Vorschau: Orcs Must Die! Unchained

Zugegeben, im ersten Moment klingt die Idee hinter Orcs Must Die! Unchained gleichermaßen spannend und absurd: Man nehme ein MOBA-Gerüst, hülle es in ein Comic-Gewand und gebe ein paar ordentliche Spritzer Tower-Defense hinzu. Mit dieser Formel schicken sich Gameforge und Robot Entertainment nun an, gleichermaßen Fans der Serie und Dota 2- oder League of Legends-Spieler zu begeistern. Doch hat Orcs Must Die! Unchained das Potential dazu?

Vorschau: Orcs Must Die! Unchained

Man rauft sich zusammen!

Es lässt sich darüber streiten, ob Orcs Must Die! Unchained nun mehr MOBA oder mehr Orcs Must Die! ist. Fest steht jedoch, Anhänger beider Lager dürften ihren Spaß mit dem Titel haben, denn den Entwicklern gelingt es überraschend gut, die lieb gewonnenen Elemente der Serie auf ein neues Spielprinzip zu übertragen. Egal ob es witzige Charaktere, sadistische Fallen, Tower-Defense-Einschläge oder überhaupt der irrsinnige, charismatische Look des Spiels ist, wer die Serie bislang mochte, wird sich schnell heimisch fühlen. Doch worum geht es in Orcs Must Die! Unchained eigentlich?

Das Spielprinzip ist klassischen MOBA-Games entliehen. Ihr wählt euch einen Helden, stellt euch ein passendes Deck an Karten zusammen und schlagt euch auf mehreren Pfaden oder Lanes zum gegnerischen Rift durch, einer Art Dimensionsportal aus dem in regelmäßigen Abständen Monster herausströmen. Das besondere, nur eure verbündeten Handlanger können den Rift des Gegner zerstören, weshalb das vordringliche Ziel eigentlich eher im Eskortieren eurer Monster und dem vernichten der gegnerischen Unholde liegt. Haben eine gewisse Menge von Monstern ihr Ziel erreicht, ist die Partie beendet. Doch natürlich wäre Orcs Must Die! Unchained kein Orcs Must Die!, wenn nicht einige zusätzliche taktische Kniffe und fiese Fallen das simple Prinzip ergänzen würden.Vorschau: Orcs Must Die! Unchained

Leveln, looten, Fallen stellen

Zunächst gilt es zu beachten, dass die Menge und Stärke der Monster, die euren Rift, verlassen, von den Führungsqualitäten eures Helden abhängen. Je näher euer Untergebener also dem feindlichen Lager kommt, desto mehr Punkte wandern auf euer Führungskonto, die ihr dann bei Zeiten für neue und bessere Monster eintauschen dürft. Gleichzeitig rüstet ihr dabei euer Lager auf und erhaltet dadurch Vorteile. Doch da wäre ja auch noch der Level eures Helden, der mit den besiegten Feinden ansteigt und ebenfalls einen Einfluss darauf hat, welche Fallen und Diener ihr einsetzen könnt. Da ihr und eure (zumeist) vier Freunde nicht überall zu gleich sein können oder euch die feindlichen Helden das Leben schwer machen, dürfen auch in Orcs Must Die! Unchainend ganz Serien-typisch unzählige Fallen für gelootetes Gold aufgestellt werden. Und spätestens wenn die feindlichen Monster in einer ekligen Teergrube festhängen, werden OMD-Fans schmunzelnd an die Vorgänger denken.

Soweit es die Beta vermitteln kann, macht das Gameplay einen rasanten, leicht verständlich und spannenden Eindruck. Die Helden sind in Orcs Must Die! Unchainend gut gelungen, geizen nicht mit abwechslungsreichen Fähigkeiten und dies dürfte im fertigen Spiel sogar noch stärker zum Tragen kommen. Den Entwickler scheinen eine gute Mischung aus Abwechslung und Überschaubarkeit gefunden zu haben, weshalb Orcs Must Die! Unchainend möglicherweise auch für Neulinge oder Gelegenheitsspieler reizvoller sein könnte. Um aber überhaupt in den Genuss der Vielfalt kommen zu können, könnt ihr gegen Gold neue Booster-Packs erstehen, in denen sich Helden oder Fallen befinden. Gold erhaltet ihr im Laufe des Spiels,…Vorschau: Orcs Must Die! Unchained

Bar oder mit Karte?

…oder ihr kauft es gegen echtes Geld einfach. Orcs Must Die! Unchainend ist free-2-play, ihr könnt also den ganzen Umfang des Spiels ohne Kosten erleben. Wer allerdings schneller an bessere Karten kommen will, der kann sich Booster-Packs auch mit echtem Geld zulegen. Angesichts des Beta-Status lässt sich nur schwer absehen, ob und wie weit es nötig sein wird in zusätzliches Gold zu investieren um mithalten zu können. Und weil doppelte Exemplare schon bei den Pokemon-Karten in der Grundschule ärgerlich waren, dürfen dies in Orcs Must Die! Unchainend gegen Gibs eingetauscht werden. Damit könnt ihr dann andere Karten erstellen.

Und eines darf natürlich auch nicht unerwähnt bleiben: Die Grafik. Am ehesten ließe sich diese als „charmant“ beschreiben, denn Orcs Must Die! Unchainend schreit nun nicht gerade nach Realismus und Details ohne Ende. Doch dafür punktet sie mit anderen Stärken und strahlt vor allem Fun aus. Egal wohin man blickt, überall warten comichafte Animationen und Effekte, ulkige Monster und coole Charaktere, die uns schon beim Ansehen schmunzeln lassen. Das ist sicherlich nicht für jeden Spieler die ideale Vorstellung, sollte euch aber in keinem Fall davon abhalten, Orcs Must Die! Unchainend selbst anzutesten.

Und wo wir schon beim Thema sind: Ihr wollt in der Closed Beta dabei sein? Dann sichert euch jetzt einen Zugang bei unserem Beta-Key-Gewinnspiel!

  • Spaßiges Gameplay
  • Viel Raum für Strategie und Taktik
  • Jede Menge Abwechslung und lustige Ideen
  • Pay-to-Win?
Vielversprechend

Martin W.

Ignorieren wir mal die für eine Beta typischen Einschränkungen wie fehlende Inhalte oder leere Server, dann macht Orcs Must Die! Unchainend einen wirklich guten Eindruck. Die verschiedenen Spielelemente greifen hervorragend ineinander und sorgen für actionreiche, kurzweilige Unterhaltung. Die ordentliche Prise Taktik, die stets gefragt ist sorgt außerdem für Abwechslung. Das Spiel wird wohl mit dem Bezahlsystem steigen und fallen und wenn dieses fair ist, dann steht uns ein Kracher ins Haus.
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