Vorschau: Project CARS (PC+PS4)

Project-CARS-Vorschau-Bild-1Üblicherweise werden Spiele unter strikter Geheimhaltung und Ausschluss der Öffentlichkeit entwickelt. Wenn wir als breite Masse, auf Events wie der GamesCom oder der E3, etwas von neuen Titeln erfahren bedeutet es, dass jene meist jedoch schon seit vielen Jahren in der Entwicklung waren. Mit Project CARS hat Slightly Mad Studios jedoch von vorne rein einen anderen Weg verfolgt und das Spiel praktisch vom Grundgerüst an in Zusammenarbeit mit seiner Community und seinen Unterstützern entwickelt. Das Endprodukt ist dabei nun zum Greifen nah und damit Grund genug für uns auch Mal genauer hinzuschauen.

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Fülle an Features

Dazu sollte gesagt werden, dass sich die Entwickler von Slightly Mad Studios gut mit der Materie auskennen und mit Need for Speed Shift bzw. Shift 2 Unleashed bereits hochwertige Rennsimulationen entwickelt haben. Project CARS soll nun die nächste Stufe bilden und dabei sowohl Anfängern Spaß machen, als auch Profis mit seiner Fülle an Features überzeugen. Zurückgegriffen wurde dabei auf ständiges Feedback der Community und Crowdfunding Unterstützer sowie echte Rennfahrer aus DTM und Co. Durch diese Art des geschlossenen Early Access konnten viele Elemente ins Spiel eingebaut werden, auf die andere Entwickler wohl nicht gekommen wären. Schönstes Beispiel dafür ist die API die man sich frei herunterladen kann um zum Beispiel Apps für den „Second Screen“ zu programmieren. Sowohl Ingame, aber auch auf dem Smartphone lassen sich so zum Beispiel live Telemetrie-Daten des eigenen Wagens übertragen. Wer sich damit auseinandersetzt kann so mit ein wenig technischem Verständnis alles aus seinem Wagen rausholen.

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Auch auf der Strecke merkten wir schnell wie ernst sich Project CARS als Simulation nimmt. Trotz einiger, aktiver Fahrhilfen werden Fahrfehler schnell bestraft und spätestens bei Regen und Sturm erfordert es Übung um mit dem jeweiligen Auto nicht die Kontrolle zu verlieren. Hier kommt auch die besondere Stärke des Spiels zum Tragen: Seine unzähligen Einstellungsmöglichkeiten, seien es nun jene zur graphischen Anpassung des Spiels, oder welche die euer Fahrverhalten, das Wetter und die KI betreffen. Beinahe alles kann vor einem Rennwochenende angepasst werden, sogar bis hin zum exakten Datum und Uhrzeit des Rennevents. Features, die auf der anderen Seite wohl insbesondere Anfänger überfordern dürften. Natürlich ist es immer schwierig ein Spiel für alle Spieler leicht zugänglich zu machen, doch wer nur wenig Erfahrung mit Rennspielen hat, der wird trotz Fahrhilfen Probleme damit haben die Autos kontrolliert über die Strecke zu bewegen und die richtigen Einstellungen für sich zu finden.

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Zwar konnten wir uns in unserer Version des Spiels noch nicht mit dem Karriere Modus oder den Online-Matches auseinandersetzen, aber trotzdem einen positiven Eindruck vom Umfang des Spiels gewinnen. Von Renault Megane, über Mercedes P1 bis hin zu Formel 1 Wagen wird dem Herz eines Motorsport-Fans so einiges geboten. Besonders groß fällt auch die Menge an Strecken aus, die euch und euren Boliden so zur Verfügung stehen. Da gucken Forza 5 und Driveclub im Vergleich etwas kleinlaut aus der Wäsche.

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Grafikbrett?

Vorab nur eine kleine Anmerkung: Die von gespielte Versionen, befinden sich noch in einem frühem Stadium und bis zum Release soll noch Einiges getan werden. Lange Zeit mussten auch wir mit den Eindrücken leben die uns durch Screenshots und Trailer aus dem Spiel präsentiert worden sind. Vermutlich waren auch viele von euch besonders von der graphischen Qualität des Spiels extrem beeindruckt, auch wenn wir in der Vergangenheit ja oftmals lernen mussten, dass man sich lieber nur auf das verlassen sollte, was man auch selbst gesehen hat. Diese Gelegenheit hatten wir nun auf PS4 und PC und vor allem von letzterem haben wir viel erwartet.Vielleicht sogar ein wenig zu viel, denn einen Wow-Effekt konnte Project CARS bisher nicht bei mir auslösen. Doch der Reihe nach. Neidlos anerkennen muss man die Liebe, die in das Design der Autos gesteckt worden ist. Egal ob von außen oder innen, jeder Wagen sieht so echt aus, als würde er wirklich vor uns stehen. Die Amaturen sind allesamt animiert und auch an bewegliche Spoiler bei den Bremsmanövern des P1 wurde gedacht.

 

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Das eigentliche Problem liegt eher bei der Gestaltung der Umgebung bzw. der Rennstrecken. Gerade bei Sonnenschein fällt die triste Optik außerhalb der Rennstrecke auf und auch bei Ausflügen ins Gras- oder Kiesbett kommt uns dieses nicht so hübsch vor wie erwartet. Aufwirbelnder Staub, Rauch oder Blätter von den Bäumen hätten sicherlich noch ein ganzes Stück zur Atmosphäre beitragen könnten. Wiederum gut gelungen sind die Wettereffekte in Form von Regen, Donner oder Nebel, die bekanntermaßen jedes Rennspiel im schönsten Glanz erstrahlen lassen.

Im direkten Vergleich mit einem sehr ausgestatteten PC, hat die Konsolen-Version leicht das Nachsehen. In Fakten ausgerückt geringere Auflösung und das ein oder andere Pop-Up mehr. Erfreulicher Weise könnt ihr sogar selbst noch bei der Konsolen Version noch etwas an die Grafik-Einstellung herum herumdoktern. Zwar fallen die Möglichkeiten nicht so übig wie am PC aus aber gegenüber der Konkurrenz mehr als zahlreich.

Realistische Simulation
Viele Einstellungsmöglichkeiten
Fülle an Strecken
Detailreiche Wagen
Passable Streckendetails
Nichts für Anfänger
Vielversprechend

Yannick D.

Project CARS versteht es sich als Rennsimulation in Szene zu setzen. Die stilvolle Untermalung mit Opernmusik und simple Gestaltung des Menüs begrüßen den Spieler mit offenen Armen. Wer hinter die Fassade blickt findet vor allem eines: Wahnsinnig viele Möglichkeiten, Einstellungen, Autos und Strecken. Jedes Rennen ist anders und Regenrennen gegen 39 KI gesteuerte Gegner liefern eine ganz besonders große Menge an Nervenkitzel. Dabei sollte man nie vergessen, dass das Spiel sowohl auf Konsole als auch dem PC gut aussieht und seine Bildrate stabil beibehält. Den erhofft, riesigen Sprung in Richtung Realität hat Project CARS zwar nicht gemacht, aber Motorsport-Liebhaber können schon bedenkenlos vorbestellen.
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