Vorschau: Umbrella Corps

Vorschau: Umbrella Corps

Mit Umbrella Corps kommt ein neuer Multiplayer-Shooter auf uns zu.

Die E3 steht vor der Tür und spätestens dann werden wir wissen, ob sich die ganzen Gerüchte zu Resident Evil 7 bewahrheiten. Doch bevor es zu einer neuen Story des Zombie-Franchises kommt, schickt Capcom den Online-Shooter Umbrella Corps ins Rennen. Was ihr von diesem Ableger erwarten könnt, verraten wir euch jetzt.

Die Vorbereitung

Umbrella Corps ist ein Third-Person-Multiplayer-Shooter, der das Setting von Resident Evil als Grundlage nutzt. In hektischen 3 vs. 3-Matches könnt ihr euch dabei weltweit mit anderen Spielern messen.

Doch bevor ihr euch ins Geschehen stürzt, habt ihr die Option euren Soldaten anzupassen. Dabei dürft ihr einerseits eure Waffen und eure Ausrüstung für den Kampf auswählen und nach euren Vorlieben modifizieren, andererseits aber auch zahlreiche Möglichkeiten zur optischen Individualisierung ausprobieren.

Vorschau: Umbrella Corps

Wenn es euch nach etwas Individualität bezüglich eures äußeren Erscheinungsbildes verlangt, so steht dem nichts im Weg.

Gute alte Teamarbeit

Nachdem ihr euren Supersoldaten zusammengebastelt habt, geht ihr auf Spielersuche. Hier habt ihr die Auswahl zwischen verschiedenen Modi, unter denen sich Klassiker wie Team-Deathmatch oder Domination befinden, aber auch innovative Spielmodi, bei denen es beispielsweise einen übermächtigen Zombie zu erledigen und seine DNA-Probe einzusammeln gilt – natürlich mit dem gegnerischen Team als Konkurrenz. Arbeitet also zusammen!

Wer etwas weniger wilde Action, aber dafür mehr Spannung haben möchte, der sollte sich in dem One-Life-Match versuchen. Hier habt ihr dem Titel entsprechend nur ein Leben pro Runde und müsst daher extrem vorsichtig vorgehen. Beißt ihr ins Gras, so könnt ihr noch passiv am Geschehen mitwirken, indem ihr euren Teamkameraden die Positionen des Feindes preisgebt, die ihr dann auf der Karte seht. Das Team, das zuerst 3 Runden für sich entscheidet, trägt den Sieg nach Hause.

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Agiert im Team, wenn euch der Sieg interessiert.

Ein Blick in die Vergangenheit

Bei den Karten handelt es sich dabei um Schauplätze aus der Resident Evil-Reihe. So dürft ihr etwa auf den Straßen Racoon Citys oder in der Polizeistation aus Teil 2 für Recht und Ordnung sorgen. Nostalgikern wird hier also das Herz aufgehen.

Die Maps sind eher klein, verwinkelt und eng. Dies sorgt für ein schnelles, actionreiches Gameplay, auch wenn man hier die Kamera bemängeln kann. Diese sitzt einem nämlich so arg im Nacken, dass man einen viel zu kleinen Winkel hat, um das Geschehen auf dem Spielfeld vernünftig zu erfassen.

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Alten Resident Evil-Fans dürften die Schauplätze bekannt vorkommen.

Guter Zombie, böser Zombie

Doch nicht nur die feindlichen Spieler sind eine Gefahr für euch, sondern auch die zahlreichen Zombies, denen ihr begegnen werdet. Diese greifen euch allerdings dank eures Zombie-Jammers nicht an, es sei denn ihr provoziert sie. Außerdem könnt ihr die Jammer eurer Feinde mittels einiger Patronen abschalten und ihnen so die Meute auf den Hals hetzen. Miese Nummer, aber in der Zombie-Apokalypse überleben nun mal nicht die ehrenwerten Männer.

Bei den untoten Widersachern reicht das Arsenal von Standard-Zombies, über Tiere bis hin zum unorganischen Kaventsmann. Die Tiere – allem voran die Hunde – sind dabei noch ziemlich unausgereift. Wenn ihr nicht gerade eine Schrotflinte dabei habt oder die Zielgenauigkeit eines Profischützen, seid ihr geliefert. Da bleibt einem nichts anderes übrig als die Hunde hinter einen Stuhl zu locken, sodass diese dort dann hängen bleiben. Hier müssen die Entwickler also noch einmal Hand anlegen.

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Die altbekannten Zombie-Hunde dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Üben, üben, üben

Und wer etwas üben möchte, für den gibt es da noch einen Einzelspieler-Modus. Dieser gleicht quasi den Online-Spielmodi, mit dem Unterschied, dass man alleine kämpft. Insgesamt könnt ihr euch durch 24 Missionen durchballern, von denen eine schwerer ist als die nächste. Besonders motivierend ist dieses Feature auf Langzeit jedoch nicht, da sich die Missionen ziemlich stark ähneln und sich das Spielgefühl schnell repetitiv anfühlt.

Hör mal wer da ballert

Optisch kann Umbrella Corps sicherlich keine neuen Maßstäbe legen, für einen Multiplayer-Shooter, der außerdem kein Vollpreistitel ist, ist die Grafik hingegen hinnehmbar. Der Sound macht ebenfalls einen recht soliden Eindruck, auch wenn wir uns hier und da etwas mehr Bombastik gewünscht hätten.

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Optisch bewegt sich der Titel auf einer grundsoliden Ebene.

Umbrella Corps erscheint am 21. Juni 2016 für die PlayStation 4 und den PC als digitaler Download für 29,99 €.

Actionreiches Gameplay
Coole Locations
Serientypisches Gegnerdesign
Zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten
Beengende Kamera
Unausgeglichene KI
Monotoner Einzelspielermodus
Vielversprechend

Oliver K.

Rundum ist Umbrella Corps ein nettes Spiel für einen netten Preis – mehr aber auch nicht. Wer das Resident Evil-Universum mag und in der derzeitigen Flut an erscheinenden AAA-Titeln nicht untergeht, der kann durchaus zu dem Titel greifen und sich ein paar Stunden damit vergnügen. Ein Meilenstein der Videospielgeschichte ist der Online-Shooter allerdings nicht.
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