Vorschau: Vikings

Der Winter naht und mit ihm kehren auch die Jötunn zurück. Diese Eisriesen bedrohen Asgard selbst, was zudem auch die unsrige Welt Midgard ins Kreuzfeuer zieht. Um den Weltuntergang zu verhindern schlüpfen wir in Vikings in die Rolle eines Clanmitglieds der Ulfung, der Wölfe von Midgard. Diese stellen eine Schar berüchtigter Wikingerkrieger dar, in deren Rollen wir fortan uns in klassischer Diablo-Manier durch zahllose Wildtiere, Monster und andere mystische Kreaturen schnetzeln müssen.

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Diablo mit Wikingern

Wie üblich gilt es zum Spielstart zunächst den eigenen Charakter zu erstellen und diesen mit allerlei kosmetischen Besonderheiten, wie die Länge des Bartes, ein Ensemble an Tätowierungen und mit einer von zahlreichen Waffe auszurüsten, bevor es dann auch direkt ins Schlachtgetümmel geht. Wer sich hier direkt an das Diablo Franchise erinnert fühlt, der täuscht sich nicht, denn sowohl die isometrische Perspektive, als auch die Steuerung des Charakters und das Kampfverhalten selbst erinnern hier sehr stark an das Zugpferd von Blizzard.

Aber natürlich hat sich der Entwickler Games Farm diverse Besonderheiten überlegt um nicht gänzlich in die gleiche Schublade wie zahlreiche andere Diablo-Klone gesteckt zu werden. Dies beginnt damit, dass unser Charakter kein Level besitzt. Im Spielverlauf werden zwar Erfahrungspunkte gesammelt, jedoch gehen diese nicht in den Charakter selbst, sondern in seine Expertise im Kampf mit seinen Waffen über. Insgesamt bietet Vikings dem Spieler sechs unterschiedliche Waffengattungen, die nach uns nach und nach neue Fähigkeiten freischalten, die mit der jeweiligen Waffe ausgeführt werden können. Zusätzlich dazu erhalten die Waffen auch eigene Levelstufen, die jeweils ihre Macht verbessern.

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Insgesamt stehen unserem tapferen Wikinger sieben unterschiedliche Skillslots zur Verfügung, die allesamt Ausdauer Verbrauchen. Je weiter eine Fähigkeit in der Skillleiste rechtsseitig positioniert ist, desto mehr Ausdauer wird verbraucht, die allerdings auch recht schnell regeneriert. Neben den Waffenfähigkeiten stehen uns des Weiteren aber auch noch Runen zur Verfügung, die uns jeweils eine sehr besondere Fähigkeit freischalten, wie beispielsweise Gegner kurzzeitig zu verwandeln oder gar Thors Blitze selbst heraufzubeschwören um Feinde ordentlich unter Strom zu setzen.

Den Elementen ausgesetzt

Spielerisch fühlt sich Vikings äußerst solide an und steht zumindest in diesem Punkt einem Diablo in nichts nach. Auch dürfen sich Fans solcher Spiele nicht nur auf herausfordernde New Game Plus und weitergehende Schwierigkeitsgrade nach dem Durchspielen freuen, auch spendiert uns der Entwickler einen Koop-Modus, in dem sowohl on- als auch offline mit Freunden zusammengespielt werden darf. Ebenso dürfen sich Item-Jäger auf zahlreiche rare Gegenstände freuen, genau wie auf ein relativ umfangreiches Skillsystem, in dem passive Fähigkeiten freigeschaltet und der eigene Charakter optimiert werden kann.

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Eine noch relativ interessante Mechanik ist das sogenannte „Exposure-System“. Ist unser Held den Kräften der Natur ausgesetzt, dann erleidet dieser konstant Schaden, zumindest sobald seine Resistenz keine Abwehr mehr bietet. Entsprechend ist es beispielsweise nur kurze Zeit möglich durch die intensiven Schneelandschaften zu wandern, bevor man sich an einem der zahlreichen Lagerfeuer aufwärmen muss. Dies stellt unserer Meinung ein bislang interessantes Feature dar, welches allerdings noch nicht gänzlich ausgereizt wurde. Aktuell sehen wir diese Mechanik lediglich als Zeitbegrenzung, wie lange wir in der Wildnis auf die Jagd gehen können, bevor wir das nächste Lager aufsuchen müssen.

Die Spiellänge hinter Vikings soll insgesamt zwischen 15 und 20 Stunden betragen. Innerhalb dieses Zeitraumes gilt es sich durch insgesamt rund 40 unterschiedliche Levelgebiete zu bahnen und sich ebenfalls einer Handvoll von Bossgegnern zu stellen. Letztere sollen dabei anspruchsvolle Kämpfe bieten, die nicht nur zahlreiche Fähigkeiten besitzen um den Spieler zu fordern, sondern auch diverse Kampfphasen vollziehen sollen. Die Levelgebiete selbst sollen zudem auch zu späteren Zeitpunkten erneut besucht werden können, was neben dem Erfarmen von Items auch dem Absolvieren von kleineren Quests dienen soll. Das Dorf der Wikinger dient zwischen den Kämpfen als Hub-Welt, die nicht nur zum Einkaufen und Craften neuer Ausrüstung dienen soll, sondern auch im Verlauf des Spiels immer weiter ausgebaut und somit größer wird.

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Ansprechende Welt
Interessantes Wetter/Elemente-System...
Herausforderungen durch New Game Plus Modi
Koop-Modus für zwei Spieler
Spielerisch nichts neues
... dessen Potential nicht gänzlich genutzt wird
Hebt sich von einem Diablo nur wenig ab
Passabel

Daniel M.

Wer Vikings als einen Diablo-Klon ansieht, der liegt nicht ganz falsch. Optik, Steuerung und diverse andere Features erinnern sehr stark an Blizzards Klassiker und auch die zahlreichen Versuche sich von dem großen Bruder abzusetzen wollen nicht so wirklich gelingen. Dies bedeutet natürlich nicht, das Vikings automatisch ein schlechtes Spiel sei – im Gegenteil! Der Titel aus dem Hause Games Farm ist äußerst solide und bietet neben zahlreichen interessanten Features auch eine ansprechende eigene Geschichte, die Fantasy und nordische Mythologie miteinander verknüpft. Zwar kommt der Titel auf den ersten Blick nicht an ein Diablo heran, jedoch sollten sich Fans, die auf der Suche nach etwas Abwechslung sind, durchaus diesen Titel im Auge behalten. Vikings soll zum Beginn des Jahres 2017 für PC, Xbox One und PlayStation 4 auf den Markt kommen.
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