Vorschau: Pure Farming 2018

Vorschau: Pure Farming 2018Ihr wolltet schon immer euer eigener Landwirt sein und Plantagen auf den unterschiedlichsten Kontinenten unserer Erde bewirtschaften? In Pure Farming 2018 wird euer Können als Herr einer Farm auf die Probe gestellt. Mit starken Klängen durchquert ihr in euren Traktoren, Mähdreschern und Co. eure grünen, fruchtbaren Felder und baut in kurzer Zeit ein Landwirtschaftssystem nach eurem Belieben auf. Auf einem kleinen Event auf einem bayerischen Bauernhof stellte Techland seinen eigene Vision eines Landwirtschafts-Simulators vor und bot mir einen guten Einblick in das Alltagsleben eines Landwirts. Dort konnte ich nicht nur das Hauptspiel (samt der Bonus-Map Deutschland) testen, sondern auch einige interessante Informationen von den Verantwortlichen des Farming-Spieles in Erfahrung bringen. Wie gut sich der Titel im Vergleich zum bereits etablierten Landwirtschafts-Simulator schlägt und was er vielleicht sogar besser macht, erfahrt ihr in meiner Vorschau zu Pure Farming 2018.

Freiheit auf dem Land

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Pure Farming 2018 wird vom frisch gegründeten Unternehmen Iceflames entwickelt und in Zusammenarbeit mit Techland Publishing soll ein waschechtes Farming-Erlebnis erschaffen werden. Vom Anbau von Nutzpflanzen bis hin zum Züchten von Nutzvieh bietet der Simulator unterschiedliche Aufgaben und Herausforderungen für Freunde des Landlebens. Besonders tragen die verschiedenen Spiel-Modi und die unterschiedlichen Karten, welche passend zum jeweiligen Setting spezielle Nutzpflanzen zum Anbau bereitstellen, zur bunten Vielfalt bei. So lassen sich im Land der aufgehenden Sonne Kirschen gut anpflanzen, während ihr in Kolumbien Kaffeebohnen und Hanf anbauen könnt. Ja, richtig gehört, Hanf!

Das Leben ist kein Ponyhof

Aber der Reihe nach: Ihr habt die freie Wahl, zwischen den Modi „Herausforderungen“, „Freie Landwirtschaft“ und „Mein erster Bauernhof“ (Dieser Modus war nicht anspielbar) zu entscheiden. Die Herausforderungen – 20 an der Zahl – stellen realistische Szenarien dar, die ihr mit vorgegebenen Ressourcen in Montana, Kolumbien, Japan und Italien angehen könnt. Alle Herausforderungen sind an ein Zeitlimit gebunden und fallen mal mehr, mal weniger schwierig aus. So müsst ihr eine bestimmte Anzahl an Karosserien reparieren oder eine feststehende Menge an Getreide ernten. Es gibt aber auch deutlich spannendere Ereignisse, zum Beispiel einen Waldbrand. Nachdem ihr jedoch das System verstanden habt (Fahre von A nach B, erledige Aufgabe X, fahre zurück usw.), fühlt sich der Modus nach einer gewissen Spielzeit trotz abwechselnder Szenarien zu monoton an.

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Dafür lassen euch die Herausforderungen die Gameplay-Techniken meistern, welche euch im Story-Modus erklärt werden sollen. Zudem können sie auch in unter einer Stunde absolviert werden. Praktisch für Gelegenheitsspieler, die nicht viel Zeit in ein Spiel investieren können oder möchten. Generell unterscheidet sich Pure Farming 2018 in dieser Hinsicht vom unter Hardcore-Spielern beliebten Landwirtschafts-Simulator. Er ist mehr für Causal-Gamer ausgelegt und möchte einen einfachen Einstieg in Farming-Simulatoren bieten.

Etwas Landluft schnuppern

Wenn ihr nun genug von Herausforderungen habt und nicht weiter auf die Probe gestellt werden wollt, sondern lieber in aller Ruhe euer Land kultivieren möchtet, dann empfiehlt sich der Modus „Freie Landwirtschaft“. Ich durfte auf der Deutschland-Karte, die allen Vorbestellern des Spieles zum Release kostenlos zur Verfügung stehen wird, den ersten Versuch wagen. Nachdem ich mich entschieden hatte, mit welchem Startkonto ich beginnen möchte, betrat ich auch schon die grüne Au Deutschlands. Euch erwartet speziell in der DLC-Map Klischee-getreu das Hüten von Schafen. Wenn ihr aber kein deutscher 0815-Rapsbauer oder Wolleproduzent sein wollt, könnt ihr auch Hirte vieler anderer Tiere sein und euer Land mit zahlreichen unterschiedlichen Obst- und Gemüseplantagen schmücken. Die Freiheit steht hier besonders im Mittelpunkt.

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Doch es erwartet euch auch viel Arbeit in diesem Modus. Denn damit euer Bauernhof überhaupt läuft, braucht ihr Land, Tiere, Maschinen und Energiequellen. Dies alles gilt es erst zu kaufen. Mit einem Blick auf euer Tablet, welches unter anderem als Karte fungiert, könnt ihr sofort einsehen, wo ihr jeweils was einkaufen könnt. Es bietet sich auch an, die Drohne zu nutzen, um über das gesamte Gelände zu fliegen und dadurch einen guten Überblick zu bekommen. Ich habe mir zum Einstieg Hühner und Schafe gekauft. Den Hühnerkäfig habe ich ebenfalls sofort vergrößert, um mehr von ihnen aufnehmen zu können. Um mit den Schafen weiterzuhandeln (zum Beispiel beim Schlachter des Vertrauens zu verkaufen), müssen sie erst wachsen. Hier heißt die Devise: Viel pflegen und Geduld besitzen!

Nebenan bezahlte ich außerdem für ein Gewächshaus und nutzbaren Boden. Das Gewächshaus ließ sich ebenfalls direkt vergrößern und bot sich perfekt für den Tomatenanbau an. Das Feld benötigte auch die richtige Vorbereitung, um die gewünschten Samen zu säen, die ich wiederum erst besorgen musste. Ich denke, ich mache hier mal einen Punkt. Was ich damit ausdrücken möchte, ist, dass euch eine realistische Farming-Simulation erwartet, die sich in Sachen Authentizität nicht hinter anderen Vertretern desselben Genres verstecken muss.

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Liebe zum Detail

Der Vielfalt zuliebe hat sich Iceflames sehr viel Mühe gegeben, euch abwechslungsreiche Beschäftigungen anzubieten. Seien es die unterschiedlichen Modi, die unterschiedlichen Maps oder die darin gegebenen Möglichkeiten. Ob ihr lieber den Kühen auf der Weide die Milch abzapft oder dem Anbau von Kartoffeln eure Aufmerksamkeit schenkt, ob ihr eure Energie über Solaranlagen gewinnt oder den Ökostrom mittels Windrädern erzielt – ihr habt die freie Wahl. Auch stehen euch viele lizenzierte Wagen und Maschinen zur Verfügung. Zwar kommt die Auswahl nicht an einen Landwirtschafts-Simulator 17 heran, bietet aber genügend Diversität. Die Vehikel fühlen sich auch vom Fahrverhalten ordentlich und glaubwürdig an und es gibt nur sehr wenige Ausreißer, wie den DAF CF EURO 6 (LKW), dessen Handling eher einem Sportwagen ähnelt.

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Jede Maschine erfüllt auch ihren Zweck in Pure Farming 2018. Meist reicht es aber nicht, nur in die Maschine zu steigen. Manche Aufgaben erfordern dann beispielsweise den Häcksler zu einem Pflücker zu fahren, diesen anzubringen, euch anschließend zu einem Anhänger zu bewegen, diesen ebenfalls an euer Gefährt zu montieren und erst dann ist eure Maschine komplett ausgestattet.

Alle Fahrzeuge und jedes dazugehörige Einzelteil lässt sich zudem im Shop kaufen. Habt ihr also als Landwirt ein Geschäft aufgebaut und angefangen, euer täglich Brot zu verdienen, könnt ihr das Geld für verschiedene Fahrzeuge ausgeben, welche ihr dann für weitere Arbeiten auf dem Bauernhof nutzen könnt. Techland plant außerdem, nach dem Release noch weitere Maschinen ins Spiel einzufügen, sofern keine Probleme bei der Lizenzierung auftreten.

Ein wenig eingerostet

So sehr die Möglichkeiten dem realen Alltag eines Bauern auch nahekommen, so unheimlich weit ist die Grafik und Animation von der Realität entfernt. Zocker von Simulatoren wird das wahrscheinlich nur sehr wenig jucken, denn solche Spiele prahlen keineswegs mit hübscher Grafik. Tatsächlich kommt Pure Farming 2018 dem Landwirtschafts-Simulator 2017 fast gleich. In Sachen Animationen fiel mir jedoch stark die steife Steuerung meines Charakters auf. Ich bin außerdem beim Traktorfahren hin und wieder an kleinen Baumstümpfen hängengeblieben, was ich nach dem dritten Mal dann als recht störend empfunden habe. Warum mein Gefährt ein so leichtes Hindernis nicht überwinden kann und warum überall der Rest eines abgesägten Baumes steht – tja, die Frage bleibt wohl offen.

Pure Farming 2018 erscheint am 13. März 2018 für die PS4, Xbox One und den PC.

Vielversprechend

Sanel

Iceflames und Techland versuchen mit Pure Farming 2018 eine neue Marke zu etablieren, die mit anderen Vertretern der Genres mithalten soll. Hierfür gehen sie einen neuen, eigenen Weg: Verschiedene Karten, verschiedene Modi. Während sich der freie Modus am Landwirtschafts-Simulator orientiert, bringt das Konzept des Herausforderungsmodus frischen Wind ins Spiel. Schade nur, dass die Herausforderungen zu monoton ausfallen. Ich bin aber zuversichtlich, dass der Story-Modus in Sachen Vielfalt punkten wird und mit den unterschiedlichen Maps und Aktionsmöglichkeiten sollten Fans des Genres definitiv ihren Spaß haben.
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