Vorschau: Smoke and Sacrifice

Vorschau Smoke and Sacrifice

Smoke and Sacrifice überzeugt mit seinem Hand gezeichneten Stil

Vor kurzer Zeit besuchten uns die Jungs von Solar Sail Ltd. um uns ihr erstes eigenständiges Werk zu zeigen. Dabei sind viele der Mitglieder keine unbeschriebenen Blätter sondern Veteranen wie Tancred Dyke Wells (ehem. Creator and Director von Nintendo’s Art Academy) – Doch mit Smoke and Sacrifice folgt nun der Sprung in die Selbstständigkeit. Grund genug, sich zusammen auf die Couch setzen, um das gute Stück anzutesten.

Knuddelige Dystopie

Vorschau Smoke and Sacrifice

Selbst der düstere Sumpf wirkt knuffig

Ein genauer Zeitpunkt für die Veröffentlichung von Smoke and Sacrifice ist noch nicht bekannt. Das Spiel soll aber noch dieses Jahr erscheinen. Während unseres kurzen Einblicks konnten wir die handgezeichnete Spielwelt schon etwas erkunden. Wir schlüpfen in die Rolle einer Mutter, welche aufgrund kultureller Regeln ihres Volkes gezwungen wird ihr Kind, Leo, zu opfern. Denn die Menschen dieser Welt werden von einem Nebel bedroht, welcher sich jede Nacht über die Oberfläche des Planeten zieht. Nur Lichtquellen können den Nebel zurückhalten und eine Sicht ermöglichen. Die Tiere hingegen spielen während dieser Tageszeit verrückt und werden zu unberechenbaren Monstern. Aufgrund dieser Gegebenheiten gründete sich eine Religion welche die Sonne und alle weiteren Lichtquellen verehrt. An genau diesen Kult muss jede Mutter des Dorfes ihr Erstgeborenes spenden.

Da es kein entrinnen aus diesem Gesetz gibt, müssen wir unser Kind mit eigener Hand auf die Plattform legen, von wo aus es durch einen Laser an die Götter geopfert wird. Als wir deprimiert den Tempel verlassen, können wir einige Gespräche der Wachen mithören, diese offenbaren uns das offenbar noch mehr hinter der grausamen Sekte steckt, als nur das reine Anbeten der Sonne. Doch bevor wir genaueres erfahren bemerken sie unsere Spionage und wir müssen nach Hause gehen.

Danach zieht einige Zeit ins Land, als plötzlich riesige Monster das Dorf attackieren. Unfähig zu fliehen entscheiden wir uns den Teddy unseres Kindes zu greifen und uns mit ihm über den Opferstein zu verdrücken. Keine sichere Zukunft vor Augen schalten wir den Laser ein und Alles wird weiß.

Komplexe Welten

Vorschau Smoke and Sacrifice

Jedes Biom hat seinen eigenen Charakter

Als wir wieder zu uns kommen finden wir uns unter der Erde wieder. Ein sumpfartiges Biom bestückt mit bizarren Bäumen und leuchtenden Blumen breitet sich vor unseren Augen aus. Wir müssen schnell eine Laterne basteln, denn bald kommt der Nebel. Das Crafting System ist äußerst ausgeklügelt. Das zeigt schon der Blick in das übergroße Inventar. Sofort bekommen wir den Drang jeden Rohstoff zu sammeln, um uns verschiedenste Gadgets zusammen zu schustern. Doch nicht nur das, die verschiedene Rohstoffe bilden eine Verkettung von Craftingsystemen. So gibt es zum Beispiel im Sumpf Biom eine riesige Wild-Stachelschwein Chimäre. Wenn wir diese bezwingen ist es möglich sie zu domestizieren, das bringt Schweinebabys und Milch. Aus der Milch können wir wiederum Käse machen um Ratten anzulocken.

Desto länger wir uns in dieser Welt bewegen, desto mehr fällt uns auf, dass wir uns in einem funktionierendem Ökosystem befindet. Das Töten von bestimmten Artenvertretern hat Einfluss auf ihre Population in der Welt. Genauso pflanzen sich die Tiere aber auch fort und vermehren sich, wenn wir nicht einschreiten. Das Verständnis für die durchdachte Welt etabliert sich erst mit der Zeit, am Anfang übernimmt die leichte Verwirrung die Überhand, denn eigentlich sind wir ja aus einem ganz anderem Grund hier.

Die Suche kann beginnen

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Die Bevölkerung unter Tage hat einen besonderen Lebensstil

 

Wir wollen verstehen was hier vor sich geht und wir wollen wissen, wo unser Kind ist. Glücklicherweise wird die Unterwelt nicht nur von blutrünstigen Monstern bevölkert. Auch hier hat sich eine Zivilisation etabliert. Diese wirkt eher melancholisch und lethargisch. Trotzdem weisen die Menschen eine hohe Hilfsbereitschaft auf. Wir bekommen einige Tipps die uns helfen fürs Erste zu überleben. Später kommen wir dann zu einer Schamanin welche uns erstmal Unterschlupf gewährt.

Die Suche nach unserem Kind gestaltet sich schwieriger als gedacht. Das, obwohl er in diesem Gebiet einen gewissen Bekanntheitsgrad zu haben scheint. Wir müssen den Bewohnern dieser Welt lediglich seinen Teddy Zeigen und prompt geben sie uns Hinweise zu unserem Aufenthaltsort. Also heißt es Rohstoffe sammeln, Kleidung und Waffen craften, Essen kochen und Leo suchen. Was genau hinter dem Kult steckt und wo der Nebel herkommt, diese Fragen konnten wir in der kurzen Spielzeit nicht beantworten, aber der Test hat Lust auf mehr gemacht.

Vielversprechend

Giacomo Wiesenberg

Smoke and Sacrifice hat jetzt schon alles was ein klassisches Survival RPG braucht. Dazu kommt noch der handgezeichnete Comicstil, welcher dem ganzen einen eigenen Charakter verleiht. So kann sich der Titel auch deutlich von anderen Vertretern des Genre, wie Dont Starve oder Terraria abheben. An diese fühlten wir uns während des ersten Anspielens erinnert. Die fertige Version wird aber wahrscheinlich mit noch mehr Komplexität und Innovation glänzen.
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