Vorschau: Sword Art Online – Lost Song

Wie es sich anfühlt ein virtuelles MMORPG zu spielen, in dem man beim digitalen Tod auch im realen Leben stirbt, das konnten Spieler zumindest ansatzweise im vergangenen Jahr mit Sword Art Online – Hollow Fragment nachempfinden. Ab dem 13. November 2015 bringt uns Bandai Namco nun den nächsten Ableger der Serie, welcher unter Namen Sword Art Online – Lost Song läuft. Hier werden Spieler Zutritt in die neue Online-Spielewelt Alfheim bekommen, in der auch ein neues Flugsystem eingeführt wird. Im Rahmen eines ersten Anspieltermins hatten wir nun die Gelegenheit, uns einen Eindruck vom Titel zu verschaffen, und dieser wirkte recht vielversprechend.

Vorschau Sword Art Online Screenshot 5

Eine weitere alternative Zeitlinie

Wie schon in Hollow Fragment werden Fans des Franchises, welches ursprünglich in Japan als Light Novel erschien und später als Manga und Anime große Aufmerksamkeit erregte, in Sword Art Online – Lost Song zum Beginn des Spiels möglicherweise etwas irritiert sein. Denn im Gegensatz zu vielen anderen „Anime-Versoftungen“ bekommt es der Spieler hier nicht mit einer direkten Umsetzung des Originals zu tun, sondern vielmehr mit einer parallelen Zeitlinie, in der einige Dinge anders verlaufen sind. Der Vorteil ist jedoch schnell ersichtlich! Dadurch bietet sich die Möglichkeit eine komplett neue Geschichte zu erleben, neue Charaktere einzuführen und viele andere Dinge zu entdecken.

Zu diesen Besonderheiten gehört auch die Charaktererstellung. So ist es dem Spieler entweder möglich selbst als Kirito, dem eigentlichen Protagonisten der SAO-Geschichte, zu spielen, oder aber einen eigenen Charakter ins Leben zu rufen. Hier stehen dem Spieler zahlreiche Individualisierungs-Möglickeiten zur Verfügung, wozu unter anderen auch die zahlreichen Rassen der Welt gehören. Da der Schauplatz des Geschehens nicht mehr Sword Art Onlines Aincrad ist, sondern die Welt des Spiels Alfheim (ALO), gesellen sich hier auch diverse neue Spielmechaniken hinzu. Das Kampfsystem bleibt für Neueinsteiger vermutlich etwas konfus, da dieses kein gewöhnliches ist, in der Spieler kämpfen, abwehren, ausweichen und heilen muss. Hier ist ein geschicktes Teamplay von Nöten, in dem sich Charaktere regelmäßig beim Kampf an vorderster Front abwechseln.

Vorschau Sword Art Online Screenshot 3

Ab durch die Lüfte!

Was bereits zum Beginn in Sword Art Online – Lost Song auffällt, ist die besonders hübsche optische Gestaltung. Gerade Anime-Fans wird dies freuen, da das Spielgeschehen einem echten Anime immer näher und näher kommt. Dies ist insbesondere der Rechenleistung der PS4 zu verdanken, aber auch den Erfahrungen des Entwicklerstudios Artdink, welches schon für Dragon Ball Z: Battle of Z verantwortlich gewesen ist. Entsprechend ist es nicht verwunderlich, dass sich das Flugsystem des Spiels stark an diesen Titel erinnert fühlt.

Die Flugeinlagen stellen übrigens das Feature des Spiels dar, welches uns ganz besonders überzeugt hat. Allerdings muss sich der Spieler hier auf eine Lernphase gefasst machen, denn so einfach ist das Fliegenlernen hier nicht. Wer es jedoch gemeistert hat, der kann damit viel anstellen und imposante Manöver fliegen, aber vor allem auch schnell durch die Maps düsen. Wichtig ist dieses Feature zudem nicht nur um fliegende Gegner zu bekämpfen , sondern auch um höher gelegene Ebenen zu erreichen.

Vorschau Sword Art Online Screenshot 2

Alfheim Online – Ein simuliertes MMORPG

Wie es bei Massiveley Multiplayer Online Rollenspielen (MMORPGs) üblich ist, begegnet der Spieler auch in Sword Art Online – Lost Song gelegentlich anderen Spielergruppen, die in der Welt ihre Charaktere leveln, Items sammeln und Monster bekämpfen. Diese Spielergruppen sind dabei allerdings vom Computer gesteuert und vermitteln einfach nur den Eindruck tatsächlich in einem MMO zu spielen. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit reale Spieler zu treffen.

In diesem Rahmen steht Spielern ein Online-Modus zur Verfügung, in dem man gegen andere Spieler in PvP Gefechten antreten kann. Viel interessanter ist allerdings ein kooperativer Modus. In letzterem wird es Spielern gestattet Freunde einzuladen und mit diesen zusammen die Welt von ALO zu bereisen, Bossmonster herauszufordern und vieles mehr.

So schön Sword Art Online – Lost Song auch aussehen mag, so fiel uns allerdings auch eine Schwäche auf. Die unterschiedlichen Level des Spiels sind teilweise sehr karg gestaltet und mit Gegnern nur so vollgestopft. Die Befürchtung ist hier, dass das Spielgeschehen recht schnell einseitig werden könnte, insbesondere unter Berücksichtigung der von uns erledigten Quests. Hier hatten wir es ausschließlich mit Sammel- oder Tötungs-Quests zu tun, wie zu frühesten World of Warcraft Zeiten. Ob sich dies jedoch im späteren Spielverlauf noch ändern wird, das bleibt abzuwarten.

Vorschau Sword Art Online Screenshot 4

Optisch sehr ansprechend
Tolles und packendes Flugsystem
Neue Waffen und Charaktere
Komplett neue Story
Karge Level
Quests wirken derzeit sehr monoton
Vielversprechend

Daniel M.

Der erste Eindruck zu Sword Art Online – Lost Song fällt durch etwas gemischte Gefühle auf, wobei die positiven jedoch überwiegen. Gerade der Anime Fan in mir ist von der Optik des Spielgeschehens und dem sehr flüssigen und schnellen Gameplay begeistert. Die Luftkämpfe machen sehr viel Spaß und auch eine neue Geschichte macht Lust auf mehr. Lediglich die etwas karg gestaltete Welt bereitet hier noch einige Sorgen, die sich in Richtung Monotonie bewegen. Ob dies allerdings tatsächlich der Fall sein wird bleibt abzuwarten, denn in einem einstündigen Anspieltermin lässt sich hierzu noch nicht allzu viel sagen. Ich bin zumindest gespannt auf das finale Spiel und auch auf die Mehrspieler-Komponenten, die uns Bandai Namco hier zur Verfügung stellen wird!
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