Vorschau: Gravel

Vorschau: Gravel2018 könnte ein tolles Jahr für Rennspielfanatiker werden und den Anfang macht auch gleich der Off-Road-Racer Gravel. Von den grünen Wäldern Alaskas bis hin zu den dürren Wüsten Namibias. Im neuen Off-Road-Erlebnis von Milestone S.r.l. (bekannt für ihre Motocross-Videospiele) durchrast ihr mit zahlreichen Karosserien in unterschiedlichen Disziplinen verschiedene Strecken auf der ganzen Welt. Klingt erstmal vielversprechend! Wie gut sich das Rennspiel letztlich im Vergleich zu bereits bewährten Marken schlägt, erfahrt ihr in meiner Vorschau zu Gravel.

Willkommen bei Gravel-Channel!

Nachdem ihr eurem Rennfahrer einen angsteinflößenden Namen verpasst habt, folgt die kurze Einführung, in der euch die wesentlichen Grundlagen des Spieles erklärt werden. Danach habt ihr auch schon die freie Wahl, zwischen Off-Road Masters (Story-Modus), freiem Rennen, dem Mehrspieler-Modus sowie weiteren Modi auszuwählen. Jedoch standen mir in der Preview-Version lediglich die ersten beiden Modi zur Verfügung. Vorschau: Gravel 5

Die Story findet in einer fiktiven TV-Show statt. Euer Ziel ist simpel: Ihr wollt in die Final League kommen und den Spitzenreiter vom Thron stoßen. Bis dahin ist es allerdings ein langer und harter Weg. Ihr müsst die in Episoden gegliederten Rennen abschließen, um Sterne zu sammeln. Diese werden dafür benötigt, neue Episoden freizuschalten. Am Anfang reicht es, unter die Top 3 zu kommen, im weiteren Verlauf müsst ihr die Wettfahrten auch gewinnen. Außerdem gibt es Spezialepisoden, in denen ihr gegen Meisterfahrer bestehen müsst. Jeder dieser “Endgegner” ist Experte in einer bestimmten Diszplin. In meiner Vorab-Version des Spieles konnte ich gegen den ersten der fünf gefürchteten Profirennfahrer antreten. Leider war seine Fahrweise genauso lächerlich überdreht wie sein Intro. Da wiesen die Kontrahenten aus den üblichen Rennen deutlich klügeres Fahrverhalten auf. Aber womöglich sind spätere Meisterfahrer herausfordernder. Generell empfehle ich jedem, den Schwierigkeitsgrad auf hart oder höher zu stellen, da man ansonsten Gefahr läuft, die halbe Strecke im Mario-Kart-Stil einsam auf dem ersten Platz zu verbringen (nur dass euch bei Gravel keiner mit dem blauen Panzer den Tag vermiest). Vorschau: Gravel 3

Darüber hinaus könnt ihr in den Einstellungen, wie in vielen anderen Rennspielen, weitere Änderungen vornehmen (für meinen Geschmack schon zu viele), um das Fahrverhalten eures Wagens zu verändern. Von der Federung bis hin zu den Bremsen – ihr könnt euer eigener Handwerker sein.

Nur noch eine Runde!

Gravel macht eine Sache definitiv richtig: Es macht selbst nach längerer Spielzeit viel Spaß! Dafür ist zum großen Teil auch das Belohnungssystem verantwortlich. Hier werden keine Autos hinter einer Paywall versteckt. Nein, bei Gravel schaltet ihr entweder für das Erreichen eines bestimmten Levels oder das Abschließen einer bestimmten Episode diverse Vehikel und weitere Erscheinungsbilder dieser Verhikel frei. So stapeln sich nach und nach eure Karosserien, welche ihr in allen Modi ausnahmslos nutzen könnt. Einfaches Konzept, motiviert aber! Schade nur, dass sich viele Autos zwar unterschiedlich anhören, aber recht ähnlich anfühlen beim Fahren.

Im Menü könnt ihr außerdem an verschiedenen Einstellungen herumwerkeln und das Fortschrittssystem dadurch beeinflussen. Wenn ihr Hilfen (wie Bremsunterstützung etc.) ausschaltet, den Schwierigkeitsgrad erhöht oder den physischen Schaden einschaltet, steigt der totale Bonus, wodurch ihr schneller im Level aufsteigen könnt. In den Rennen selbst könnt ihr zudem aktiv für einen Exp-Boost sorgen, indem ihr driftet, Jumps ausführt oder den Highspeed erreicht. Ihr habt auch eine Rückspulfunkion, ähnlich wie bei der Dirt-Reihe, wodurch ihr Fahrfehler ganz schnell vergessen machen könnt. Praktisch, jedoch setzt sie euren Exp-Multiplikator zurück.Vorschau: Gravel 2

Die abgefahrene Welt von Gravel

Allgemein stehen euch in Gravel vier verschiedene Disziplinen zur Verfügung: Stadium Circuit, Wild Rush, Speed Cross und Cross Country. Jede Disziplin fühlt sich dabei ein wenig anders an. Das haben die Entwickler versprochen und dieses Versprechen halten sie auch. Ihr bemerkt schnell, dass euer Fahrverhalten in einem kleinen, engen Stadiumrennen sich von einem rasanten Rennen quer durch den Dschungel unterscheidet. Auch Boden und Wetter beeinflussen euer Fahrgefühl und zwingen euch jedes Mal aufs Neue, eure Art zu fahren ein wenig zu verändern. Vorschau: Gravel 4Damit kommen wir auch schon zu den Rennstrecken, denn mit über 15 Pisten, die zusätzlich noch verschiedene Layouts besitzen, wird euch reichlich Vielfalt geboten. So gibt es Fahrten durch heiße Strände, dichte Wälder, verschneite Pisten und dreckige Arenen. Besonders ins Auge fällt die ein oder andere Cross Country-Strecke, denn während den Fahrten öffnen sich die Areale hin und wieder und bieten kurzzeitig etwas mehr Freiraum. So entstehen Gelegenheiten, um sich beispielsweise vom Gegner zu distanzieren.

Die Kehrseite der Medaille

Das Spiel sieht keineswegs hässlich aus, sonderlich hübsch ist aber auch nicht. Milestone S.r.l. setzt bei Gravel auf die Unreal Engine 4 und obwohl das Spiel flüssig läuft (zumindest auf dem PC), sieht es im Vergleich zu anderen Vertretern des Genres eher mau aus. So wirkt das Schadensmodell nicht wirklich realistisch und Texturen von Gräsern u.ä. sind nicht sehr detailreich. Gleichwohl sind mir die Lichteffekte aufgefallen, die entgegen dem grafischen Rest deutlich zur Immersion beitragen. Vielleicht tut sich ja im grafischen Bereichen bis zum Release noch etwas.

Zudem sind mir auch kleinere Bugs aufgefallen, wie gegnerische Autos, die nach einer falschen Landung unrealistisch unzählige Male überschlagen, sowie neben mir verschwindende Gegner. Diese kleineren Fehler passierten mir jedoch sehr selten und haben den Spielfluss nicht gestört.

Auch zu der Fahrzeugauswahl kann man sagen, dass die große Auswahl zwar schön und gut ist, doch auch hier lässt sich einwenden, dass andere Rennspiele mehr bieten, sprich mehr Fahrzeuge, ein Tuning-System usw.

Wer also Innovation erwartet, wird schnell feststellen, dass Gravel sich nicht von anderen Rennspielen dieser Art unterscheidet.

Gravel erscheint am 27. Februar 2018 für die PS4, Xbox One sowie den PC.
  • 25.01.2018 um 14:09
Passabel

Sanel

Gravel ist irgendetwas zwischen Arcade-Racer und Rennsimulation. Es sticht nicht sonderlich heraus, bietet dennoch ein motivierendes Belohnungssystem und wird garantiert umso mehr Spaß machen, wenn man die Möglichkeit bekommt, online mit seinen Freunden zu spielen. Doch so gut durchdacht die Rennstrecken auch sind, Gravel bleibt trotzdem nur ein Rennspiel von vielen und kann sich bis dato nicht von der Masse abheben. Wir hoffen, bis zum Release finden noch einige frische Ideen ihren Weg in das Spiel.
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