Vorschau: Dark Souls 3

dark-souls-3-vorschau-bild-1

Das Sterben geht weiter in Dark Souls 3.

Ich mache es kurz: Dark Souls 3 war eines meiner Gamescom-Highlights in diesem Jahr! Nicht nur weil es endlich den ersten Gameplay-Trailer zu sehen gab, sondern weil wir auch selbst Hand anlegen durften. Warum wir uns wieder auf kommende Bildschirmtode freuen, verraten wir euch natürlich aus erster Hand.

Schon bei der einführenden Präsentation wurde eines klar, viel wird sich an der alten Dark Souls-Formel auch im neusten Teil nicht ändern. Somit ist es kein Wunder, dass selbst die Entwickler beim “Vorzocken” den Löffel mehr als einmal unfreiwillig abgeben mussten. Aber anders würde diese Selbstgeißelung wohl auch kaum richtigen Spaß machen. Kurz gesagt: Dark Souls 3 ist schwer, bockschwer!

dark-souls-3-vorschau-bild-2

Und keine Angst es wird nicht leichter werden.

Schöner sterben

Der dritte Teil beruht dabei auf vier Grundfesten: bessere Optik, verfeinertes Kampfsystem, eine riesige immersive Welt und ein ungewöhnliches Mutiplayer-Konzept von dem wir leider aber noch nichts sehen konnten. Bei unserem Termin wurden wir wahlweise mit einem Ritter oder einer Art Wikinger auf eine verfalle gotische Burgfeste geschickt. Das ganze “Dark Fantasy” Szenario schaute dabei wegen neuer Konsolen- und Rechnerpower schon mal wundbar aus.

Dank neuem dynamischen Licht- und Partikel-Effekten, baut sich mal wieder eine unglaublich dichte Atmosphäre auf, der ihr euch kaum entziehen könnt. Zudem ist das Fantasy-Setting wie gewohnt so düster und wenig gastlich, dass es sich sofort in euer Hirn einbrennt. Trotzdem hat vielleicht ein wenig der WOW-Effekt gefehlt. Das liegt aber vor allem daran das wir uns mittlerweile in der dritten Auflage der Serie befinden. 

dark-souls-3-vorschau-bild-3

Auch die Welt von Dark Souls 3 zieht euch in seinen Bann.

Die Wege ins Jenseits

Von unserer Startplattform aus, galt es sich seinen Weg durch kleinere Gegnerhorden, über vereinzelte dicke Brummer, bis hin zum Bosskampf zu bahnen. Falls ihr auf dem Weg unerwartet sterben solltet, werdet ihr am zuletzt entzündeten Lagerfeuer wiederbelebt. Ob das in anderer Gestalt und oder mit weniger Lebensenergie passiert, können wir leider an dieser Stelle nur mutmaßen. Die Wegfindung ist wie gewohnt euer eigenes Problem. Zwischenzeitlich mussten wir schon mal schnell die Beine in die Hand nehmen, um vor einem riesigen Drachen zu fliehen, der mit seinem Feuerstrahl nicht einmal vor seinen untoten NPC-Kameraden Halt machte. Auch das scheint ein wenig neu, denn viele der nahenden Gefahren, können mit ein bisschen Taktik zur eurem Vorteil genutzt werden.

Doch im Endeffekt liegt es mal wieder an euer Hand-Augen-Koordination, ob ihr den Trip überlebt oder auch nicht. In Sachen Gameplay scheinen sich die Entwickler jedoch sehr dicht an Bloodborne anzunähern, zumindest was die Geschwindigkeit angeht. Alles wirkt direkter und zügiger, was unter anderem neue Bewegungsabläufe zulässt. Beispielsweise kommt ihr nun deutlich schneller hinter normale Gegner, um den beliebten Backstab ausführen zu können.

dark-souls-3-vorschau-bild-5

An jeder Ecke lauern Gefahren!

Neue Künste

Um dies noch weiter auszubauen spendiert euch From Software die sogenannten Schwertkünste. Diese sind je nach Ausrüstung vollkommen unterschiedlich. Mit einem Breitschwert lassen sich so beispielsweise Gegner mit gutem Timing in die Luft schleudern, oder mit dem normalen Schwert Schilde von Gegnern durchbrechen. Dafür müsst ihr vorher in eine Art Angriffmodus übergehen, um die Aktionen danach pfeilschnell auslösen zu können.

Doch nicht nur euer Charakter muss anders vorgehen, auch eure Gegner wirken deutlich aggressiver und locken euch immer öfter in einen Hinterhalt. Aber keine Angst, gegen diese fiesen Angriffe, habt ihr ganz Souls-like ein Schild dabei, um die Attacken abwehren zu können. Auch die gute Ausweichrolle ist wieder mit von der Partie, wirkt aber nun deutlich dynamischer. Zudem kann diese auch weiter benutzt werden, selbst wenn euch mal die Ausdauer ausgeht.

dark-souls-3-vorschau-bild-6

Bei den Bossen geht es wieder richtig zur Sache.

Große böse Viecher

Kein Souls-Spiel ohne spannende Bosskämpfe und in unserer Demo gab es gleich zwei dieser Riesen. Zum einen die „Dancer of the Frigid Valley“ welche auch im neuen Gameplay-Trailer kurz ihren Auftritt feiert. Eine ziemlich große, dürre, monströse Gestalt mit einem fast unsichtbaren Schleicher, die uns mit ihren unvorhersehbaren flammenden Säbelattacken in die Knie gezwungen hat. Zudem gab es noch den „Dark Knight“ entdecken, der euch mit leuchtender Rüstung und seinen schnellen Nahkampfangriffen das Leben schwer macht. Laut Aussagen der Entwickler ist dieser Kampf so schwer, dass nur ein Pressevertreter ihn zu Gesicht bekommen hat, um dann stilvoll den Löffel abgeben zu können. Andererseits waren wir auch schon am zweiten Tag der Gamescom dort und wer weiß, wie sich die nachfolgenden Kollegen noch geschlagen haben.

Ansonsten hielten sich die Entwickler noch sehr bedeckt mit Informationen, was uns eigentlich nur umso heißer auf das Frühjahr 2016 macht.

Tolle Spielwelt mit einzigartigem Stil
Bockschwer
Sinnvolle Gameplay Neuerungen
Geniale Bosse
Alles nicht ganz neu
Bombastisch

Marco K.

Dark Souls 3 ist ohne Zweifel eines meiner Messehighlights der diesjährigen Gamescom. Das liegt zum einen an der schaurig schönen Spielwelt und zum anderen an sinnvollen Erweiterungen im Gameplay. Form Software bleibt mit dem neusten Ableger den Wurzeln der Serie stets treu und fügt nur die, meiner Meinung nach nötige Prise Bloodborne der Formel hinzu. In jeden Fall kann das Frühjahr 2016 gar nicht schnell genug kommen.
Vorschau: Shadow Warrior 2 Vorschau: Homefront - The Revolution
Comments