Vorschau: Warhammer – Chaosbane

Vorschau-Warhammer-Chaosbane-Bild-1Kaum ein Franchise ist so komplex wie Warhammer. Das wird nicht an vielen Tabletop-Spielen, Romanen und Sammelfiguren deutlich, sondern auch an mittlerweile einige Gaming-Ablegern. Noch in diesem Jahr soll das Repertoire mit Warhammer: Chaosbane um ein klassisches Hack and Slay-Abenteuer erweitert werden und aus diesem Grund haben wir kurzerhand vorab schon mal Probe gespielt.

Keine lieblose Nebengeschichte

Um Warhammer: Chaosbane auch wirklich in das vorhandene Universum einzugliedern, haben alle Beteiligten keine Mühen gescheucht. Das ist auch der Grund, warum Mike Lee von Warhammer direkt stark in das Projekt eingebunden wurde und sich für die Geschichte verantwortlich zeigt. Somit brauchen sich Liebhaber keine Sorgen machen, dass einfach lieblos das Quellmaterial in ein weiteres Spiel gedrückt wurde.

Viel zur Geschichte können wir euch an dieser Stelle nicht wirklich verraten, da dies zum Release noch ein wenig geheim gehalten werden soll. Wer einen kleinen Einblick bekommen möchte, dem legen wir an dieser Stelle den ersten Story-Trailer ans Herz, der das Grundszenario erläutert.

Ein bunter Mix

Ähnlich wie beim Umgang mit der Vorlage versucht Warhammer: Chaosbane nicht das Hack and Slay-Genre neu zu erfinden, sondern an den richtigen Stellen seinen eigenen Charakter zu entwickeln. Entscheiden könnt ihr euch zu Beginn zwischen vier Klassen: Soldat des Imperiums, Hochelf,, Zwerg und Waldelf. Hier sollte für jeden etwas dabei sein. Beispielsweise ist der Soldier ein Tank, wohingegen der Hochelf sich als klassischer Zauber für den Fernkampf herausstellt.

Neu bei unserem Anspieltermin war der Zwerg, der ein schneller, kleiner Nahkämpfer ist und ordentlich Schaden austeilen kann. Gut gefallen hat uns hierbei insbesondere das Charakterdesign von allen Klassen, welches liebevoll mit dem Warhammer Quellmaterial umgeht. Beispielsweise ist der Zwerg in der Vorlage nur Kanonenfutter für den Kampf und besitzt keine Rüstungen. Dementsprechend fällt auch der Loot im Spiel aus, bei dem ihr beispielsweise neue Tattoos und Bärte einsammelt, die allerdings trotzdem eure Stats boosten.

Spielbar ist das Ganze mit bis zur vier Spielern in den unterschiedlichsten Szenarien. Mit den Freunden auf der Couch an einem Bildschirm, neumodern via Internet-Multiplayer, oder auch in Kombination von beidem. Um dieses Miteinander möglichst fair zu gestalten, werden alle Drops automatisch vom System aufgeteilt. Zudem müsst ihr nicht auf eure Mitspieler im Pausemenü warten, falls diese im Inventar an Fähigkeiten oder Ausrüstungen rumdoktern. Dafür kann nämlich jeder Spieler in ein kleineres Schnellmenü gehen, wobei der jeweilige Charakter dann in eine Art Autopilot geht, sodass eure Buddies weiterspielen können.

LOOOOOOT!

Sprec

hen wir über das Thema Loot, sind wir auch schon beim Hauptbestandteil des Spiels angelangt, denn natürlich geht es nicht nur darum, Horden von Gegnern zu besiegen, sondern darum, alles einzusammeln, was sie nach ihrem schmerzhaften Ableben so fallen lassen. Kurz gesagt: Ihr schnetzelt euch in der isometrischen Perspektive durch riesige Level voll mit Gegnern. Je mehr ihr niedermäht, desto mehr Erfahrung und Sammelbares unterschiedlicher Art geht in euren Besitz über. Das macht euch über die Dauer immer stärker, um euch wiederum härteren Gegner oder größeren Massen stellen zu können. Wie erwähnt hier alles passend im Warhammer Look and Feel.Vorschau-Warhammer-Chaosbane-Bild-2

Die Feinheiten machen den Unterschied

In Sachen Gameplay erwarten euch, wie erwähnt, keine großen Überraschungen. Jeder Charakter hat unterschiedliche Fähigkeiten, die ihr möglichst geschickt kombinieren müsst, um euch zu buffen oder den oder die Gegner zu schwächen. Um diese Fähigkeiten einsetzen zu können, müsst ihr jedoch Gegner töten, damit euer Energiebalken immer prall gefüllt ist. Denn bis auf die Standardangriffe verbrauchen alle weiteren Skills eben diese Energie.

Für ein bisschen Eigenständigkeit sorgt natürlich die Ausführung der einzelnen Skills. Beispielsweise kann der High Elf Zauberer einen Feuerball abschießen, den ihr via Analogstick direkt im Kampf steuern könnt. In Bewegung wird der Analog-Stick wie auch bei vielen weiteren normalen und Spezialfähigkeiten benötigt. Dies klappte bei unserem Termin schon super, bedeutet aber am Gamepad reichlich Arbeit.Vorschau-Warhammer-Chaosbane-Bild-4

Auf der Suche nach Rot

Während der Kämpfe könnt ihr im Übrigen noch kleine rote Kugeln einsammeln. Diese füllen wiederum eine Leiste für den sogenannten Blutlust auf. Ist dieser bereit, könnt ihr mächtige Spezialattacken abfeuern, um dem Gegner den Garaus zu machen. Eure Fähigkeiten könnt ihr euch erfreulicherweise selbst zusammenlegen. Achten müsst ihr hierbei auf einen Maximalwert, der sich aus den Werten der einzelnen Skills ergibt. Hierbei sind die Werte der verschieden Fertigkeiten natürlich unterschiedlich, weshalb auch hier ein wenig Taktik gefragt ist. Die Auswahl ist groß und umfasst jede Menge aktive und passive Skills – auch wieder alles passend zum Stil des Franchise.

Loot-, Kampf- und Skillsystem bilden hierbei schon eine tolle Einheit, sodass schon bei unserer kleinen Session schnell ein gewisser Sog entstand, sich in die Gegnermassen zu stürzen und Bosse zu legen. Das Beste hieran: Ihr könnt das Ganze mit bis zu vier Spielern machen.Vorschau-Warhammer-Chaosbane-Bild-3

Warhammer: Chaosbane erscheint am 31. Mai 2019 in der Magnus-Edition und am 4. Juni in der Klassik-Edition für Playstation 4, Xbox One und PC. 
Vielversprechend

Marco K.

Nach unserem ersten Anspielen von Warhammer: Chaosbane stellt sich uns die Frage, warum eigentlich niemand schon vorher auf die Idee gekommen ist. Die Geschichte, Setting und Charaktere von Warhammer passen nämlich mehr als gut zu einem düsteren Hack and Slay-Abenteuer. Ob dies am Ende auch gelingt, bleibt noch abzuwarten, doch bisher macht das Spiel reichlich Laune und bringt euch sofort in Stimmung auf Monster- aber vor allem Lootjagd zu gehen.
Vorschau: Rainbow Six: Siege - Burnt Horizon (Year 4) Angespielt: A Plague Tale: Innocence
Comments