Vorschau: Project Cars (gamescom 2014)

Vorschau: Project Cars (gamescom 2014)Schon seit Oktober 2012 ist weitgehend bekannt, dass die Slightly Mad Studios an ihrem kommenden Racing-Titel Project Cars schrauben. Der Name ist Programm und deswegen wurde der Projektname auch für das fertige Produkt beibehalten. Genau so wollen die Entwickler nämlich auch den primären Fokus des Spiels auf die Autos und die Rennen wiederspiegeln. Auf der gamescom 2014 konnten wir erstmals selbst ein paar Runden drehen und gebe euch im Folgenden unseren Ersteindruck mit auf die Piste.

Keine Grenzen

Immerhin scheint sich Project Cars nicht den Standards seiner Rennspiel-Kollegen beugen zu wollen. Auf eine digitale Währung wird im Spiel vollends verzichtet und alle Wagen stehen direkt zu eurer Verfügung. Entwickler Andy Tudor begründet diese Entscheidung damit, dass Spielern keine Autos aufgezwungen werden sollen die sie nicht mögen. Langzeitmotivation soll natürlich trotzdem durch das starke Lizenzpaket oder die unterschiedlichen Challenges aufkommen. Wer will darf sich sogar am 24 Stunden Rennen von Le Mans versuchen.

Schon seit Beginn Projekts waren viele Alpha und Beta Tester eifrig damit beschäftigt, die unterschiedlichen Autos und das Spiel an sich auf Herz und Nieren zu prüfen, um Verbesserungsvorschläge zu machen. Nicht nur auf Top Gear und den Bruder von Lewis Hamilton wird dabei gesetzt, auch die Community durfte täglich ihr Feedback miteinbringen. Letzen Endes geht es Andy darum ein Spiel zusammen mit den Leuten zu machen die es letzten Endes auch spielen werden.

Project Cars Ziel sind weiterhin 1080p und 60 FPSNeuer Fernseher?

Besonders auf eure Kinnladen hat es Project Cars dabei abgesehen und schon im Vorfeld sahen die Trailer beinahe zu gut aus, um tatsächlich wahr zu sein. Theoretisch ließe sich das Spiel sogar nativ auf einem 12K Fernseher spielen. Doch auch in den uns auf der gamescom 2014 präsentierten 4K sahen die Autos, speziell bei Regen schon sehr realistisch aus. Regentropfen bewegen sich auf eurer Motorhaube, wenn ihr im nassen Zustand eine Bodenwelle mitnehmt und allgemein sorgt das Wetter für dynamische Abläufe in den Rennen. Meckern müssen wir jedoch bei der quasi nicht vorhanden Kantenglättung, welche bei Objekten in der Ferne für teils starkes Flimmern sorgt. Definitiv nicht so schön wie in den Trailern.

Bei der PS4 sieht es, logischerweise, etwas anders aus. Die Kantenglättung funktioniert hier zwar besser als auf dem PC, doch bei Texturen und dem Detailgrad müssen klare Abstriche gemacht werden. Das Bild wirkt sogar etwas verwaschen und der Multi-Plattform-Titel kann es auf Sonys Konsole auch nicht mit dem kommenden Driveclub aufnehmen. Wer es sich leisten kann sollte also bei genügend Rechenpower auf den PC zurückgreifen.Vorschau: Project Cars (gamescom 2014)

+ Neue Ansätze
+ Detailgrad der Fahrzeuge
+ Lizenzpaket
- Motiviert die Kampagne?
- Kantenflimmern
Passabel

Yannick D.

Ambitioniert ist das neue Projekt der Slighty Mad Studios auf jeden Fall. Beachtet man ihre vergangenen Erfolge im Genre so kann man sich gewiss sein, dass Project Cars kein schlechtes Spiel werden kann. Die Verfügbarkeit auf allen Plattformen sowie die Optik mögen Pluspunkte sein, doch ob uns die offene Kampagne überzeugen kann können wir jetzt noch nicht sagen. Spielerisch ist und bleibt es ein Rennspiel wie viele andere vor ihm. Etwas was man mag, oder eben nicht mag.
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