den einen oder anderen unschuldigen Wagen mitzureißen. Insbesondere die Level, die explizit auf das neue Vehikel ausgelegt sind, haben es in sich und sorgen für ordentlich Adrenalin. Der Riddler stellt eure Fahrkünste mehr als einmal auf die Probe und wird sich ins Fäustchen lachen, wenn ihr (ähnlich wie wir) mehrfach im Graben landet.Batman - Arkham Knight

Bis man sich richtig orientieren kann und in die doch recht komplexe Steuerung eingefunden hat, vergeht durchaus ein bisschen Zeit. Es soll aber die Möglichkeit bestehen, die Steuerung individuell festzulegen, was in diesem Fall einiges erleichtern dürfte. Das ist zwar ein Pluspunkt, doch grundsätzlich kann das Batmobil nicht nur Freude bereiten. Es mag die größte Neuerung in Batman – Arkham Knight sein und hat zu Recht seine „eigenen“ Missionen bekommen. Wenn sich aber jemand schwer damit tut, das Batmobil unter Kontrolle zu bekommen, entgeht ihm aber leider voraussichtlich ein sehr großer Teil des Gesamtspiels. Zudem fühlen wir uns irgendwie ein bisschen unwohl dabei, andere Panzer abzuschießen oder auf Bösewichte zu feuern, auch wenn Rocksteady niemals Batmans Credo verletzen würde.

Offiziell wehrt sich das Batmobil mit nicht tödlichen Geschossen – hat andererseits aber auch scharfe Raketen an Bord.

Solltet ihr euch fernab des Batmobils wohler fühlen – und das ist nicht verwerflich – besteht auch im dritten Teil die Möglichkeit, sich dank Batmans Ausrüstung weniger rasant von A nach B zu bewegen. Nach wie vor könnt ihr euch beispielsweise an Gebäuden empor ziehen und anschließend direkt in den „Flug“ übergehen. Das funktioniert absolut problemlos, vorausgesetzt man hat sich mit der Steuerung angefreundet, und macht mindestens genau so viel Spaß wie halsbrecherische Stunts mit dem Batmobil.

Gemeinsam sind wir stark

Neben den Gadgets steht selbstverständlich noch etwas im Zentrum von Batman – Arkham Knight: das Kampfsystem. Hier zeigen sich allerdings ähnliche Muster wie bei einer Fahrt mit dem Auto. An sich sind die Kämpfe ziemlich gut, verhältnismäßig einfach zu erledigen und trotzdem voller Nervenkitzel. Ob gegen zwei oder 12 Gegner – mit den stilvollen und effektiven Moves macht Batman stets eine gute Figur und versohlt mit Leichtigkeit die Hintern der bösen Jungs.

Wirklich nett anzusehen sind dabei die Angriffe, die man von oben ausführen und mit denen man im Endeffekt mehrere Gegner hintereinander ausschalten kann. Dank Slow-Motion und direktem Anvisieren seid ihr auch gegen größere Gruppen im Vorteil. Zudem stoßen bei vielen Feinden verschiedene Charaktere dazu, mit denen ihr agieren könnt. Nach Ausführen einer Kombo-Attacke, die es ziemlich in sich hat, switcht ihr automatisch in die Rolle des Co-Helden und könnt somit auch mal andere Skills als die von Batman bewundern. Das sorgt für richtig viel Tempo und angenehme Abwechslung, sodass die Kämpfen bei einzelnen Missionen nie langweilig werden.Vorschau Batman - Arkham Knight

Sensationelle Grafik
Extrem flüssiges Gameplay
Anspruchsvolle Missionen
Dynamisches Kampfsystem plus Kombo-Angriffe
Extra-Level nur für das Batmobil
Komplexe Steuerung
Was kann die Story?
Bombastisch

Sandra M.

Dieser Titel ist eine absolute Pflicht-Vorbestellung! Wir mögen den einen oder anderen kleinen Punkt bemängelt haben, aber seien wir ehrlich: das ist meckern auf sehr, sehr hohem Niveau. Bei Batman Arkham Knight handelt es sich, soweit wir es bislang beurteilen können, um ein fantastisches Werk, das mit jeder einzelnen Spielminute mehr begeistert und deswegen ohne Zweifel bei jedem von euch ins Regal gehören könnte! Rocksteady und Warner Bros. haben sich erfolgreich ins Zeug gelegt und der Trilogie zu einem würdevollen Ende verholfen, das ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen dürft.
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