Vorschau: Detroit Become Human

Vorschau Detroit Become Human

Detroit Become Human spielt in einer Zukunftsvision der Namensgebenden Stadt

Vor kurzem wurden wir von Quantic Dream zu einem extravaganten Presse-Event eingeladen. Dort hatten wir die Möglichkeit selbst Hand an ihr neues Projekt zu legen. Nach einer kurzen Einführung und Ansprache konnten wir insgesamt über anderthalb Stunden spielen.

Ein Roboter kommt selten allein

Vorschau Detroit Become Human

Connor glänzt durch sein selbstbewusstes Auftreten

Das Spiel beginnt mit der bekannten Sequenz aus den zuvor gezeigten Trailern. Wir sind Connor, welcher gerade im Fahrstuhl steht und mit einer Münze spielt. Im Hintergrund säuseln die Nachrichten und erzählen etwas von einer Geiselnahme. Als der Fahrstuhl sich öffnet schnuppern wir die erste Luft der Bewegungsfreiheit. Natürlich befindet man sich am Anfang noch in einer Art Tutorial, trotzdem möchte man sofort die Grenzen der Spielwelt austesten. Diese sind aber äußerst groß.

Gleichzeitig aber, tickt der Timer, welcher die Wahrscheinlichkeit einer Rettung anzeigt, immer weiter herunter. Somit bekommt man ein Gefühl für den Ernst der Lage, so schnell wie möglich versucht man alle Einzelheiten des Falls zu rekonstruieren, um so ein überzeugendes Gespräch mit dem Geiselnehmer zu führen. Wie diese Geschichte weitergeht, ist komplett von euch selbst abhängig. Jede kleinste Spur, die ihr findet, kann über Erfolg und Niederlage entscheiden. Dabei gibt es auch noch verschiedene Formen von Erfolg und Niederlage. Beispielsweise könntet ihr die Geisel retten, werdet dafür aber selbst draufgehen.

Doch auch in die anderen Figuren wurde ein kleiner Einblick gewährt. Connor wirkt, als wäre er mit seiner Situation zufrieden. Er hat kein Problem damit, ein Cyborg zu sein. Er ist gut in dem, was er tut und obwohl er ab und zu mal einen blöden Spruch von seinen Mitmenschen bekommt, ist er aufgrund seiner Berufung angesehen. Markus hingegen wirkt von vornherein etwas rebellischer. Er geht zu Beginn seinen Aufgaben nach, jedoch merkt man, dass in ihm eine gewisse Wut schlummert. Kara verhält sich zu Beginn wirklich wie eine Sklavin, sie hat keine Widerworte, alles was sie tut, ist dienen.

Diese drei Charaktere sind das Auge des Sturms einer epochalen Story. Durch sie habt ihr die Möglichkeit, wie in einem Traum, gleichzeitig zu gestalten, während ihr betrachtet. Ein bekanntes Spielkonzept von Quantic Dream, jedoch ist diesmal alles noch größer.

Realistische Menschen in einer realistischen Stadt

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Motion Capturing sorgt für Emotionen

Einige hatten sich ja schon darüber beschwert, dass das Spiel nur 30FPS haben wird. Jedoch sind diese technischen Daten bei genauerer Betrachtung gar nicht so relevant. Motion Capturing und Design sorgen hier für die Atmosphäre. Ein Detroit, welches zwar futuristisch, aber nicht fantastisch aussieht und lebensechte Gesichtszüge sind, was dieses Spiel braucht und hat.

Man könnte sich tatsächlich eine solche Zukunft vorstellen, denn Quantic Dream übertreiben es nicht mit ihren Ideen. Die emotionalen Gespräche der Charaktere fesseln direkt und machen Lust auf mehr. Sofort möchte man Teil dieser Geschichte sein und in ihr mitwirken können.

Die Größe des Spiels und die Vielfalt der Handlungsmöglichkeiten sind schnell bewusst, ohne, dass das Spiel diese ständig vorhält. Natürlich kann man nach jedem Abschnitt betrachten, welche Entscheidungen zu was geführt haben und wie viel Potenzial der Szene man ausgeschöpft hat. Jedoch äußert sich das Freiheitsgefühl eher durchs Gameplay und das Storytelling. Jede Entscheidung fühlt sich irgendwie wichtig an und auf längere Zeit betrachtet ist sie dies auch.

Kontrolle des Controllers

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Man fühlt mit den Charakteren

Die Steuerung orientiert sich auch an den Vorgängern. Doch der Controller das PS4 bietet noch mehr Möglichkeiten, das haptische Konzept umzusetzen. Die Eingabe variiert zwischen verschiedenen Bewegungen. So kann etwas umdrehen einen anderen Befehl fordern als etwas hinzustellen. Die jeweiligen Bewegungen werden in den meisten Fällen mit dem Stick nachgeahmt. Die Touchfläche erweitert dieses Konzept noch auf Wischbewegungen und ähnliches. Dies steigert die allgemeine Immersion des Spiels.

Natürlich muss man sich in diese Steuerung erst einfinden, doch wenn man erstmal drin ist, fühlt man sich wesentlich mehr in das Geschehen integriert. Außerdem kann die Fingerfertigkeit später sogar über den Ausgang von Situationen entscheiden, da man häufig schnell reagieren muss. Wenn man aber die richtigen Entscheidungen im Voraus trifft, gerät man nicht in so viele prekäre Situationen. Somit ist das Spiel eine gute Balance aus Köpfchen und Action.

Bombastisch

Giacomo Wiesenberg

Natürlich hat der kurze Besuch bei Quantic Dream nicht gereicht um das volle Potenzial von Detroit wahrnehmen zu können. Jedoch waren die erlangten Eindrücke so positiv, dass für mich kein Zweifel am zukünftigen Erfolg des Titels besteht. Für Fans des Entwicklers wird dies das Non-plus-Ultra des Genre. Aber auch Neueinsteiger können hiermit einen Weg in das cineastische Spielkonzept finden.
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