Vorschau: The Evil Within (gamescom 2014)

Lesezeit: 3 min

Vorschau: The Evil Within (gamescom 2014)Wer braucht schon Kaffee, wenn er früh morgens zum ersten Mal selbst eine Runde The Evil Within spielen darf? Kapitel 9 wurde uns in schaurig schöner Atmosphäre von Entwickler Bethesda auf der gamescom 2014 bereitgestellt, um unseren Puls in die Höhe zu treiben. Zumindest so viel vorab: In dieser Disziplin spielt The Evil Within  in der oberen Liga. Unseren Eindruck und eine kleine Anekdote darüber wie uns das Spiel hinters Licht geführt hat, gibt es in den folgenden Zeilen.

Mit oder ohne Köpfchen?

Überraschung Nummer 1 für uns war die Tatsache, dass der Action-Anteil des Spiels deutlich größer ausfällt als nach den ersten Trailern erwartet. Allerlei Feinden kreuzen in The Evil Within euren Weg und wollen gezielt mit einer eurer Waffen getötet und mit Streichhölzern verbrannt werden. Wer auf das Feuerwerk verzichtet, lebt mit der Gefahr, dass eure Freunde wieder aufstehen. Nahkampf-Attacken und der sparsame Umgang mit eurer Munition sind wichtig und verhindern, dass ihr allzu Rambo-mäßig durch die Gegend  ballert. Aus entschärften Fallen, die eure Innereien bei Fehlverhalten an der gegenüberliegenden Wand verteilen, könnt ihr jedoch jederzeit Bolzen für eure Armbrust herstellen. In der Not euer letztes Mittel zur Rettung.Vorschau: The Evil Within (gamescom 2014)

Dem Kampf gegen Feinde steht der subtile Horror gegenüber. Selbst als wir einige Passagen erneut spielen mussten machte sich trotzdem immer wieder ein ungutes Gefühl in uns breit. Das liegt daran, dass wir in einer Szene von einem Geist der aus Tür A kam erschreckt und im Endeffekt auch getötet wurden. Beim zweiten Versuch kam derselbe Geist dann jedoch aus Tür B und konnte erneut gegen uns punkten. Einige Ereignisse in The Evil Within scheinen also durchaus zufallsbasiert ausgelöst zu werden. Andere, wie ein Seil, das uns in einen riesigen Fleischwolf ziehen möchte, treten hingegen jedes Mal auf und sorgen nicht selten für ein brutales Ableben eures Charakters.

Derjenige, der den Mut findet sich umzusehen, wird in The Evil Within mit Zeitungsausschnitten aber vor allem auch dem grünen Gel belohnt. In eurem Hub, dass ihr durch Spiegel betreten könnt, tauscht ihr selbiges gegen neue Fähigkeiten und verbesserte Stärke für eure Schusswaffen ein. Auch die Schlösser zu einem Tresor ließen sich in der von uns gespielten Demo finden. Interessanterweise konnten wir auf dem einfachen Schwierigkeitsgrad den Safe danach einfach betreten. Auf höheren Stufen musste dafür zusätzlich die Kombination eingegeben werden. Nicht nur die Gegner halten auf höheren Stufen also mehr aus, auch euren Kopf müsst ihr verstärkt anstrengen und trotzdem zusehen, dass dieser auch brav auf eurem Hals bleibt.Vorschau: The Evil Within (gamescom 2014)

Atmosphärisch bis zum Herzinfarkt

Was wäre ein Horrorspiel wie The Evil Within ohne Sound? Rechnet man es runter, so sind selbst die schlimmsten Jumpscares nicht Mal mehr ansatzweise gruselig, wenn sie nicht von einem lauten Geräusch untermalt werden würden. Feine Nuancen in Musik und Soundkulisse kündigen außerdem unterschiedliche Ereignisse an, wie Feinde, Fallen und auftauchende Geister. Hinhören wird belohnt und kann euch das Leben retten, oder euer Ende bedeuten. In jedem Fall aber malt sich unser Hirn schon die kommenden Schrecken aus.

Graphisch ist The Evil Within zwar kein Brett, aber seinen Zweck erfüllt die Optik dennoch zu Genüge. Ihr guckt eurem Charakter über die Schulter und könnt dabei vom ermöglichten Blick um Ecken profitieren. Besonders gut gefiel uns die Tiefenunschärfe, die es euch im Zusammenspiel mit der Dunkelheit nicht unbedingt einfacher macht, die nächste Gefahr kommen zu sehen. Ansonsten bescheinigen wir den Charaktermodellen und Texturen bestenfalls das Prädikat „Passabel“.

The Evil Within: Video-Vorschau (Mai 2014)

+ Stimmige Kulisse
+ Abwechslungsreiche Rätsel
+ Zufallsbasierte Schocker
+ Purer Nervenkitzel
- Veraltete Grafik
- Zu viel Action?
Vielversprechend

Yannick D.

Der Horror kommt in The Evil Within anders daher als erwartet und besticht durch seine Mischung der dichten Atmosphäre mit den actionreichen Kämpfen. Dennoch hoffen wir, dass selbige nicht den Großteil des Spiels ausmachen werden und wünschen uns auch gerne ein paar mehr subtilere Elemente die uns Angst einjagen werden. Lobenswert sind auch die Rätsel, die teils sehr unterschiedliche Lösungsansätze von euch fordern, was gerade in Stresssituation nicht immer einfach ist.
Vorschau: Might & Magic - Heroes VII (gamescom 2014)   Vorschau: Little Big Planet 3 (gamescom 2014)
Comments