Vorschau: Uncharted 4: A Thief´s End

Vorschau Uncharted 4 A Thief´s End

Nicht mehr lange, dann dürfen wir wieder mit Nathan Drake auf Schatzsuche gehen.

Bald ist es so weit und Sonys exklusiver Schatzsucher Nathan Drake begibt sich auf sein viertes und vorerst letztes Abenteuer. Im Rahmen eines Uncharted 4-Events in Hamburg durften wir schon mal einen Blick auf das Spiel werfen und sagen euch, was auf uns zukommt.

Zurück aus dem Ruhestand

In dem letzten Teil der Uncharted-Serie hat Nathan Drake eigentlich sein Amt als abenteuerlustiger Schatzsucher, der immer irgendwie in irgendwelche Schwierigkeiten gerät, niedergelegt. Die Verwunderung der Fans war also groß, als der kommende Ableger angekündigt und damit Drakes Rückkehr bestätigt wurde.

Allerdings gibt es einen guten Grund für Drakes Entscheidung, sich ein letztes Mal auf die Suche nach einem der archäologisch bedeutendsten Funde zu machen. Es geht nämlich um die Familie. Wie schon manch einem bekannt sein dürfte, wird in Uncharted 4 ein neuer Charakter aus Nathans Umfeld eingeführt und zwar sein älterer Bruder Samuel. Dieser wurde von Nate für tot gehalten und als er seinen jungen Bruder überrascht, kippt dieser fast aus den Socken. Der Grund für Sams Auftauchen ist, dass er eine Spur gefunden hat, die zu einem der größten Schätzen aller Zeiten führt. Auf diese Gelegenheit haben die beiden Brüder ihr ganzes Leben lang gewartet. Da kann der ambitionierte Hobby-Archäologe nicht nein sagen und begibt sich zusammen mit ein paar alten Bekannten auf die Suche.

Mit Samuel Drake lernen wir erstmals jemanden aus Nates Familie kennen.

Mit Samuel Drake lernen wir erstmals jemanden aus Nates Familie kennen.

Setzt die Segel

In Uncharted: Drakes Schicksal machten wir uns einst auf die Suche nach der sagenumwobenen Stadt aus Gold, die man unter dem Namen Eldorado kennt. In der Fortsetzung war das Königreich Shambhala unser Ziel und im dritten Teil verschlug es uns in die verschollene Stadt Iram. In Uncharted 4 steht diesmal kein genauer Ort, sondern vielmehr ein Mann von wahrer Größe im Mittelpunkt. Die Rede ist von dem legendären englischen Piraten Henry Every. Auf den Spuren Everys begeben sich die Drake-Brüder auf die Reise und versuchen den größten aller Piratenschätzen zu finden.

In Uncharted 4 begeben wir uns auf die Suche nach dem größtem Piratenschatz aller Zeiten.

In Uncharted 4 begeben wir uns auf die Suche nach dem größtem Piratenschatz aller Zeiten.

Tod von oben

Uncharted 4 spielt sich genauso wie seine Vorgänger. Ihr lauft von Punkt A nach B und wenn ihr dabei auf eine Horde Gegner trefft, dann ballert und prügelt ihr diese über den Haufen. Dabei stehen euch verschiedene Waffen zur Verfügung, die von kleinkalibrigen Pistolen bis hin zu explosiven Werfern reichen. Darüber hinaus gibt es hier und da wieder ein paar Kletterpassagen, wie man es aus Uncharted gewohnt ist. Allerdings gibt es ein neues Feature, das euch das Spielgefühl ordentlich versüßt. Diese Neuerung ist der Greifhaken, mit dem ihr nicht nur ruck zuck eine Schlucht oder einen Häuserspalt überbrückt, sondern ihn auch als offensive Angriffsmaßnahme benutzen könnt. Befindet sich ein nichtsahnender Gegner in der Nähe eines Ankerpunkts für euren Greifhaken, so könnt ihr diesen geschwind auswerfen, euch rüber schwingen und euch mit einer geballten Sturzattacke auf euer Opfer fallen lassen. Das sieht nicht nur besonders spektakulär aus, sondern ist auch ziemlich praktisch, falls ihr euch im Kampf zurückziehen wollt und euch ein Feind den Weg versperrt. Außerdem könnt ihr während des Schwingens auch mit eurer Handfeuerwaffe rumballern, was ebenfalls ziemlich beeindruckend aussieht.

Überarbeitet wurde nun auch der Stealth-Modus, denn während ihr in den drei Vorgängern nur bedingt Schleichen konntet, haben die Entwickler nun ein neues System eingeführt. Geratet ihr in das Sichtfeld eines Feindes, so füllt sich über diesem eine Sichtungs-Anzeige. Wird diese Anzeige bis zum Anschlag gefüllt, so wurdet ihr entdeckt und der Feind schlägt Alarm. Zudem könnt ihr eure Feinde nun beim Anvisieren markieren, sodass ihr euch einen präventiven Vorteil für den Kampf verschaffen könnt.

Vorschau Uncharted 4 A Thief´s End

Der Greifhaken zählt zu einem eurer neuen besten Freunde. Außerdem könnt ihr ihn sowohl als Waffe als auch als Werkzeug einsetzen.

Die Drakes on Tour

Neben dem Greifhaken wurde ein weiteres neues Feature involviert. Nachdem ihr im ersten Teil ein Jetski gesteuert habt, euch im zweiten hinter das Geschütz eines Panzers klemmen durftet und mit einem Pferd durch die Wüste des dritten Teils geritten seid, dürft ihr euch nun erstmals hinter das Steuer eines Jeeps setzen.

Manche Areale, die ihr mit dem Fahrzeug durchquert, sind so groß, dass ihr erstmal ein wenig die Gegend erkunden wollt. In den meisten Fällen lohnt sich das auch, da wie in den Vorgängern überall kleine Schätze und Notizen bezüglich der Story versteckt sind. Allerdings sorgt die offene Spielwelt für gelegentliche Orientierungslosigkeit, bei der ihr dann einige Minuten verschwendet, den richtigen Weg wiederzufinden. Seid ihr mit eurem Fuhrwerk unterwegs, so müsst ihr teilweise etwas nachdenken, wie ihr diesen beispielsweise einen matschigen Hügel hinaufbekommt oder eine hölzerne Brücke einreißt. Statt roher Gewalt und Granaten ist hier Köpfchen gefragt: Die Seilwinde eures Jeeps lässt sich nämlich problemlos an Bäumen, Säulen oder ähnlichem befestigen und führt durch das optimistische Durchdrücken des Gaspedals zum gewünschten Erfolg.

Dabei dient das neue Gefährt nicht nur als Allzweckwerkzeug, sondern kann auch als Waffe benutzt werden. Wer keine Lust auf Schießereien und Prügeleien hat, der klemmt sich einfach hinters Steuer, drückt kräftig aufs Gas und fährt seine Widersacher einfach platt.

Ab und zu solltet ihr einfach mal die Aussicht genießen.

Ab und zu solltet ihr einfach mal die Aussicht genießen.

Glanz und Gloria

Dass es bei einem Spiel nicht nur auf die Grafik ankommt, ist uns klar, doch wenn man Uncharted 4 sieht, dann kann man nicht anders als einfach jede Ecke und jeden Winkel des Spiels genauer unter die Lupe zu nehmen, um von der optischen Pracht überwältigt zu werden.

Die Entwickler haben dieses Mal besonders an der Physik-Engine gefeilt. So haben wir uns einmal mit dem Jeep im Schlamm festgefahren und durften Zeuge werden, wie der Boden Madagaskars von den durchdrehenden Reifen durch die Gegend wirbelte und am Heck des Wagens kleben blieb. Auch die Animationen sehen geschmeidiger aus als jemals zuvor. Egal ob ihr klettert, prügelt oder mit dem Greifhaken durch die Gegend schwingt, es sieht einfach nur fabelhaft aus.

Aber nicht nur optisch, sondern auch akustisch ist das Spiel ein Fest für die Ohren. Bombastische Explosionen, fauchende Projektile und kräftige Prügelsounds, als wären Bud Spencer und Terence Hill höchst persönlich involviert. Aufgelockert wird das Spielgefühl zudem durch ständige Dialoge unter den Charakteren, die sich für ihre sarkastischen, aber charmanten Sprüche nicht schämen müssen. Dabei sollte man vor allem der tollen Synchro danken, die im Original zwar etwas besser klingt, sich aber auf deutsch ebenfalls beachtlich anhört.

Vorschau Uncharted 4 A Thief´s End

Nathan Drake sah noch nie besser aus. Da lohnt sich sogar schon das Zuschauen.

Grandiose Animationen
Hinreißende Grafik
Tolle Fingerkonstellation
Vorbildliche Neuerungen
Überarbeiteter Stealth-Modus
Beeindruckender Sound
Einwandfreie Synchronisation
Zeitweilige Orientierungslosigkeit in den Jeep-Passagen
Bombastisch

Oliver K.

Uncharted 4 - Der attraktivste Schatz der PlayStation 4: Auch wenn wir kaum etwas von der Story mitbekommen haben, so hat uns Uncharted 4: A Thief´s End sofort wieder in die Welt der Archäologie entführt. Während man sich beim Lösen der Rätsel wie ein kleines Genie fühlt, lässt man in den geladenen Gefechten den Action-Helden raushängen. Die Neuerungen, die das Spiel mit sich bringt, geben einem dabei zahlreiche neue Möglichketen das Abenteuer auf seine ganz eigene Art und Weise zu beschreiten. Die Charaktere sind empathisch, das Gameplay apart und auch wenn wir nicht mehr als ein Bruchteil des Spiels sehen durften, kann man sagen, dass es ein Garant für ein beispielloses Spielerlebnis der Extravaganz ist.
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