Vorschau: The Witcher 3: Blood and Wine

Mittlerweile ist bereits über ein Jahr ins Land gegangen, seitdem The Witcher 3 aus dem Hause CD Projekt Red auf den Markt gekommen ist. Mit dem ersten Add On ‚Hearts of Stone‘ konnten Fans bereits vor einigen Monaten eine spannende Storyerweiterung genießen, die das Mammut-Spiel um rund zehn Spielstunden erweiterte und dabei eine außerordentlich fesselnde Geschichte ablieferte. Wer sich noch immer nicht an den Abenteuern des Hexers Geralt von Riva satt gesehen hat, der wird sich nun auf die zweite Erweiterung ‚Blood and Wine‘ freuen dürfen, die am 31. Mai für Xbox One, PS4 und PC erscheinen wird. Diese fällt dabei mit einer Spiellänge von 20 bis 30 Stunden deutlich länger aus und bietet neben einem Housing-System auch ein brandneues Areal, welches es zu erkunden gilt.

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Wie aus einem Märchenbuch…

Das Hexer-Gewerbe ist ein gefährliches Handwerk, welches mit einer schweren Ausbildung beginnt, die viele gar nicht erst überleben. So gilt es sich im Laufe einer solchen Ausbildung zahllosen Kreaturen gegenüberzustellen und das Leben auf der Straße zu fristen. Aber genau der letzte Punkt hat auch seine Vorteile, denn so kommt man in der Gegend herum und mit etwas Glück führt es einen in die schönsten und idyllischsten Orte der Welt. In The Witcher 3: Blood and Wine hat unser Held Geralt nun die Gelegenheit nach Toussaint zu reisen, wo die Herzogin Anna-Henrietta nach ihm gerufen hat, denn ein gefährliches Wesen tötet hier Adelige und niemand weiß, wer oder was diese Taten begeht.

Toussiant scheint mit all seinen farbenfrohen Arealen und Weingütern geradezu aus einem Märchenbuch zu stammen und selbst die dort ansässigen Ritter verhalten sich entsprechend. Mit tapferen Phrasen kämpfen viele dieser um die Gunst so manch holder Maid und sind aufgrund der sehr rechtschaffenen Ausprägung eine erfrischende Abwechslung zum doch recht düsteren Novigrad. Zudem gibt es in Blood and Wine eine weitere interessante Neuerung, denn Geralt bekommt hier sein eigenes Haus mit angrenzendem Weingut zur Verfügung gestellt, welches als Spieler-Hub des neuen Gebiets dient.

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Die Ländereien und Mutationen des Geralt von Riva

Generell hat sich CD Projekt Red mit The Witcher 3: Blood and Wine ordentlich ins Zeug gelegt, um neben einer spannenden Geschichte auch zahlreiche neue Features ins Spiel zu integrieren. Hierzu gehört das bereits erwähnte neue Heim von Geralt, welches im Verlauf des Spiels ordentlich erweitert und ausgebaut werden kann – vorausgesetzt ihr verfügt über das nötige Kleingeld. Neben normaler Einrichtung, Werkbänken und neuen Stallungen für das treue Ross Plötze gibt es auch die Möglichkeit Rüstungsständer zu bestücken oder das Heim mit gesammelte Gemälden zu verschönern. Selbst die eigene Hexer-Ausrüstung kann im Add-On angepasst werden, denn diese Items lassen sich nun mit verschiedenen Färbemitteln in prachtvolle neue Töne tauchen.

Wer übrigens das Optionsmenü des Spiels aufsucht, wird sogar neue Einstellungsmöglichkeiten vorfinden. So lässt sich beispielsweise die Fischaugensicht deaktivieren, die unter der Verwendung mancher Hexersinne zum Einsatz kam. Wesentlich wichtiger ist allerdings die Möglichkeit Feinde zu skalieren. Während Gegner bisher immer eine feste feste Stufe besaßen, so können sie durch dieser Option mit dem Spieler mitleveln, sodass eine stets gleich hohe Herausforderung zu erwarten ist, egal gegen wen oder was man kämpft.

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Solltet ihr zudem noch Fähigkeitspunkte und Mutagene übrig haben, so kann sich ein Blick ins Skillsystem von Geralt lohnen. Dieses wurde erweitert, sodass sich nun neue Mutationen erforschen lassen. Insgesamt gibt es von diesen 12 unterschiedliche, die uns beim Ableben beispielsweise eine zweite Chance gewähren oder beim Erzielen von kritischen Treffern zufällige Effekte aktivieren, ohne auch nur einen Punkt an Toxizität zu erzeugen. Allerdings kann nur eine dieser Mutationen zur gleichen Zeit aktiv wirken, weshalb die Wahl dieser wohl bedacht sein sollte. Neben den Mutationen wurden Geralt auch noch vier neue Skillslots gewährt, in denen die Fähigkeiten unseres Hexers eingesetzt werden können. Das Besondere an diesen: Auf sie wirkt nun nicht mehr nur ein Mutagen als Verstärker, sondern sogar zwei!

Ansel via Nvidia

Spieler der PC-Version dürfen sich zudem auch auf ein neues Feature seitens Nvidia freuen, welches den Namen Ansel trägt. Mit diesem lässt The Witcher 3: Blood and Wine unter anderem zu jeglicher Zeit pausieren, und mit einer frei beweglichen Kamera betrachten. Dies klingt zwar zunächst nicht sonderlich spannend, jedoch lassen sich so zahlreiche neue Eindrücke der Welt sammeln und dank einer Screenshot-Funktion, die mit einer maximalen Auflösung von 69.120×38.880 Pixeln daherkommt, ergibt sich hier sogar die Möglichkeit atemberaubende Momentaufnahmen zu machen. Ansel bietet des Weiteren auch verschiedene Filter an, die sich über gemachte Bilder legen lassen, sowie eine 360-Grad-Option, deren Aufnahmen auf Mobile- und VR-Geräten betrachtet werden können.

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Ein eigenes, individualisierbares Anwesen ...
Brandneues, traumhaftes Spielgebiet Toussaint
Skalierbares Levelsystem der Gegner
Gewohnt hochkarätige Inszenierung
... dessen Grad der Anpassung aktuell zu oberflächlich erscheint
Bombastisch

Daniel M.

Mit rund 20 bis 30 Spielstunden dürfen sich Fans bei The Witcher 3: Blood and Wine auf ein äußerst zeitintensives Add-On freuen, welches weit umfangreicher als das erste Content Update 'Hearts of Stone' ausfällt. Dank zahlreicher neuer Features, wie dem individualisierbaren Anwesen Geralts und dem Mutagen Forschungssystem, warten hier einige Neuerungen darauf vom Spieler entdeckt zu werden, und erstrecken sich sogar bis hin zur eigentlichen Spielwelt. Denn mit diesem DLC verschlägt es uns in das bezaubernde neue Spielgebiet Toussaint, welches einen wesentlich farbenfroheren Eindruck vermittelt als die bisherigen Gebiete von Velen, Skellige und Novigrad. Bleibt lediglich abzuwarten, ob die Story noch eine Schippe auf Spannung und Inszenierung drauflegen kann – wir sind gespannt!
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