Vorschau: Dragon Quest Builders

Nach der erstmaligen Ankündigung des Spiels Dragon Quest Builders im vergangenen Jahr haben Fans sich sofort an Monjangs Minecraft erinnert gefühlt, was nicht nur auf die Voxel-Grafik, sondern auch auf dessen Gameplay mit seinem Crafting-Elementen zurückzuführen war. Wir hatten nun die Gelegenheit, eine kleine Demo-Version des Titels anspielen zu dürfen, in der wir die ersten 30 Minuten angehen konnten. Unser erster Eindruck: Das Spiel mit Minecraft zu vergleichen, ist mehr als nur gerechtfertigt – es bietet allerdings auch viele interessante Features, die in Mojangs Original nie zu finden waren. Warum jedoch der Tiefgang des Spiels derzeit Grund zur Sorge bereitet, erfahrt ihr im Folgenden.
Vorschau Dragon Quest Builders Screenshot 1

Das Ende der Welt – Ein Neuanfang?

Zum Start von Dragon Quest Builders erwachten wir, offenbar nach einem langen Schlaf, unterhalb der Erde in einer kleinen Höhle. Hierbei schlüpfen wir in die Rolle des Charakters Frigiel, der offenbar von der Göttin selbst auserwählt wurde, deren Stimme wir auch sofort in unseren Kopf vernehmen konnten. Sie erklärte, dass wir über eine einzigartige Fähigkeit verfügen würden: Die des Bauens. Kein anderer Mensch sei in der Lage, aus verschiedenen Materialien neue Dinge zu erschaffen und nach kurzer Einleitung über die grundlegende Steuerung konnten wir uns auch schon aus der dunklen Höhle befreien und an die Oberfläche der Welt zurückkehren.

Leider jedoch hat die Welt ein finsteres Übel  erfahren und somit ist es an uns, den Keim der Hoffnung zu sähen. In einer heruntergekommenen Ruine platzierten wir somit auch diesen Keim, der auf andere Menschen einladend wirkt und einen Funken an Hoffnung weckt. Seit dem Kataklysmus kämpft jeder nur noch für sich selbst und  genau dies gilt es zu ändern. Nur wenige Minuten später erscheint auch schon ein junges Mädchen mit der Bitte, an diesem einladend-wirkenden Ort bleiben zu dürfen, was uns auch fix eine ganze Reihe neuer Quests bescherte.

Vorschau Dragon Quest Builders Screenshot 7

Nur ein Minecraft „light“?

Die anspielbare Demo von Dragon Quest Builders war im Endeffekt jedoch nichts weiter als ein Tutorial, welches uns die Steuerung und die Mechanik hinter der Voxelsystematik näher brachte. Wie auch in Minecraft gilt es hier, mit dem richtigen Werkzeug die kleinen Blöcke der Welt wegzuhauen, um so beispielsweise an Erde, Heilkräuter oder Materialen zu kommen, die von Monstern fallen gelassen werden. Diese Stoffe werden dann für das Craften von neuen Objekten benötigt, was nicht nur die Ausrüstung unseres Helden verbessert, sondern auch der frisch gegründeten Siedlung zugutekommt.

Allerdings fällt auch sehr schnell auf, dass sich Dragon Quest Builders nicht nur vom Franchise her von Minecraft unterscheidet. Unser erster Eindruck lässt den Titel eher als eine seichte Version erscheinen, die dafür allerdings wesentlich einsteigerfreundlicher ist. So wird der Spieler hier von Anfang an an die Hand genommen und selbst die noch so simpelsten Aktivitäten werden dem Spieler im Detail erklärt. Ein eigenständiges Herausfinden wie Rezepte funktionieren, wie es in Minecraft üblich ist, entfällt also. Dies reicht sogar bis zum Bauen von Gebäuden, bei denen euch eine Blaupause zur Verfügung gestellt wird, die auf dem Boden platziert werden muss. Dies stellt zwar eine sehr einsteigerfreundliche Mechanik dar, bietet aber dem Lego-affinen Spieler, der gerne eigene Werke konstruieren möchte, nicht allzu viel Handlungsspielraum, da man sich an diese Blaupausen halten muss.

Vorschau Dragon Quest Builders Screenshot 2

Optisch sehr ansprechend
Dragon Quest als Voxel-Spiel funktioniert blendend!
Sehr Einsteigerfreundlich
Quests bieten steten Antrieb voranzuschreiten
Der Spieler wird teils zu sehr an die Hand genommen
Blaupausen sorgen für wenig individuellen Freiraum
Spieltiefe aktuell noch unklar
Vielversprechend

Daniel M.

Der erste Eindruck hinter Dragon Quest Builders ist fast durchgehend positiv und der Titel bietet mit Sicherheit viel Potential auch langfristig zu begeistern. Dabei überzeugt nicht nur die grafische Präsentation, auch scheint eine Kombination des Dragon Quest Universum mit der Voxel-Engine eines Minecrafts ausgezeichnet zu funktionieren. Besonders für Einsteiger, die noch nie Mojangs Original gespielt haben, kann sich der Titel als wahre Goldgrube erweisen, wohingegen Veteranen vielleicht noch abwarten sollten, wie sich der Titel im späteren Spielverlauf entwickeln wird. Denn gerade das starke an die Hand genommen werden und die großen Einschränkungen beim Bau von Gebäuden wecken aktuell noch einige Zweifel am Tiefgang des Titels. Wie dicht Dragon Quest Builders zum Release auf der PlayStation 4 und der Vita sein wird, und auf wie viele Spielstunden der Titel am Ende hinausläuft, bleibt abzuwarten.
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