Vorschau: Star Trek Bridge Crew – Gamescom 2016

 

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Während von Weltraum-Shootern bis hin zu Jump-Horror Games schon viele Projekte für VR-Headsets angekündigt worden sind, zeichnet sich Ubisofts Star Trek Bridge Crew insbesondere durch seine kooperative Komponente aus. Vier Spieler nehmen hier auf der virtuellen Brücke eines brandneuen Raumschiffs aus dem Star Trek-Universum Platz, um in Zusammenarbeit diverse Missionen im Auftrag der Föderation der vereinten Planeten zu bewältigen. Auf der Gamescom in Köln hatten wir nun die einzigartige Gelegenheit auf Warp zu beschleunigen, aber ob der Titel auch das Potential besitzt, dem  vulkanischen Weisheitsspruch „Live Long and Prosper“ zu folgen, das verraten wir euch im Folgenden.

Deine Rolle auf der Brücke

In Star Trek Bridge Crew finden wir uns mit drei weiteren Spielern auf der Brücke der U.S.S. Aegis wieder, dem neuesten Schiff der Föderation. Jedes Teammitglied schlüpft dabei in die Rolle eines der vier Charaktere, die jeweils für die wichtigsten Funktionen des Schiffs verantwortlich sind. So haben wir den Waffen-Offizier, den Steuermann, den Ingenieur und natürlich den Captain, der wohl mit die wichtigste Rolle des Geschehens innehat. Schließlich muss dieser Befehle erteilen und die Aktivitäten der Crew koordinieren.

Wir begaben uns während der Gamescom Präsentation in die Rolle des Steuermanns und uns oblag es so die U.S.S. Aegis zum Zielsystem zu warpen, das Schiff auf Kurs zu bringen, Ausweichmanöver zu fliegen und es auch im Kampf entsprechend auszurichten. Dass dies leichter gesagt ist als getan, wird insbesondere dann deutlich, wenn man sich nicht ganz im Klaren ist, was die Mitspieler aktuell unternehmen. Um das Ziel der jeweiligen Missionen erfolgreich zu erreichen, ist Kommunikation via Voice-Chat absolut notwendig, denn ohne kann man auch schnell der eigenen Vernichtung gegenüberstehen.

In unserer gespielten Mission galt es in ein fernes System zu warpen, aus dem ein Notruf aufgenommen wurde. Am Ziel angekommen konnten wir den Schiffsmonitoren ein finsteres Bild entnehmen, auf dem die Trümmer eines Schiffs zu sehen waren. Das Ziel der Mission: Durch die Trümmer zu navigieren und Überlebende aus Fluchtkapseln an Bord zu beamen. Erschwert wurde diese Mission noch durch einen plötzlich auftauchenden klingonischen Bird of Prey, der das Feuer auf uns eröffnete.

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Geringe Gefahr der Motion Sickness

Während das Grundprinzip von Star Trek Bridge Crew sehr imposant präsentiert wird, so ist allerdings gerade die Virtual Reality Komponente hinter dem Spiel die wahre Stärke. So findet sich jeder Spieler an einer festen Stelle auf der Brück der U.S.S. Aegis wieder, kann sich frei umsehen und so auch die anderen Brückenoffiziere beobachten. Der Clou: Nicht nur die von den Spielern ausgeführten Bewegungen werden jedem Mitspieler angezeigt, auch darf man sich auf eine Lippensynchronisation freuen, wenn in das eigene Mikrofon gesprochen wird.

Gesteuert wird Star Trek Bridge Crew via Motion.-Controller, mit denen wir die Arme unseres virtuellen Avatars steuern können. Vor uns konnten wir so ein Touch-Display vorfinden, mit dem wir in der Lage waren, das Schiff selbst zu navigieren. Abseits des Displays hat der Spieler zudem die Möglichkeit den Rest der Brücke in aller Ruhe betrachten, welche sich auch optisch verändern kann. Gerät das Schiff unter Beschuss und entstehen auf diese Weise Schäden, so beginnen irgendwann Funken zu sprühen, Innenverkleidungen der Wände auseinander zu brechen und sogar NPC Crewmitglieder fliegen quer durch den Raum und bleiben leblos am Boden liegen.

Abseits des Spielerischen gilt es natürlich auch noch die Frage nach einem der größten Probleme der aktuellen VR-Technologie zu klären, mit denen Nutzer zu kämpfen haben. Hier sprechen wir natürlich von Motion Sickness, die am ehesten in Form einer Art Seekrankheit oder einer Reizüberflutung auftreten kann. Zwar hatten wir lediglich 20 Minuten zum Anspielen von Star Trek Bridge Crew, jedoch ließen sich hier keine negativen Auswirkungen auf den Körper erkennen. Dies liegt höchstwahrscheinlich daran, dass der Spieler sich nicht frei durch 3D-Welten bewegt, sondern fest auf der Brücke eines Raumschiffs Platz findet. Entsprechend sind physische Auswirkungen zwar nicht ausgeschlossen, werden im Vergleich zu anderen VR-Spielen allerdings weitaus schwächer ausgeprägt vorkommen .

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Eines der bislang immersivsten VR-Games
Großartige Koop-Komponente
Viel Potential für viele spannende Spielstunden
Vier verschiedene Rollen gibt es zu meistern
Geringe Motion Sickness-Gefahr
Ausmaß und Anspruch des Spiels aktuell schwer abzuwägen
Vielversprechend

Daniel M.

Bereits vor der Gamescom hat Star Trek Bridge Crew für ordentliche Aufmerksamkeit gesorgt, aber nachdem ich den Titel persönlich antesten durfte gibt es kaum noch Zweifel an dessen Qualität. Die Steuerung macht Spaß, das Gefühl im Team ist großartig und man fühlt sich tatsächlich auf die Brücke eines Raumschiffs aus dem Star Trek-Universum versetzt. Nun gilt es nur noch abzuwarten wie der Umfang des Spiels und vor allem der Schwierigkeitsgrad ausfallen wird. Gerade für eingespielte Crews hoffen wir, dass diese mit entsprechend fordernden Missionen an ihre Grenzen gebracht werden. Nun gilt es nur noch bis zum 29. November zu warten bis Star Trek Bridge Crew für PlayStation VR, HTC Vive und Oculus Rift in den Handel kommt. Dann heißt es Maschinen auf Warp und Schilde hoch!
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